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Leselupe.de > Ungereimtes
Genezareth
Eingestellt am 08. 10. 2004 12:02


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Vera-Lena
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Genezareth

Leid ufert am See
und
Leid t├╝rmt sich zum Gipfel

Die uralten Grausamkeiten gischten
in tagesneuem Funkeln ├╝ber das Wasser
Das blutige Trachten
hat sich eingewinkelt
in diesen Ort
erz├╝ngelt flink
seine Opfer

und
die durchbohrten F├╝├če ziehen
wieder
landeinw├Ąrts durch den Staub
der Mund spricht Segensworte
die H├Ąnde schlagen ein Zeichen
Geduld und Sanftmut
in den Steinen aufzuwecken








__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Dorothea
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Nur in den Steinen?

Hallo Vera-Lena,

Dein Text spricht mich sehr an. Wie immer ist es aber auch und vor allem der Erlebnis- und Erfahrungshorizont des Lesers, der den Zeilen einen Sinn zuspricht, der nicht immer mit den Autorintentionen deckungsgleich ist.
Warum so eine lange Vorbemerkung?
Keinesfalls m├Âchte ich bei einem so sensiblen Thema den Respekt vermissen lassen vor den Ideen der Autorin.
Aber mich pers├Ânlich verst├Âren die Zeilen

Geduld und Sanftmut
schlummern in den Steinen


Sind Geduld und Sanftmut nicht auch durch den gegenw├Ąrtig, der die "Segensworte" spricht? Dass sie nicht angenommen und nicht gelebt werden, ist wieder ein anderes Thema.
Ein sch├Âmes Wochende w├╝nscht Dir

__________________
Dorothea Gebauer
----------------------
Sein ist mehr als Haben.

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Vera-Lena
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Liebe Dorothea,

danke f├╝r Deine Antwort!

Beginn und Ende dieses Textes ber├╝hren einander. Da geht es leider nicht um eine lange Vorbemerkung, sondern um die schlimmen Tatsachen im fr├╝heren Pal├Ąstina, die immer noch genauso aktuell sind. Es vergeht kein Tag ohne dass entweder ein Palestinenser oder ein Israeli ihn nutzt, das Leid sich h├Âher auft├╝rmen zu lassen.

Meine Vision dazu ist, dass die Liebe Gottes sich nicht entmutigen l├Ąsst, nicht losl├Ąsst, und nicht entschwindet.

Aber in dieser Ecke der Welt wird f├╝r mich besonders deutlich sichtbar, dass die Menschen in ihrer Hitzigkeit die Geduld und die Sanftmut voerst noch den Steinen ├╝berlassen. Und da es sich so verh├Ąlt, "ufert das Leid" weiterhin.

F├╝r mich sind diese beiden Botschaften im Text: Das Verhalten der Menschen und das "Verhalten" Gottes.

Ich hoffe, dass sich Dir der Text in dieser Weise entschl├╝sselt. Es ist ein schwieriges Thema, und eigentlich wollte ich gar nicht dar├╝ber schreiben, aber dann....
Ich w├Ąre gl├╝cklich, wenn jemand anders die g├╝ltigeren Formeln f├Ąnde.

Dir auch ein sch├Ânes Wochenende!
Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena
__________________
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Dorothea
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Versteinerungen aufbrechen

Liebe Vera-Lena,
die zweite Fassung Deines Gedichtes habe ich mehrmals und aufmerksam gelesen; ein wenig dar├╝ber meditiert.
Wahrscheinlich bin ich mit meiner Interpretation weit entfernt von anderen LeserInnen. Aber die zwei letzten Zeilen dr├╝cken jetzt f├╝r mich die Hoffnung aus, ohne die der Mensch nicht leben kann.

Geduld und Sanftmut
in den Steinen aufzuwecken


Die Versteinerungen in den Menschen aufbrechen zu wollen, wird Gott nie aufh├Âren. Er ist, wie du so eindringlich schilderst, mit durchbohrten F├╝├čen abermals unterwegs.

Vielen Dank f├╝r Deine Zeilen. Mit meinen Bemerkungen habe ich hoffentlich keine sensible Grenze verletzt.
Ein sch├Ânes Wochendende und ganz liebe Gr├╝├če von
__________________
Dorothea Gebauer
----------------------
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Vera-Lena
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Liebe Dorothea,

ich f├╝hle mich durchaus von Dir verstanden mit den letzten beiden Zeilen. Ja, geauso meine ich das, wie Du es interpretierst.
Ich empfinde Deine Art , meine Texte zu behandeln auch als durchweg feinf├╝hlig, insofern brauchst Du Dir keine besorgten Gedanken zu machen.

Danke f├╝r Deine abermalige Antwort und Deine Unterst├╝tzung!
Ganz liebe Gr├╝├če von Vera-Lena
__________________
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Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

quote:
Meine Vision dazu ist, dass die Liebe Gottes sich nicht entmutigen l├Ąsst, nicht losl├Ąsst, und nicht entschwindet.

Liebe Vera-Lena,

wei├čt du noch, ├╝ber welchen Punkt wir uns bei "Weltenseele" unterhielten? Vielleicht sp├╝ren wir eine ├Ąhnliche Unruhe in uns und versuchen sie beide aus unseren Seelen zu schreiben. Ich finde meine Sorgen in deinem Text wiedergespiegelt und er ber├╝hrt mich sehr. Anders als du, beschreibe ich bei "Weltenseele" das Gegenteil von deiner obigen Aussage. Jedoch suchen wir beide den Weg zu Gott, ich tue dies auch ein wenig aus einer gewissen Hilflosigkeit gegen├╝ber der j├╝ngsten Geschehnisse heraus.
Es fiel mir nun ├╝berhaupt nicht schwer, mich in deinen Text hineinzudenken, ich kann all dies sehr gut nachvollziehen und auch dein Text bietet weitaus mehr Interpretationsspielraum, als nur eine Darstellung der Dinge. Auch sehr interessant Dorotheas Kommentar zu lesen (ist es eigentlich immer ).
Stilistisch st├Âren mich lediglich die beiden "und" in deinem Text. Ohne sie f├Ąnde ich den Klang der Zeilen lyrischer. Zudem erf├╝llen sie im Text keine Notwendigkeit, oder?

Einen lieben Gru├č

Sandra

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