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Leselupe.de > Kurzprosa
Geld ist Luxus
Eingestellt am 19. 08. 2005 09:59


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Deltabravo
gesperrt
Schriftsteller-Lehrling

Registriert: Aug 2005

Werke: 8
Kommentare: 3
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Geld ist Luxus

Ich liege im Bett und habe wenig Lust, mich zu r├╝hren. Eine tiefe Ruhe kommt ├╝ber mich, ich mu├č l├Ącheln. Aber warum, wei├č ich nicht. Was hat diese kleine Fliege in meinem Zimmer zu suchen? Ich greife langsam nach einem Schuh. Sie sitzt jetzt auf der Gl├╝hbirne. Ohne zu ├╝berlegen, schlage ich zu und zerschmetterte mit lautem Knall die Gl├╝hbirne und die Fl├╝ge. Licht habe ich jetzt auch nicht mehr. Ich mu├č jetzt unbedingt Geld f├╝r eine Gl├╝hbirne auftreiben. Es hei├čt, um jeden Preis mu├č ich Geld aufsp├╝ren.
Ich gehe auf die Stra├če und betrachte aufmerksam das Pflaster, angenommen finde ich Geld. Anstatt mich um reale Sachen zu k├╝mmern, tr├Ąume dahin und warte auf das Wunder. Geld werde ich haben, das ist sicher, ich wei├č nur noch nicht, wieviel es sein wird? Nach zwei Stunden Herumstreiten gehe ich m├╝de ins mein Zimmer zur├╝ck. Mein Leben lang bin ich nicht so viel herumgelaufen wie in letzten Tagen. Ich fliehe vor dem Tod. Mein Zimmer sieht schon jetzt wie eine Gruft aus. Ich gehe in den Stadtpark, um alles zu vergessen. Im Park begegnete ich einem Freund, der kann ich leider nicht erkennen, aber ich sage nichts. Der fragte mich, wie mir geht? ÔÇťDanke gut.ÔÇŁ Er spricht von dem sch├Ânen Wetter, dann reichte mir die Hand und geht weiter. Jetzt hat er sich umgedreht, er bleibt stehen und kommt zur├╝ck. ÔÇťSag mal, bin ich dir nicht etwas schuldig?ÔÇŁ fragte mich. ÔÇťJa, dreihundert EuroÔÇŁ Er ist betroffen. Ich h├Ątte hundert sagen sollen, dann w├╝rde er mir jetzt etwas geben k├Ânnen. Aber nein, er holt seine Brieftasche heraus und gibt mir das Geld. ÔÇťEntschuldige, ich bin wenig verge├člich. Auf Wiedersehen!ÔÇŁ
Der Mann hat mir diese dreihundert Euro wie ein Almosen gegeben. Hierauf beginne ich zu leben.
Mit Taxi fahre ich zum Luxusrestaurant. Das Essen ist ├╝berraschend gut. Man bringt mir die Rechnung unter einer Serviette versteckt, wie eine Familienschande. Zweihundert Euro, das Trinkgeld fri├čt weitere 50 Euro. Es bleibt mir 50 Euro... der Teufel soll euch Hollen! Ich verlasse das Lokal, das Taxi steht vor dem Restaurant und wartet auf mich. W├Ąre ich noch lange drinnen geblieben, h├Ątte ich das Taxi nicht mehr bezahlen k├Ânnen. Dann gehe ich zu Fu├č, und die frische Luft tut mir gut. Aber ich bin hungrig. F├╝nfzehn Euro habe ich noch, soll ich im Imbiss noch was Essen? Es gibt keine Logik und keinen wohlt├Ątigen ├ťbergang bei dem, was mit mir geschah. Ich kann nichts daf├╝r, aber ich habe einen wahnsinnigen Hunger. In einer Bar, trinke ich Kaffee und esse zwei Berliner.
N├Ąchstemal, wenn ich wieder Geld habe.... das Schlimmste ist, es gibt zwei Menschen in mir. Einen gemeinen und einen vern├╝nftigen. Sobald kein Geld da ist, erwacht der Vern├╝nftige. Jetzt ist der letzte Moment gekommen. Das letzte Geld mu├č gerettet werden. Der Teufel soll die dreihundert Euro Hollen. Ich bin dem Idioten gar nicht begegnet. Ich habe ihm das Geld ├╝berhaupt nicht geliehen. Ich mu├č das Leben genau dort fortsetzen, wo ich am Vormittag unterbrochen habe. Inzwischen habe ich Erfahrung gesammelt. Die reichen Leute darf man nicht beneiden. Sie sind verpflichtet, solche Mahlzeiten zu nehmen.

__________________
CvHoltei

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