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Leselupe.de > Ungereimtes
Gelber Wackelpudding
Eingestellt am 13. 12. 2004 11:55


Autor
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JoteS
Foren-Redakteur - tippende Inquisition
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Gelber Wackelpudding

Deine Zeilen hallen nach.
Sie kleben s├╝sslich an meiner Grosshirnrinde.
Wie eitrige Rotze s├╝ss-faulig hinten in der Nasenh├Âhle.
Chrrrrrrrrrrrrrr....................
Ffffttttttt............................

Als Wackelpudding hast Du den anderen diese Scheisse verkauft.
Mit dem grossen Suppenl├Âffel haben sie den Mist gefressen.
Verfallsdatum siebzehnter August 1892.
Ein Hochgenuss, ausgefeilt, gewitzt und so sensibel.

Sie haben sich wiedererkannt, identifiziert.
Sie sind nun nicht mehr allein.
Verbunden mit zarten F├Ąden eitriger Rotze, vernetzt, verletzt, vereinigt.
Vereinigt im gestern, der Sprache von gestern, dem Schmerz von gestern.

Nur mich zieht es mit einer ├ťberdosis Nasenspray zur├╝ck ins heute.

Ein sch├Ânes Leben noch.

Leben?

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, JoteS,
Du scheinst ja eine wahre Freude an Ausw├╝rfen zu haben.
Im Gegenteil zu Deinem Gedicht "der Kuss" macht mir
diese "rotz-freche" "Verdichtungs-Prosa" doch Schwierigkeiten
mich nicht zu ├╝bergeben, zumal ich im Moment erk├Ąltet bin
und somit auch mit Ausw├╝rfen und ├Ąhnlichen Klebrigkeiten
zu k├Ąmpfen habe. Brrrrrrrrrrrrrr.........Ffffffffffffffttttttttt.

Dem Inhalt nach zu urteilen (sofern ich es nicht doch falsch
verstanden habe) rebelliert Dein Protagonist gegen althergebrachte
M├Âglichkeiten sich auszudr├╝cken, sprich gegen "gehabte"
Schreibweise und Dichtung und gegen die Anh├Ąnger einer
solchen Art etwas zu Papier, sprich zum Monitor, zu bringen.
Nun, ja, irgendwie verst├Ąndlich und doch wiederum nicht,
denn wen hindert irgendjemand so oder so zu schreiben?
Wer sich "althergebracht"├Ąu├čern will sollte das meiner Meinung
auch tun und wer das Gegenteil praktizieren m├Âchte, auch.
Was spricht gegen beide Arten?
Dazwischen liegen noch ein paar Mischarten, die man auch
ber├╝cksichtigen kann und sollte.
Den Protagonisten zieht es nun mal ins Heute - aber was ist
Heute? Heute ist auch eine Fortsetzung von Gestern,
auch - nicht nur. Ein Heute ohne gestrigen Einfl├╝sse gibt es nicht.
Warum mu├č ich Heute immer etwas Heute-Spezifische haben?
Zumal das Heutige mir oft auch noch ziemlich d├╝rftig scheint.
Nicht nur - aber auch. Das Sch├Âne am Heute ist, da├č man
auch noch etwas von Gestern mitnehmen kann.....darf....
Und warum mu├č etwas von Gestern "s├╝├č-faulig-rotzig" sein?
Nat├╝rlich kannes das - aber nicht nur.
Irgendwie bin ich f├╝r beides offen, sofern beides gut ist.
Ich lehne nicht alles von Gestern ab, aber ich bete auch nicht
alles von Heute an.
In Deinen Zeilen lese ich so etwas wie b├Âsen Vorwurf, in
Richtung "Gestriges" und habe damit einfach ein Problem.
"Mist, Scheisse, Rotze" etc. Das ist mir ein wenig zu heftig
auf den Pudding gehauen, lieber JoteS.
Ich habe schon einiges von Heute gelesen und fand sehr
viel "Mist, Scheisse, Rotze". Und trotzdem bin ich der Meinung,
auch so etwas geh├Ârt dazu. Heute schreibt man nicht besser
und auch nicht wahrer - nur anders. Was nicht hei├čen soll, da├č
ich alles von Gestern gut finde - einiges aber schon, sogar besser.


Und dann die Endzeilen : "Ein sch├Ânes Leben noch - Leben?"
Etwas viel Ironie in diesem Wunsch und zwischen den Zeilen
die Feststellung, nur der "heutige Schreiber" verstehe etwas vom
Leben und nur er k├Ânnte dar├╝ber schreiben. - Na...na....

Na, ja, aber vielleicht habe ich die ganze "rotzige" Sache doch
mi├čverstanden - dann, ja, dann nehme ich alles selbstverst├Ąndlich
gerne zur├╝ck.

In diesem Sinne
nichts f├╝r ungut
und liebe Gr├╝├če
Klopfstock (rotz-erk├Ąltet)


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JoteS
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Hallo Klopfstock

Es tut ja fast ein wenig weh, ausgerechnet Dir Unbehagen bereitet zu haben. Ich mag Deinen Stil.
Immerhin hatten meine Zeilen bei Dir weitgehend die gew├╝nschte Wirkung. Der Text ist zu zwei Dritteln reine Provokation aber die Aussage ist anscheinend nicht ganz angekommen.
Es geht nicht darum, alte Ausdrucksformen zu verdammen und schnodderige Alltagssprache zur Kunst zu erheben. Es geht nur um Engstirnigkeit, Weinerlichkeit und die Notwendigkeit, ins Heute zur├╝ckzufinden.
Hinter all der Rohheit und Feindseeligkeit sollte eigentlich sogar durchscheinen, dass das Kritisierte dem Autor alles andere als fremd ist.

LG

J.

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Klopfstock
Guest
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O.K. JoteS - hier mu├č ich Dich ein wenig um Verzeihung bitten, daf├╝r, da├č ich solch eine lange Leitung hatte.
So gesehen, ist der Text voll in Ordnung und ich werde
Bu├če tun f├╝r meine geistige "Schneckenlangsamkeit"

Dir noch einen sch├Ânen Tag
und liebe Gr├╝├če
Klopfstock (bereits im B├╝├čer-Hemd)

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Zeder
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Hallo JoteS,

geschickt geschrieben, deine Zeilen, und das Nasenspray am Ende zwingt zum Nachdenken - wie auch das "Leben?"

Ich habe nur zwei Korrekturvorschl├Ąge, die den Einstieg f├╝r den Leser leichter machen k├Ânnten:

Deine Zeilen hallen nach. (ABSATZ)
Aber sie kleben s├╝sslich an meiner Grosshirnrinde.

Viele Gr├╝├če von Zeder

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JoteS
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Hallo Zeder

Dass Du dem Text einen Sinn und eine Berechtigung zusprichst tut gut. In einem anderen Forum wurde er als Wortm├╝ll gel├Âscht.

LG

J.

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