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Leselupe.de > Kindergeschichten
Gestrandet
Eingestellt am 26. 06. 2002 21:17


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Eilan
Festzeitungsschreiber
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Das erste was Marlon h├Ârte, war das Rauschen des Windes und das Schlagen der Wellen.
Die Luft roch nach Meer. Wasser umsp├╝lten seinen K├Ârper und er wurde von einem Husten gesch├╝ttelt. Ein Schwall von Salzwasser schoss aus seinem Mund. Seine Lunge brannte wie Feuer. Bei jedem Husten verliess wieder ein wenig von dem salzigen Wasser seinen K├Ârper.
Er konnte nichts sehen. Seine Augen waren verklebt von Salzwasser und Sand.
Durst.
Langsam versuchte er sich zu bewegen. Es war so ungewohnt und jeder Teil seines K├Ârpers tat ihm weh. Vorsichtig tastete er mit einer Hand zum Kopf und kratze die Krusten die sich um die Augenr├Ąnder gebildet hatten ab. Schmerzlich zuckte er zusammen, als er sich dabei einige Wimperh├Ąrchen ausriss.
Er ├Âffnete die Augen und blinzelte vom grellen Licht geblendet. Dann endlich sah er etwas. Sandstrand, Palmen und Meer soweit sein Auge reichte.
Wieder dieser qu├Ąlende Durst.
M├╝hsam versuchte er aufzustehen. Er rappelte sich auf und taumelte auf eine Palme zu.
Schreie...pl├Âtzlich h├Ârte er Schreie in seinem Kopf. Verzweifeltes Rufen. Das Tosen des Sturms. Das Aufschlagen der herunterlassenden Rettungsboote. Das Brausen des Windes. Ein Kind das weinend nach seiner Mutter rief. Das unheilvolle Aufklatschen des riesigen Wellenberges.
Wendy!
Wo war Wendy?! Er wusste noch genau, dass er sie an der Hand gepackt hatte, bevor sie von einer hohen Woge ├╝ber Bord gesp├╝lt worden waren. Doch an das was danach geschehen war konnte er sich nicht mehr erinnern.
„Wendy!“ schrie er und brach ersch├Âpft zusammen.


Josh Stone, Marlons Vater, war im Krieg gestorben. Seine Frau Christina beschloss nach dem sie von seinem Tode erfuhr, mit ihren zwei Kindern; Marlon und seiner kleinen Schwester Wendy zu ihren Verwandten nach Amerika zu ziehen.
Als sie an Bord des Schiffes stiegen, das sie alle nach Amerika bringen sollte, und beim Auslaufen, ein letztes Mal auf ihre Heimat zur├╝ckblickten, ahnten sie nicht, dass sie Amerika nie erreichen w├╝rden.
Nach drei Tagen auf See, wurde das Meer unruhig. Und am Abend des vierten Tages brach ein Gewitter heran. Es blitzte und donnerte. Der Wind fegte alles was nicht niet- und nagelfest war ├╝ber die Planken ins tosende Meer. Unter den Passagieren an Bord, breitete sich Unruhe aus. Der Kapit├Ąn des Schiffes war durch eine Nahrungsmittelvergiftung ans Bett gefesselt und die H├Ąlfte der Mannschaft war zum ersten Mal auf hoher See.
Die meisten wussten nicht was zu machen war und irrten ratlos herum. Die erfahrenen Matrosen machten die Rettungsboote bereit, f├╝r den Falle eines Falles.
Einige der M├Ąnner sassen hinter dem Steuerrad und versuchten das Schiff so gut es ging durch den Sturm und die Wellenberge zu lenken.
Der Regen erschwerte dies zunehmend. Deshalb sahen sie das Riff erst als es schon zu sp├Ąt war. Wasser drang ins Schiff ein. Es w├╝rde sinken, das war sicher. Die Passagiere gerieten in Panik. Eiligst versuchten die Mannschaftsmitglieder die Passagiere zu beruhigen, was ihnen nur teilweise gelang. Schwimmwesten wurden ausgeteilt. Die Rettungsboote bis auf den letzten Platz besetzt und zu Wasser gelassen. Und sogleich dem Spiel der Wellen ├╝bergeben.
In dem grossen Menschengew├╝hl suchte und rief Christina verzweifelt nach ihren Kindern. Doch diese konnten sie durch das tosen des Sturmes nicht h├Âren.
Marlon griff nach Wendys Hand und zerrte sie auf eines der Rettungsboote zu. Doch bevor sie es erreichten wurden sie von einer riesigen Woge ├╝ber Bord gerissen. Christina sah nur noch wie ihre Kinder im tobenden Meer verschwanden.


