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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Gekommen um zu gehen
Eingestellt am 25. 07. 2014 09:34


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Bjoern
Hobbydichter
Registriert: Jul 2014

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Hallo liebe Leselupe Community,

dies ist mein erster selber geschriebener Text.. seit dem Schulzeit. Über Anregungen und Kommentare freue ich mich sehr.

---------------------------------------

Mein Kopf liegt mal wieder trĂ€ge auf dem Tisch. Es macht „Bling“ und ich weiß genau was das bedeutet. Ich kenne dieses GerĂ€usch. Langsam hebe ich meinen wie Blei schweren Kopf und starre auf meinen Bildschirm. „Sie haben Post“ - rattert es in meinem Kopf und ich muss an diesen wirklich dĂ€mlichen Werbespot denken. Und tatsĂ€chlich. Ein Blick in mein E-Mail Postfach bestĂ€tigt meine BefĂŒrchtung. Mein Chef hat mir mal wieder geschrieben.

Sehr geehrter Herr Bla bla bla,

bla bla bla bla. Bla bla.
Neues Projekt bla bla.

In 2 Wochen brauche ich ein fertiges Konzept. Bla bla.

Wir sollten hierzu einen Termin vereinba..bla bla bla
.

Mit freundlichen bla bla bla


Die angeforderte LesebestĂ€tigung verneine ich natĂŒrlich und lösche die Mail.

Ich lasse meinen Blick durch das BĂŒro streifen. Er bleibt bei meinen stĂ€ndig debil grinsenden Kollegen hĂ€ngen, der sich auch sofort genötigt fĂŒhlt mich direkt anzusprechen.
Was mit mir los sei, möchte er wissen. Weshalb ich denn nicht mal lĂ€cheln wĂŒrde. Ich wirke unentspannt und solle mir doch mal ein paar Tage Urlaub gönnen.

Ich schaue ihm tief in die Augen und denke mir „Geh sterben“.

Langsam lasse ich meinen Kopf wieder auf den Tisch sinken. Ich kann nicht mehr. Seit Monaten derselbe Trott. Mein Leben fĂŒhlt sich an, als sei es an einen Punkt angekommen an dem es nicht mehr weiter geht. Meine Arbeit erfĂŒllte mich noch nie mit tiefer Befriedigung. Mit jedem Jahr das ich allerdings Ă€lter werde beginne ich damit, mich immer mehr zu fragen ob das schon alles war.

Ich meine. Wo war meine Jugend nur hin. Wo waren sie. All meine TrĂ€ume, WĂŒnsche und guten VorsĂ€tze die ich mir Jahr fĂŒr Jahr aufs Neue vornahm.
Doch plötzlich trifft es mich wie ein Blitz. Es muss sich etwas Àndern. So kann und will ich nicht weiter machen.
Ich beschließe meine Sachen zusammen zu packen und mich fĂŒr den Rest des Tages krank zu melden.

Mit den Worten „TschĂŒssi. Ich bin krank. FĂŒhle mich als muss ich gleich kotzen!“ verlasse ich lauthals lachend das stickige BĂŒro.
Als ich aus der TĂŒr trete, in das gleißende Sonnenlicht, merke ich wie das Leben in mir zurĂŒckkehrt.
Mein Entschluss steht fest. Nur einmal noch. Ein einziges mal werde ich noch in die Firma kommen. Ich werde kommen um zu gehen.
Ich werde all die Dinge tun die ich schon immer machen wollte. Werde die höchsten Berge besteigen. Mit einem Schiff die Welt umsegeln. Ein Flugzeug fliegen nur um mich direkt im Anschluss mit einem Fallschirm aus selbigen zu stĂŒrzen. Ich werde nur machen was mein Herz erfreut.
Ja. Jetzt werde ich es durchziehen denke ich mir als ich plötzlich wie aus dem nichts ein „Bling“ höre und mir jemand von hinten auf die Schulter klopft.

