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Leselupe.de > Ungereimtes
Gerettete Götter
Eingestellt am 26. 04. 2011 18:20


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HerbertH
???
Registriert: May 2007

Werke: 860
Kommentare: 6461
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gerettete götter

du

siehst
tausend scherben

betastest
scharfe kanten

setzt
zusammen

dich
aus ihnen

immer wieder neu

dich
du mensch








--------------
Inspiriert vom Tell Halaf-Projekt
Siehe z.B. Hier klicken





Version vom 26. 04. 2011 18:20

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10341
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Lieber Herbert,

Dein Text erinnert mich ein bischen an das inzwischen längst vergessene Wort:"Nach Auschwitz kann man nicht mehr dichten". So hast Du es sicher nicht gemeint,aber ich habe jetzt diese Assoziation.

Es wird immer so bleiben. Der Mensch hat so viel Zerstörerisches in sich, dass er wieder und wieder seinen Feindseligkeiten die Türen öffnen muss.

Und danach? Zum Glück hat es ihm nicht die Sprache verschlagen. Er weiß, von seinem Leid zu singen, so lange, bis es zum Lied geworden ist und er auch wieder irgendwann von der Freude singen kann.

Auf eine solche Weise muss er sich wieder neu zusammensetzen und neu erfinden.

Deine zweite Version ist durch die Formatierung für mich verständlicher geworden.

Liebe Grüße
Vera-Lena




__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

Werke: 860
Kommentare: 6461
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Liebe Vera-Lena,

ja, dieses Wechselspiel zwischen den Zuständen der Zersplitterung - erzeugt durch eigenes Empfinden oder durch äußere Umstände - und dem der Selbsterneuerung ist das zentrale Thema dieses Gedichtes. Anders als die zitierte Tell Halaf Ausstellung, in der Götterstatuen, die im 2. Weltkrieg zerstört wurden, von Menschen wieder neu zusammengesetzt werden, ging es mir also um das Umgehen mit der Zerstörung des Menschen.

Trotzdem kann man das Gedicht aber auch als das Umgehen mit der Zerstörung der Gottesvorstellung deuten.

Liebe Grüße

Herbert
__________________
© herberth - all rights reserved

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