So schnell sie konnte lief Wendy dem Strand entlang.
Wo bin ich, und wo ist Marlon? Fragte sie sich die ganze Zeit.
Immer wieder stolperte sie ├╝ber Kisten und Teile des Schiffes, die vom Meer angeschwemmt wurden. Tr├Ąnen liefen ihr ├╝bers Gesicht.
Nicht weinen! Befahl sie sich. Grosse M├Ądchen weinen nicht. Doch die Tr├Ąnen rollten ihr trotzdem ├╝ber die Wangen.
Vor einigen Tagen war sie zehn geworden. An dem Tag hatte ihnen Mutter verk├╝ndet, dass sie nach Amerika gehen w├╝rden. Zu Verwandten die dort lebten.
Mutti wo bist du jetzt...ich brauch dich! Dachte sie verzweifelt.
Da stolperte sie wieder ├╝ber etwas hartes. Sie st├╝rzte und schlug sich dabei das Knie an einem scharfen Gegenstand auf. Einer Muschel die doppelt so gross war wie die Hand eines Erwachsenen.
Wendy schrie auf und hielt sich das blutende Knie.
Erst jetzt sah sie ├╝ber was sie gestolpert war. Es war Christinas Koffer. Sie erkannte den verbeulten Lederkoffer ihrer Mutter.
Sie wollte schon ihre Hand danach ausstrecken, als sie von weitem ihren Namen rufen h├Ârte.
Das war doch Marlon...! „Marlon! Ich bin hier!“ schrie sie und rannte in die Richtung aus der das Rufen gekommen war.

