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Leselupe.de > Gereimtes
Gestern rang ich mit dem Tode
Eingestellt am 30. 04. 2010 14:54


Autor
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Penelopeia
Autorenanwärter
Registriert: Nov 2002

Werke: 149
Kommentare: 1964
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Gestern rang ich mit dem Tode

Gestern rang ich mit dem Tode
einer schönen Hoffnung: Du
seiest Diva, Göttin. Dacht’ ich.
Wahrheit ist: Du bist ne Kuh.

Deine Stirne ist nicht griechisch,
ist nicht hoch und rein und weiĂź.
Sie ist einfach voller Pickel,
und beim Denken perlt der SchweiĂź.

Deine BrĂĽste sind nicht Knospen,
straff und fest, stolz ragend auch.
Plötzlich seh’ ich: Mensch, die baumeln!
Und zwar lose ĂĽberm Bauch.

Deinen HĂĽften fehlt die Taille,
deinen Schenkeln jedes MaĂź.
Wenn du läufst, so wirkt’s wie Schleichen.
Hatte ich an so was SpaĂź?

Gestern rang ich mit dem Tode
einer schönen Hoffnung: Ich
glaubte echt, ich sähe alles.
Täuschung war’s, wie fürchterlich!

Nun, zum GlĂĽck: ich rang nicht lange.
Kurz mein Kampf: wie Donnerschlag
oder Blitz schlug mir's ins Hirne:
dass ich dich doch gar nicht mag.


[Edit Zeder: Aus Anonymus auf Penelopeias Wunsch hierher verschoben]





Version vom 30. 04. 2010 14:54
Version vom 04. 05. 2010 08:47
Version vom 09. 05. 2010 23:46

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Das mag fĂĽr "richtige Kerle" ein echter Schenkelklopfer sein, fĂĽr mich klingt dieser Text frauen- und auch altersdiskriminierend (scheint hier in Mode zu kommen).

Ich nehme an, du hast mit gutem Grund die Anonymität für deinen Auftritt gewählt, wohl wissend, dass so etwas (jenseits Komischer Lyrik) nicht in Ordnung ist. -

Im Übrigen möchte ich anmerken, dass Hoden, die bis in die Kniegelenke hängen, ebenfalls keinen "schönen" Anblick bieten.

Formal ist dir die letzte Strophe misslungen:

quote:
Ach, ich rang nicht lange,
eher kurz wie Donnerschlag
oder Blitz fuhr’s mir ins Hirne:
dass ich dich doch gar nicht mag.
"Donnerschlag" bedarf eines Artikels und das Metrum ist nicht das Wahre ...

Heidrun

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Joneda
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2002

Werke: 270
Kommentare: 633
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Liebe Heidrun,

wir altern alle,
und wer sich über seinen Körper definiert,
oder Liebe über den Körper,
wird irgendwann
wahnsinnige Schwierigkeiten bekommen
und ich vermute eher
hinter dem Schreiberling
einen,
der schon damit Schwierigkeiten hat.
Du siehst,
es will ja nicht mehr funktionieren,
körperliche Liebe zu abstrahieren
vom Geist.

Ich sehe es als eine Persiflage
auf sich selber,
als Humor, Satire,
weil es doch etwas unweigerlich Geschehenes ist
zu altern, wenn man altert ;-)

HDL
Joneda
__________________
Das Leben ist voller Wunder.

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Penelopeia
Autorenanwärter
Registriert: Nov 2002

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Liebe Heidrun,

nimm den Text nicht so ernst! Ich bin kein Chauvi und selbst im "Alterungsprozess". Schenkelklopfer lehne ich zwar nicht grundsätzlich ab, hatte aber einen solchen nicht ausdrücklich im Sinn. Es geht doch hier ganz eindeutig um ein bisschen Effekthascherei, um das Spiel mit dramatischen Worten, die sich plötzlich auf eine kleine, dumme Illusion bzw. die eigene Blindheit beziehen. Ich denke, der Zeilenumbruch nach dem ersten "Du", dazu der Endreim der ersten Strophe, sind nicht ganz unwitzig.

Zur letzten Strophe:

Ach, ich rang nicht lange,
eher kurz wie Donnerschlag
oder Blitz fuhr’s mir ins Hirne:
dass ich dich doch gar nicht mag.

Wieso bedarf "Donnerschlag" eines Artikels, was ist schief am Metrum? "Das Wahre" dürfte es ohnehn nicht geben, das wäre Gottes Beitrag. Man könnte statt des schwer zu sprechenden "fuhr's" auch "schlug's" schreiben, das mag sein.

A.

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

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Mon chèr,

das ist famos; vor allem der einleitende IrrefĂĽhrer

quote:
Gestern rang ich mit dem Tode
einer schönen Hoffnung: Du
klingt von klassischer Eleganz!

Allein hier hast Du ein Silbchen zu viel des Guten verschĂĽttet:
quote:
Deinen HĂĽften fehlt die Taille,
deinen Schenkeln jedes MaĂź.
Wenn du läufst, so wirkt’s wie Schleichen.
Wieso hatte ich an so was SpaĂź?

So schreibt nur einer.

Beste GrĂĽĂźe, Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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revilo
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Hallo, ich gebe Dir Recht: Hier in der LL gibt es einen Mainstream, in dem Du schreiben kannst, was Du willst: Der Erfolg ist Dir gewiss. Bürstest Du gegen den Scheitel, so sieht die Sache anders aus.Mir gefällt Dein Gedicht: Es ist " anders " kraftvoll und ausdrucksstark. Es klingt ein wenig wie ein geadelter Bukowski. Schreib bloß weiter so und trau Dich vor allen Dingen aus Deiner Deckung. Nix mehr anonym. Stell Dich der Kritik, sei ein Mann oder eine Frau. Meine Unterstützung hast Du................
LG revilo

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