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Leselupe.de > Ungereimtes
Geraune
Eingestellt am 27. 06. 2011 20:49


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Ralf Langer
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Geraune

Was kann man nicht alles raunen.
Einen Satz, zum, Beispiel,
eine halbe Erkenntnis:
unter uns Br├╝dern, ganz insgeheim,
Hand aufs Herz, ja, ja, und schweigen,
unerh├Ârt, schon geh├Ârt.
Fl├╝stern wir nicht l├╝stern
nur von Dingen,
die wir nicht verstehen?
Oder Nachts:
Ein du, ein ich, ein Sternenzelt,
K├Ârpergemunkel, Zungengefunkel,
Genuschel, Einfl├╝sterungen,
ein bischen ach, ein bischen weh,
nur nicht so laut - mach`s leis-e
denk an die Halbwertszeit des Worts
denn schlie├člich,
hast du ja schon im Morgengrauen,
dies alles nicht gemeint,
gesagt, vertagt und - abgehakt.
Ja, und die Dichter!
Vergiss die Dichter nicht.
Weltmeistergeraune,
man h├Âre und staune.
Aber Verstehen?
Worte kommen n├Ąher,
sind es etwa schwankende Gestalten,
verbergen sie in sich Urgewalten,
oder ├Âffnen sie den Schoss,
das Schloss, die Frucht, was schreibt die Presse?
Halt einfach mal die Fresse!
Und dann den Ginsberg nehmen:
lesen, lesen, lesen...
und heulen, z├Ąhneknirrschend leben
mit Hy├Ąnen.


__________________
RL

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Im Augenblick geht vieles unter, Ralf. Warum das so ist? Dar├╝ber m├Âchte ich mich besser jeder "Spekulation" enthalten. -
Die Nichtbeachtung deines Gedichts liegt m. E. aber (auch) daran, das es falsch gepostet ist und im Ungereimten besser aufgehoben w├Ąre. -
Zum Text selber:

quote:
Was kann man nicht alles raunen.
Einen Satz, zum, Beispiel,
eine halbe Erkenntnis:
unter uns Br├╝dern, ganz insgeheim,
Hand aufs Herz, ja, ja, und schweigen,
unerh├Ârt, schon geh├Ârt.
Fl├╝stern wir nicht l├╝stern
nur von Dingen,
die wir nicht verstehen?
Hier sprichst du ein Ph├Ąnomen an, das man vielleicht im "Dummschw├Ątzen" zusammenfassen k├Ânnte, wogegen selbst Poeten nicht gefeit sind. Leider.
quote:
Oder nachts:
Ein du, ein ich, ein Sternenzelt,
K├Ârpergemunkel, Zungengefunkel,
Genuschel, Einfl├╝sterungen,
ein bischen ach, ein bischen weh,
nur nicht so laut - mach`s leis-e
denk an die Halbwertszeit des Worts
denn schlie├člich,
hast du ja schon im Morgengrauen,
dies alles nicht gemeint,
gesagt, vertagt und - abgehakt.
Alles ist schon gesagt worden. Nicht immer gut. Die Themen sind sich gleich geblieben: Es gibt eben nicht viel, was Menschen anr├╝hrt und aufgrund der t├Ąglichen Reiz├╝berflutung wird es tendenziell weniger.
quote:
Ja, und die Dichter!
Vergiss die Dichter nicht.
Weltmeistergeraune,
man h├Âre und staune.
Aber Verstehen?
Worte kommen n├Ąher,
sind es etwa schwankende Gestalten,
verbergen sie in sich Urgewalten,
oder ├Âffnen sie den Schoss,
das Schloss, die Frucht, was schreibt die Presse?
Halt einfach mal die Fresse!
Dem is nix hinzuzuf├╝gen.
quote:
Und dann den Ginsberg nehmen:
lesen, lesen, lesen...
und heulen, z├Ąhneknirrschend leben
mit Hy├Ąnen.
Das macht f├╝r mich das eigentliche, das tiefste Leid der Kunstbesessenen aus: mit Werken konfrontiert zu werden, die einfach vieltausendmal besser sind als die eigenen. Hierbei handelt es sich ja nicht um Neid, sondern um echte Verzweiflung.
Liebe Gr├╝├če
Heidrun

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