Ich schrecke nach oben, noch immer an meinem Schreibtisch sitzend.

Mein schwachsinnig grinsender Kollege steht neben mir. Und sofort ĂŒberkommt mich der Drang ihm meine Faust in sein Gesicht zu zimmern.
„Der Chef will dich..“
Noch bevor er seinen Satz beenden kann, packe ich meine Sachen und verlasse das BĂŒro fluchtartig.
„Bis morgen!“ kann ich gerade noch in den Raum rufen bevor ich die TĂŒr hinter mit zu schmeiße.
„Bis morgen!“ denke ich mir. Es wird sich wohl nie etwas Ă€ndern.

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jon
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Registriert: Nov 2000

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Netter kleiner Text ohne großen Überraschungen und recht straight runtererzĂ€hlt.

Leider aber voller Fehler, was die Schmökerbarkeit beeintrÀchtigt.

Das beginnt mit dem seltsamen Vorwort. Ja ich weiß schon, das gehört gar nicht zur Story. Nur: Wenn es nicht zur Storyx gehört, warum steht es dann bei der Story?

Ansonsten fallen vor allem Kommafehler auf und das massiver, als mit dem ĂŒblichen „Grundproblem Kommas“ erklĂ€rbar wĂ€re. Auch sonst bin ich ab und an ĂŒber die Zeichensetzung gestolpert.

quote:
Mein Kopf liegt mal wieder trĂ€ge auf dem Tisch. Es macht „Bling“ und ich weiß genauKOMMA was das bedeutet. Ich kenne dieses GerĂ€usch. Langsam hebe ich meinen wie Blei schweren Kopf und starre auf meinen Bildschirm. „Sie haben Post“ - rattert es in meinem Kopf und ich muss an diesen wirklich dĂ€mlichen Werbespot denken. Und tatsĂ€chlich. Ein Blick in mein E-Mail Postfach bestĂ€tigt meine BefĂŒrchtung. Mein Chef hat mir mal wieder geschrieben.
Der Gedankenstrich ergibt fĂŒr mich keinen Sinn.
Die Werbewelt ist so schnelllebig, du solltest wenigstens andeuten, welchen Werbespot du meinst. Wenn man als Leser nicht weiß, worauf du da anspielst, bleibt diese Passage sinnleer.
Hinter "tatsĂ€chlich" sollte etwas anderes als nur ein Punkt stehen; auch hinter BefĂŒrchtung wĂ€re ein Doppelpunkt sinnvoller.

quote:
Ich lasse meinen Blick durch das BĂŒro streifen. Er bleibt bei meinen stĂ€ndig debil grinsenden Kollegen hĂ€ngen, der sich auch sofort genötigt fĂŒhltKOMMA mich direkt anzusprechen.


quote:
Ich schaue ihm tief in die Augen und denke mir: „Geh sterben“.

HĂŒbsch farbig. Es passt zur Gesamtstimmung.
An der Stelle will ich aber anmerken, dass mir diese Gesamtstimmung nicht gefĂ€llt: Irgendwie ist mir diese Überzeichnung zu prolig-platt. Statt das "Was mach ich hier eigentlich?"-Syndrom zu betonen, bedient es volle Kanne die MĂ€r von saufaulen BĂŒrofuzzi.

quote:
Langsam lasse ich meinen Kopf wieder auf den Tisch sinken. Ich kann nicht mehr. Seit Monaten derselbe Trott. Mein Leben fĂŒhlt sich an, als sei es an einen Punkt angekommenKOMMA an dem es nicht mehr weiter geht. Meine Arbeit erfĂŒllte mich noch nie mit tiefer Befriedigung. Mit jedem JahrKOMMA das ich allerdings Ă€lter werdeKOMMA beginne ich damit, mich immer mehr zu fragenKOMMA ob das schon alles war.
Man kann zu einem Zeitpunkt mit etwas beginnen, nicht ĂŒber mehrere Jahre hinweg. Man kann ĂŒber mehrere Jahre hinweg aber etwas immer mehr/öfter/intensiver tun. FĂŒr eine der beiden Varianten musst du dich entscheiden.