Hallo Marlon. Wie aus dem Nichts tauchte in all der Dunkelheit eine helle Gestalt auf. Mutter? Bist du es? Die Frau lachte. Ja sicher bin ich es. Wen hast du denn erwartet? –Ich weiss nicht. Marlon wurde verlegen. Aber wie hast du mich denn gefunden? Die Frau schmunzelte. Ich bin in deinen Gedanken. -In meinen Gedanken? Heisst das du bist nicht real? Jetzt war er verwirrt und auch entt├Ąuscht. Denn es war nicht wirklich seine Mutter die vor ihm stand. Sie war nur eine T├Ąuschung. Ein Trugbild. Sie war nicht wirklich da. Was heisst f├╝r dich real? Ich bin bei dir, aber nicht im wirklichen Sinne, sondern in Gedanken. Meinst du das mit nicht real? Ihre Augen bekamen einen traurigen Ausdruck. Ja das habe ich damit gemeint. Denn wenn es real w├Ąre, dann k├Ânnte ich dich anfassen, dich umarmen. Marlon streckte seine Hand nach ihr aus, doch da war nichts. Er konnte seine Hand gar nicht sehen. Das musste alles nur ein Traum sein. Ein sch├Âner Traum.
„Marlon. Marlon wach auf!“ drang von unendlich weiter Ferne eine Stimme zu ihm. Die Stimme kam ihm so vertraut vor. Wendy? Ich muss dich jetzt verlassen Marlon. Denn deine Schwester braucht dich jetzt mehr als ich. Ich liebe dich. Sie l├Ąchelte ihn an und drehte sich um. Mutter so warte doch! Rief er ihr verzweifelt nach, doch sie war schon in der Dunkelheit verschwunden. Ich liebe dich auch. Fl├╝sterte er. „Marlon so wache doch endlich auf!“
Langsam verschwand der dunkle Schleier vor seinen Augen und er nahm verschwommen das Gesicht seiner Schwester war. „Wendy?“ Ihr Gesicht wurde klarer, dann konnte er sie wieder richtig sehen. „Marlon! Na endlich!“ Sie umarmte ihn st├╝rmisch. „Wo sind wir?“ Fragte er sie und befreite sich aus ihrer Umarmung. Er sah dass er unter einer Palme im Sand lag. Da viel ihm wieder alles ein. „Wir sind auf einer Insel!“ Hastig versuchte er sich aufzurichten. Doch sogleich wurde ihm wieder schwindlig und schwarz vor den Augen. Es dauerte einen Moment bis er wieder sehen konnte. Seine Kehle war wie ausged├Ârrt und seine Zunge klebte ihm am Gaumen. Und seine Lippen waren so trocken, dass er das Gef├╝hl hatte als w├╝rde er mit der Zunge ├╝ber ein zerfetztes Blatt lecken. „Ja ich denke auch dass wir auf einer Insel sind. Aber k├Ânnte es nicht m├Âglich sein, dass wir uns an der amerikanischen K├╝ste befinden, von der Mutti uns so vorgeschw├Ąrmt hatte?“ Fragte sie mit einem Anflug von Hoffnung. „Ich weiss es
nicht...es k├Ânnte sein. Dann w├Ąre hier in der n├Ąhe sicher ein Haus.“ Er lehnte sich an die Palme die ihm notd├╝rftig Schatten spendete. „Wir k├Ânnen doch rufen...vielleicht h├Ârt uns jemand.“ Meinte Wendy hoffnungsvoll. „Zuerst suchen wir mal Wasser. Sonst verdurste ich.“ Marlon zog sich am Stamm der Palme hoch und versuchte zu stehen. Seine Knie drohten ihm nachzugeben, doch er biss die Z├Ąhne zusammen und liess die Palme los. Wenn Wendy ihn nicht im letzten Moment festgehalten h├Ątte, w├Ąre er zusammengesackt. „Warte ich helfe dir. St├╝tz dich auf mich, dann geht es vielleicht.“ Sie fasste ihm um die Taille und er hielt sich an ihr fest. So liefen sie in Richtung Inselinneres. Sie kamen jedoch nur langsam voran. Und stolperten eher als dass sie gingen.
Marlons Blick begann sich schon wieder zu verschleiern und er stolperte beinahe blind weiter.
Die Palmen verschwammen vor seinen Augen und er konnte nur noch schemenhaft ihre Umrisse wahr nehmen. „Pass auf!“ schrie Wendy. Beinahe w├Ąren sie gegen einen Stamm dieser Palmen gelaufen. „Ich sehe nichts mehr...!“ st├Âhnte Marlon verzweifelt. Er sank auf die Knie und hielt sich den Kopf. Hinter seinen Augen stach ihn ein Schmerz wie Nadeln. „Es tut so weh!“ schrie er. „Was hast du denn...was ist mit deinen Augen? Wieso kannst du nichts mehr sehen?!“ fragte sie dem Weinen nahe. „Ich habe solchen Durst. Ich brauche Wasser sonst sterbe ich noch!“ fl├╝sterte er. „ Warte ich hole dir welches!“ Und schon st├╝rzte sie davon. „Nein warte, du kannst da nicht alleine hinein.“ Wollte er ihr hinterher rufen, doch er brachte nur ein schwaches kr├Ąchzen hervor. Nein geh da nicht hinein, es ist zu gef├Ąhrlich! Rief er im Stillen. Doch seine Schwester war schon in den dichten Str├Ąuchern im Urwald verschwunden. Ohne dich sterbe ich doch so oder so. Dachte er und h├Ątte geweint, wenn er dazu in der Lage gewesen w├Ąre. Doch er brachte nur ein trockenes Schluchzen zustande.

Ich schaffe es. Ich werde Wasser finden! Sprach Wendy sich zu. Wenn nicht, dann stirbt Marlon. Ich muss es einfach schaffen! Sie lief noch schneller und immer geradeaus. Denn sie wollte sich nicht verlaufen. Denn dann w├Ąre es aus f├╝r Marlon. Aber wo finde ich hier Wasser? Fragte sie sich verzweifelt. Wie war das schon wieder mit dieser Rute aus einem bestimmen Holz, mit der man angeblich Wasser aufsp├╝ren kann? Ihr Vater hatte ihr einmal von so einer Rute erz├Ąhlt, als sie im Wald spazieren waren, als er noch lebte. Da kamen ihr Tr├Ąnen. Ihr Vater war tot, und wenn sie nicht bald Wasser fand w├╝rde sie auch noch Marlon verlieren. Nein! Ich will nicht dass er stirbt! Da stolperte sie pl├Âtzlich ├╝ber eine dicke Baumwurzel die aus dem Boden ragte. Sie fiel hin und landete mit dem Gesicht auf feuchtem schlammigem Boden. Der Boden war feucht! Dann musste hier in der N├Ąhe auch Wasser sein. Und da h├Ârte sie leises Rauschen von Wasser. Wasser! Sie rappelte sich auf und st├╝rzte in die Richtung aus der das Rauschen kam. Sie nahm keine R├╝cksicht auf Wurzeln und Gestr├╝pp. Sie rannte einfach auf das Wasser zu, dessen Rauschen immer st├Ąrker anschwoll. St├╝rzte durch ein Geb├╝sch und w├Ąre beinahe in den kleinen See gefallen, wenn sie nicht in aller letzten Sekunde noch gebremst h├Ątte.
Sie stand am Ufer eines Sees und vor ihr donnerte ein Wasserfall von einer mit Gestr├╝pp und allen m├Âglichen Pflanzen ├╝berwucherten Felswand.
Das Wasser war so klar wie ein Spiegel und der Fall des Lichtes liess alles verzaubert wie in einem M├Ąrchen erscheinen. Wendy liess sich hingerissen von der Sch├Ânheit dieses Ortes auf den Boden gleiten und staunte ├╝ber die sch├Ânen Pflanzen und Blumen die am Ufer des Sees wuchsen und die vielen kleinen und grossen Fische die sich unter der spiegelnden Oberfl├Ąche tummelten. Da fiel ihr pl├Âtzlich wieder ein, wieso sie sich hier befand. Marlon!
Aber wie sollte sie das Wasser zu ihm bringen? Sie hatte keine Gef├Ąss dabei, das sie damit h├Ątte f├╝llen k├Ânnen. Sie schaute sich suchend nach etwas um was sie mit Wasser f├╝llen k├Ânnte.

