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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Geschichtsstunde
Eingestellt am 23. 02. 2015 18:23


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Sonntagsschreiber
Hobbydichter
Registriert: Jan 2015

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Hamburg, 1980

(
) „Nach dem Krieg begann die Teilung Deutschlands. Deutschland wurde von den USA, UdSSR, Frankreich und England besetzt. Die Naziregime brachen zusammen. Es gab eine neue politische Verwaltung in den Besatzungszonen. Durch den Ost-West-Konflikt schien es unmöglich, das die USA und die UdSSR nochmal zusammenarbeiteten. Es gab einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft, auch „Kalter Krieg" genannt. „Kalt", da es ein stiller Krieg war. Er wurde nicht mit kriegerischen Waffen gefĂŒhrt, sondern eher auf wirtschaftlicher Ebene. Die USA und die UdSSR lieferten Waffen in die gegenseitige FeindeslĂ€nder. Es folgte eine stille AufrĂŒstung. Durch Spionage fand man heraus, dass die USA eine Atombombe plante. Die UdSSR nutzte die Information und zĂŒndete 1949 die erste Atombombe. Um fĂŒr Schutz zu sorgen, grĂŒndete die USA die UNO, damit man im Falle eines Krieges UnterstĂŒtzung hatte.
Die UdSSR besetzte Gebiete Osteuropas. Von der Seite des Westens sah man einen "Eisernen Vorhang". Man sprach davon, das es eine Art Abschirmung war. So kam es zu einer starken BegĂŒnstigung fĂŒr die AufrĂŒstung der UdSSR.

Schon vor dem 8./9. Mai 1945, am Ende des 2. Weltkrieges, saßen die SiegesmĂ€chte, die „großen drei": Stalin, Roosevelt und Churchill, in Jalta zusammen und planten die Aufteilung Deutschlands.
Ostpreußen wurde mit Königsberg eingegliedert. Die UdSSR ĂŒbertrug die besetzten Ostgebiete an die provisorische polnische Regierung.
Die SiegesmÀchte teilten sich Deutschland auf, Berlin wurde von allen Vieren verwaltet.
In den jeweiligen Besatzungszonen gab es eine MilitĂ€rverwaltung, die fĂŒr die Beschaffung von Strom, Wasser, Lebensmitteln und WohnrĂ€umen zustĂ€ndig war. Durch Zugriff auf deutsche KrĂ€fte (auch ehemalige Mitglieder der NSDAP) konnte dies "in Angriff" genommen werden.

Die Nachkriegsalltag war fĂŒr Kinder, alte und kranke Menschen, sowie arme Stadtmenschen am schwersten. Es waren nicht die MĂ€nner, die Deutschland wieder aufbauten, sondern die Frauen (auch TrĂŒmmerfrauen genannt). Die MĂ€nner waren in Kriegsgefangenschaft, verwundet oder Tod. Der Alltag der Frauen bestand aus Haushalt, Versorgung und den Aufbau Deutschlands, angetrieben mit dem Geld der Amerikaner.
In der Konferenz von Potsdam wurde beschlossen, dass alle aktiv gewesenen Mitglieder der NSDAP aus den öffentlichen Ämtern entfernt wurden, alle demokratischen Parteien in Deutschland erlaubt werden sollten und der Wert auf die Grundlagen der Demokratie basierendes Erziehungswesen gelegt wurde. Außerdem sollte Deutschland als wirtschaftliche Einheit anerkannt werden, soll heißen; gegenseitige UnterstĂŒtzung der Besatzungszonen.
Nachdem man Königsberg besetzt hatte, vertrieb man die Deutschen (oder sie flĂŒchteten). Am Ende hatte man 12 Millionen FlĂŒchtlinge und Vertriebene in Deutschland. Es fehlte Wohnraum und Arbeit, ich musste eine kleine Familie aufnehmen. Die Folgen waren verheerend: 2 Millionen Tote durch Erfrieren. Es gab zahlreiche Verbrechen und grausame Racheakte.
Dann kam es zur Abrechnung mit dem NS-Regime. Es wurde die Ausschaltung des Nazismus und des MilitÀrismus gefordert. Kriegsverbrecher sollten verhaftet und bestraft werden.
Doch selbst schwerste Verbrecher kamen aufgrund eines Persilscheins und der Verschiebung, mit einer milderen Strafe davon. Die NĂŒrnberger Prozesse fanden in NĂŒrnberg statt, dort wo 1935 die NĂŒrnberger Gesetze festgelegt wurden. Hier wurden die HaupttĂ€ter vorgefĂŒhrt.

Um den Wiederaufbau von Westdeutschland und Europa zu unterstĂŒtzen, gab es einen Marshallplan. Der lieferte InvestitionsgĂŒter und Kredite. Die UdSSR untersagte die Teilnahme am Marshallplan, da die freie Marktwirtschaft der Planwirtschaft widersprach"


Unke schaut mich erstaunt an. „Du hast ein fabelhaftes GedĂ€chtnis. Ich werde daraus gleich einen Bericht schreiben." Er reicht mir die Hand. „Vielen Dank. Margret." Ich lege meine alte Hand auf meinen anderen Arm, der auf der Bettdecke ruht. Bevor Unke sich ganz verabschiedet, dreht er sich wieder um. „Und das du mir wieder gesund wirst." Ich nicke ihm zu, doch ich weiß, dass ich ihm diesen Gefallen nicht tun kann. Dennoch konnte ich ihm alles erzĂ€hlen. Mein Herz ist leichter. Sterben? Noch nicht. Aber bald. Die Zeit naht. Der Tod lauert schon.

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rothsten
???
Registriert: Jan 2015

Werke: 11
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Hallo Sonntagsschreiber,

ein paar Korrekturen:

- Sie hießen "SiegeRmĂ€chte".

quote:
Die MĂ€nner waren in Kriegsgefangenschaft, verwundet oder Todtot.

quote:
Doch selbst schwerste Verbrecher kamen aufgrund eines Persilscheins und der Verschiebung, (kein Komma) mit einer milderen Strafe davon.


Deine Text-Idee kann nicht funktionieren. Das Kursive ist eine Erinnerungssequenz Deines ErzĂ€hlers. Was er "erzĂ€hlt", ist jedoch keine persönliche Erfahrung, sondern aus dem Geschichtsbuch vorgelesen. Es besteht daher ĂŒberhaupt keine NĂ€he zwischen dem Sterbenden, der sich kurz vorm Ableben den Krieg von der Seele reden will und dem, was berichtet wird. Das ist alles viel zu abstrakt.

Ich kann es belegen:
quote:
Es fehlte Wohnraum und Arbeit, ich musste eine kleine Familie aufnehmen.

Das ist der einzige persönliche Bezug der ganzen Sequenz! Das reicht nicht. Deine Idee funzte, wenn Du genau hier ansetzt:

- Schildere, wie es ist, seine IntimssphĂ€re mit Fremden teilen zu mĂŒssen.

- Mehr persönliche Erfahrungen, die ein "Von der Seele reden" rechtfertigen, zB der erste Schuss, der erste tote Feind...

Himmel, da sind zig Millionen Greueltaten geschehen, und Dein Prot faselt von Jalta, der Uno und dem Kalten Krieg!? Hat er das alles selbst erlebt?

Ne, sorry fĂŒr meine Deutlichkeit, aber das ist nix.

lg

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