quote:
Ich meine. Wo war meine Jugend nur hin. Wo waren sie. All meine TrĂ€ume, WĂŒnsche und guten VorsĂ€tzeKOMMA die ich mir Jahr fĂŒr Jahr aufs Neue vornahm.
Sehr merkwĂŒrdige Zeichensetzung 


quote:
Doch plötzlich trifft es mich wie ein Blitz. Es muss sich etwas Àndern. So kann und will ich nicht weiter machen.
"weitermachen"

quote:
Ich beschließeKOMMA meine Sachen zusammen zu packen und mich fĂŒr den Rest des Tages krank zu melden.
"zusammenzupacken" ("Ich werde meine Sachen zusammenpacken." ABER "Ich werde meine Sachen zusammen mit meiner Mutter packen.")

quote:
Als ich aus der TĂŒr trete, in das gleißende Sonnenlicht, merke ichKOMMA wie das Leben in mir zurĂŒckkehrt.
Mein Entschluss steht fest. Nur einmal noch. Ein einziges mal werde ich noch in die Firma kommen. Ich werde kommenKOMMA um zu gehen.

quote:
Ich werde all die Dinge tunKOMMA die ich schon immer machen wollte. Werde die höchsten Berge besteigen. Mit einem Schiff die Welt umsegeln. Ein Flugzeug fliegenKOMMA nur um mich direkt im Anschluss mit einem Fallschirm aus selbigen zu stĂŒrzen. Ich werde nur machenKOMMA was mein Herz erfreut.
"aus selbigem"
Als Sprach-Handwerker solltest du bedenken, dass "machen" inhaltlich nicht identisch mit "tun" ist. In der Umgangssprache wird das gern ignoriert, aber "machen" ist etwas "Produktives", wĂ€hrend "tun" eine BeschĂ€ftigung ist. (Was tust du? Ich schreibe. ABER Was machst du? Einen Text.) – Das ist jetzt kein tragischer Fehler in dem Text (obwohl es hier an der Stelle schon ein echter Fehler und nicht nur einer der beides-denkbar-FĂ€lle ist), aber ein bisschen Sprach-Sorgfalt sollte man sich als Schreiber antrainieren.

quote:
Ja. Jetzt werde ich es durchziehenKOMMA denke ich mirKOMMA als ich plötzlich wie aus dem nichts ein „Bling“ höre und mir jemand von hinten auf die Schulter klopft.

quote:
Ich schrecke nach oben, noch immer an meinem Schreibtisch sitzend.
Die Redewendung heißt "hochschrecken", nicht "nach oben schrecken".

quote:
Mein schwachsinnig grinsender Kollege steht neben mir. Und sofort ĂŒberkommt mich der DrangKOMMA ihm meine Faust in sein Gesicht zu zimmern.

quote:
„Der Chef will dich..“
Falsche Zeichensetzung: Es muss das Zeichen "drei Punkte" sein und vor diesem gehört hier ein Leerzeichen hin.

quote:
„Bis morgen!“KOMMA kann ich gerade noch in den Raum rufenKOMMA bevor ich die TĂŒr hinter mit zu schmeiße.
„Bis morgen!“KOMMA denke ich mir. Es wird sich wohl nie etwas Ă€ndern.
Der Schluss erscheint mir zu schnell runtergesagt - was passiert zwischen dem emotionalen TĂŒrschmeißen und dem eher sinnierenden zweiten "Bis morgen!"? An welcher Stelle versickert der eben noch (wenn auch nur im Traum getroffene) Beschluss, alles zu Ă€ndern?
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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalÀsst (Klaus Klages)

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