Fortsetzung folgt...
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Das Licht findest du in der Dunkelheit

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Eilan
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Fortsetzung folgt...

Marlon kam es vor, als w├╝rde er schon seit einem Tag an dieser Stelle liegen, obwohl es erst Stunde seither sein konnte. Das atmen viel ihm immer schwerer, was nicht nur daran lag, dass hier ein tropisches Klima herrschte und die Luft schw├╝l und feucht war. Er hatte m├╝he damit
nicht in einen Wachtraum zu fallen, sein Bewusstsein zu verlieren. Er fing im Kopf an zu z├Ąhlen um nicht verr├╝ckt zu werden. 1, 2, 3, 4....18, 19...Manchmal vielen ihm pl├Âtzlich die Zahlen nicht mehr ein, so dass er sie einfach ├╝berspringen musste. ...73, ?,78,79...Marlon konnte einfach nicht glauben, dass er einige Zahlen nicht mehr wusste. Reiss dich zusammen! Befahl er sich und z├Ąhlte weiter. Er war schon bei 165 angelangt, als er Schritte h├Ârte. Wendy ist zur├╝ck. Er atmete erleichtert auf. Jetzt w├╝rde alles gut werden. Eine Hand fasste nach ihm. „Wendy? Hast du Wasser gefunden?“ wisperte er. Doch er erhielt keine Antwort. Er sp├╝rte nur, wie jemand seinen Arm umfasste und ihn ├╝ber den sandigen Boden schleifte. „Wendy, bist du das?“ fl├╝sterte er. Kein Laut war zu h├Âren ausser dem Schleifen seines eigenen K├Ârpers. Das war nicht Wendy. Sie h├Ątte nicht die Kraft dazu gehabt. Mutter wo bist du? Hilf mir! Doch alles blieb schwarz. Seine Mutter war nicht bei ihm. Hast du mich denn vergessen?! Schrie er in Gedanken. Dann verlor er das Bewusstsein.

„Marlon wo bist du?“ rief Wendy. Doch Marlon war nicht mehr an der Stelle an er gelegen hatte. Ich muss mich verlaufen haben. War der erste Gedanke der ihr durch den Kopf ging. Aber sie war sich so sicher gewesen, dass sie in die selbe Richtung zur├╝ck lief, auf der sie gekommen war. Sie hockte sich auf den Boden und vergrub ihr Gesicht in den H├Ąnden. Still weinte sie vor sich hin, ein grosses gr├╝nes Blatt neben sich, dass die Form eines Schiffes hatte und bis zum Rand mit Wasser gef├╝llt war. Alles ist umsonst. Ich werde ihn nie finden. Und ohne Wasser wird er sterben! W├Ąren wir doch bloss Zuhause in England geblieben! Sie liess die H├Ąnde sinken und starre durch einen Tr├Ąnenschleier zwischen den Palmenst├Ąmmen hindurch aufs Meer. Das gar nicht mehr so nahe schien. Ich habe Marlon gefunden und gleich wieder verloren. Dachte sie bitter. Erst jetzt sp├╝rte sie, dass sie durst hatte. Sie wischte sich die Tr├Ąnen weg und griff nach dem Blatt. Als sie einen Schluck daraus trank, fiel ihr Blick auf den Boden vor sich. Was ist denn das? Am Boden waren deutlich Schleifspuren zu sehen. Marlon war doch hier gewesen! Vorsichtig stellte sie das Blatt neben sich und stand auf. Die Spur f├╝hrte zwischen einem Geb├╝sch neben einem Baum hindurch. Wendy nahm das Blatt ohne darauf zu achten, ob sie Wasser versch├╝ttete, und lief der Spur hinterher. Die sie zu Marlon f├╝hren w├╝rde. Ein kalter Schauer lief ihr den R├╝cken hinab, als sie sich fragte wer ihren Bruder ├╝ber den Boden geschleift hatte. Er selbst sicher nicht. Angst befiel sie, doch sie folgte weiterhin der Spur.

