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Leselupe.de > Gereimtes
Gern geblieben und doch gegangen (gelöscht)
Eingestellt am 27. 08. 2008 18:26


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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Der Text wurde vom Autor gelöscht.
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Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Lieber Walther,

ich finde Deinen Text nicht schlecht,allerdings ist der Inhalt der 2. Strophe nicht wirklich schlüssig. Dort, wo man seinen Urlaub verbringt und seinen Träumen nachgehen kann, ja dort könnte es einem passieren, dass diese Träume, wenn man dort urlaubsmäßig, also müßig länger bleibt, die ersehnten Träume zerplatzen.

Aber dort wohnen doch auch dauerhaft Menschen, die dort zu Hause sind und wie alle Menschen ebenfalss ihre Träume nähren.

Das fiel mir auf, als ich Deinen Text las.

"so wird das Gehn zur wahren Kunst" ist eine philosophische Überlegung. Wie geht man durch sein Leben, um irgendwie dann doch einmal "den Garten Eden" in seinem Innersten oder sogar auch dann gespiegelt äußerlich wahrnehmen zu können.

Diese Überlegung fällt ein bißchen aus dem Rahmen des Urlaubsgedichts.

So lese ich das. Du hast es vielleicht ganz anders gemeint.

Allerdings die superschlechten Bewertungen passen hier für mich auch nicht ins Bild. Dann soll man doch anmelden, wo es nach der eigenen Meinung hapert, danach abwarten, ob der Autor etwas ändert und danach erst bewerten.

Liebe Grüße von Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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presque_rien
???
Registriert: Feb 2003

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Hey Walther,

hab mal die Bewertung etwas nach oben geschraubt, schlecht ist das Gedicht wahrlich nicht. Andererseits hat Vera-Lena Recht: Die zweite Strophe - insbesondere die mittleren Verse darin - mach nicht wirklich Sinn. Ich glaube, ich verstehe, was du sagen willst - aber die Verse selbst bringen das nicht rüber. Wie wär's mit etwas in dieser Art:

Doch der dort bleibt nimmt leider Schäden:
Wo jeder Tag erneut belohnt
Mit Traum, der sonst die Nacht bewohnt,
Erschlaffen bald die Lebensfäden.

Im Rest des Gedichts habe ich mich an einigen Formulierungen gestört, die entweder beliebig scheinen oder nicht zum Stil des Rests passen (rot markiert):

Es träumt sich durch den Wolkendunst
Das Leben einen Garten Eden, (das finde ich schön )
In diesen zieht’s natürlich jeden.
So wird das Gehn zur wahren Kunst. (der beste Vers)

Doch der, der bleibt, nimmt leider Schäden:
Denn dort, wo man des Tages wohnt,
Mit Träumen seine Nacht belohnt,
Zerschnitte man die Lebensfäden.

Es treiben Wolken durch das Blau
Wie unten drunter viele Schiffe. ("so wie darunter"?)
Man sieht den Horizont genau,
Davor gelagert kleine Riffe:

An diesen gurgelt weiß die Gischt,
In der schnell mancher Traum erlischt. (Das kannst du doch auch leicht stolperfrei umformulieren!)

Insgesamt zum denken und träumen anregend - ich glaube, es geht auch nicht so sehr um einen konkreten Urlaubsort, als um einen Rückzugsort, der so mystisch-schön ist, dass er einen fast verschlingen könnte.

Lg Julia

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Hallo Ihr Lieben,

der Text wurde eine kompletten Überarbeitung unterzogen. Damit sollte den meisten der Hinweise Rechnung getragen sein.

Wer auf den Sommerinseln genau schaut, wird einige junge Auswanderer in die Sonne vorfinden, die versuchen, dort ihr Glück zu machen. Es gilt der Lehrsatz: Wer es zuhause nicht packt, schafft es auch anderswo nicht, Ausnahmen bestätigen die Regel. Die vielen Docusoaps im Privatfernsehen tun ihr Übriges.

Daher ist dieses Gedicht auch kein reines Urlaubsgedicht, vielmehr die vielleicht nicht so ganz gelungene Reflexion über einen Traum, aus dem das Aufwachen evtl. härter ist, als man sich das je vorstellen kann, ohne es selbst erlebt zu haben. Und dennoch lebt die Südseeinsel in uns, als ob dort das Eden wäre, in dem wir gerne, wenigstens ein Weilchen, lebten.

Vielleicht scheint das jetzt besser durch und trifft eher auf die Ansprüche des geübten Gedichtelesers. Vielen Dank jedenfalls und einige schöne Sonnentage.

Es grüßt und dankt vielmals

der W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Hallo Walther,

quote:
Jedoch nimmt der, der bleibt, oft Schäden:
Denn dort, wo man im Alltag wohnt,
Mit Träumerein die Nacht belohnt,
Zerschnitte man die Lebensfäden.

ist für mich immer noch etwas kryptisch. Heisst das im wesentlichen Zuhause träumt man nur von solchen Regionen. Dort wird man vom wahren Leben abgeschnitten, wenn man in der Urlaubsregion bliebe?

Dann würde ich zumindest in der letzten Zeile
quote:
Zerschneidet der die Lebensfäden.

schreiben.

LG

Herbert

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Walther
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Hallo HerbertH,

manchmal bringt die Verdichtung das Kryptische mit sich. Alle kritischen Kommentare haben dieses Problem aufgespießt und zugleich die Intention der Strophe richt gedeutet.

In der Tat ist es so, daß einer, der bleibt, sich seine Rückkehr in der Regel abschneidet. Die Berichte darüber sind klar und eindeutig. Das habe ich hier aufgegriffen. Deine Formulierung würde die Sache auch nicht deutlicher machen, aber Dichtung soll ja Raum für die eigene Assoziation geben. Ich habe mich mit dem Thema "Auswanderung" beschäftigt, das ergab sich aus der Geschichte heraus aber auch der familiären Situation, in der viele Junge in die Welt dringen, weil dieses Land und seine aktuelle Führungsschicht sie absichtsvoll und sehr egoistisch um ihre Wohlstandschancen bringt.

Der Preis wird so klar umschrieben, den Preis, den übrigens auch die rüstigen Alten zahlen, die in warme südliche Sphäre umsiedeln und spätestens nach dem ersten Schlaganfall vor dem Nichts stehen.

Letztlich gibt es für dieses Gedicht dann nur das Eingeständnis des Scheiterns. Daher macht die Aufnahme Deines Vorschlags m.E. auch keinen wirklichen Sinn, weil er die Aussage nicht wirklich verdeutlicht, sondern nur Konjunktiv und Indikativ umwandelt. Aber vielleicht stehe ich ja auch nur auf der Leitung.

Danke und lieber Gruß

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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