Wasser. Das erste was Marlon sp├╝rte war, dass ihm jemand den Mund aufhielt und Wasser hineinrinnen liess. „Mehr.“ Fl├╝sterte er, als nur noch einige Tropfen in seinen Mund fielen.
Jemand streichelte ihm sanft die Haare aus der Stirn. „Wer bist du?“ Fl├╝sterte er. Ein leises melodisches Lachen war die Antwort darauf. Ein M├Ądchen. Im fiel pl├Âtzlich ein, dass er die Augen geschlossen hielt. Er ├Âffnete sie langsam, in Angst er k├Ânne blind sein und alles bliebe schwarz. Doch seine Angst war ├╝berfl├╝ssig, denn als er die Augen ├Âffnete sah er das M├Ądchen das sich ├╝ber ihn beugte. Sie l├Ąchelte ihn an und ihre dunkelbraunen Augen gl├Ąnzten. Langes dunkelblondr├Âtliches Haar umrahmte ihr Gesicht. Und ihr Gesicht war verziert mit Tausenden von Sommersprossen. „Hi.“ Er l├Ąchelte. Sie lachte und war aus seinem Blickfeld verschwunden. Wieso spricht sie nicht? Er st├╝tzte sich auf und versuchte aufzustehen. Er schaffte einige Schritte, da wurde ihm mit einem Mal kotz├╝bel und er ├╝bergab sich. Er sch├Ąmte sich, weil er in Gegenwart des M├Ądchens hatte erbrechen m├╝ssen. Da kniete er vor seinem eigenen Erbrochenen mit gesenktem Kopf und kam sich so unbeholfen vor.
Da streckte ihm eine Hand ein paar Bl├Ątter entgegen. Was soll ich mit den Bl├Ąttern? Er sah fragend zu dem M├Ądchen auf. Diese wies ihm in Gesten er solle die Bl├Ątter kauen und verschwand in einer H├╝tte aus ├ästen und Palmenbl├Ąttern. Marlon schaute sich ein wenig genauer um. Er war auf einer Lichtung und vor ihm stand die H├╝tte in der das M├Ądchen verschwunden war. Neben der H├╝tte hatte es ein kleines Gehege aus St├Âcken und ├ästen, die
mit Schn├╝ren aus Pflanzenfasern zusammengebunden waren. Darin entdeckte er zwei H├╝hner...Perlh├╝hner wahrscheinlich. Eines d├Âste vor sich hin und das andere scharrte in der Erde und pickte einen Graskeim heraus. Das M├Ądchen nicht wieder aus der H├╝tte herausgekommen. Was macht die dort so lange? Neugierig ging er auf die H├╝tte zu. Von nahem sah sie viel gr├Âsser aus, als f├╝r das er sie gehalten hatte. Das zweite Perlhuhn war aufgewacht und sah ihn aus seinen kleinen Augen misstrauisch an. Und begann leise zu glucksen.
Da streckte das M├Ądchen den Kopf zur T├╝r heraus. Sie lachte und verschwand wieder im Innern der H├╝tte. Vorsichtig streckte Marlon den Kopf hinein und war erstaunt dar├╝ber, wie es im Innern aussah. An einer Wand stand eine Holzkiste auf der ein Kerzenhalter mit einem Kerzenstummel stand. Daneben befand sich ein Nachtlager. Eine Matratze aus Bl├Ąttern mit einer Wolldecke darauf, die schon ziemlich mitgenommen aussah. Genauso wie die Puppe, die darauf lag.

Weiter kam ich bis jetzt noch nicht... da mir die Ideen zu einer Fortsetzung ausgegangen sind...:0( Der Tod jedes Schriftstellers!
W├Ąre sch├Ân, wenn ihr vielleicht einige Einf├Ąlle auf Lager h├Ąttet...:0)

Lg
Eilan
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