Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂĽssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92211
Momentan online:
259 Gäste und 13 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Gewalt
Eingestellt am 18. 05. 2003 15:35


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
JennyP.
Hobbydichter
Registriert: Nov 2002

Werke: 16
Kommentare: 12
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um JennyP. eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Gewalt auch um Trivialitäten

Eigentlich ein ganz gewöhnlicher, sonniger Tag.
Feste Handschuhe, eine mit Disteln gefüllte große Tüte und ein Taschenmesser habe ich dabei. Futter für mein Haustier war ich sammeln. Ich habe genug und will nach Hause, doch eine Gruppe Jugendlicher im gleichen und höheren Alter versperrt mir den Weg. Sie steht auf einer Brücke (der einzige Fluchtweg). Ein Mädchen sitzt auf einem großen braunen Pferd. Sie sieht mich düster an. Was soll schon passieren? Nie zuvor wurde ich Opfer eines Angriffs. Warum sollten ein paar Jugendliche mir etwas anhaben können? Aber sie sind nicht so guter Laune, wie ich es erhofft hatte stumm versuche ich mich mit gesenktem Blick an ihnen vorbei zu stehlen. Ich will nicht provozieren oder unhöflich wirken. Vielleicht werden sie ungeachtet mit ihrer Unterhaltung fortfahren? Doch nein. Das, mir unheimliche, Mädchen reitet mit dem Pferd auf mich zu und versperrt mir den Weg. Mit schroffem Ton fragt sie, was ich bei mir habe. Sie behauptet, ich hätte des Putzzeug des Pferdes gestohlen. Warum wohl sonst hätte ich so eine große Tüte bei mir? Ich versichere ihr höflich, dass ich damit nichts zu tun habe. Sie glaubt mir nicht und wird wütend. Die anderen Jugendlichen kommen auf mich zu und fangen an, mich bösartig zu beschimpfen. Sie stellen sich um mich herum auf und packen mich schroff an den Armen.
Die Angst durchfährt meinen ganzen Körper. Hitzewallung steigt in mein Gesicht. Ich stehe völlig steif und schutzlos und versuche krampfhaft nachzudenken, wie ich aus dieser Situation wieder herauskommen könnte. Ausweglos.
Sie drücken mich gegen das Brückengeländer und wühlen in meinen Sachen. Immer wieder und wieder beschuldigen sie mich des Diebstahls und beschimpfen mich. Sie finden mein Taschenmesser.
Ich habe das GefĂĽhl, mein Herz bleibe stehen. Jetzt nur keine Angst zeigen. Das wĂĽrden sie schamlos ausnutzen. Sie klappen das Messer auf und fuchteln damit wirr durch die Luft.
„Bitte nicht!“, schreie ich stumm in mich hinein. Die Angst scheint mich zu übermannen. Was, wenn sie damit auf mich losgehen? Ich bereue still meinen Ausflug und das, dass ich ein Messer bei mir trage. Alle Hoffnung verlässt mich. Ich versuche meine Angst zu unterdrücken, doch es hilft nicht. Sie versuchen mich weiter anzupöbeln und wollen mir mit dem Messer Angst einjagen.
Sie haben es geschafft,
Doch da! Einer der Jugendlichen setzt sich durch. „Lasst sie gehen! Sie hat das Putzzeug nicht.“ Trotz das er einer von ihnen ist, scheint er mein erbarmungsvoller Retter zu sein.
Sie fangen an sich zu streiten und geben mir die Schuld an allem. Widerwillig geben sie mir nach einem Moment alles zurück und befehlen mir zu verschwinden. Das Mädchen auf dem Pferd schreit mir hinterher, „was willst du mit den scheiß Disteln? Bist du bescheuert?“
Meine Antwort versteht sie nicht mehr.

__________________
wĂĽrde mich ĂĽber Kommentare und jedwede Kritik freuen.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


jon
Foren-Redakteur
Fast-Bestseller-Autor

Lektor
Registriert: Nov 2000

Werke: 147
Kommentare: 6206
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um jon eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Der Text klingt wie selbst erlebt – das ist gut.

Die Ăśberschrift ist falsch: Diebstahl ist nicht trivial, auch nicht, wenn es "nur" um Pferdeputzzeug geht. "Gewalt" reicht als Ăśberschrift.


Gewalt auch um Trivialitäten

Eigentlich ein ganz gewöhnlicher, sonniger Tag.
Feste Handschuhe, eine mit Disteln gefüllte große Tüte und ein Taschenmesser habe ich dabei. Futter für mein Haustier …muss man wissen, was für ein Haustier Disteln frisst? war ich sammeln. Ich habe genug und will nach Hause, doch eine Gruppe Jugendlicher im gleichen und höheren Alter unglückliche Formulierung
versperrt mir den Weg. Sie steht auf einer Brücke (der einzige Fluchtweg) Klammern meiden – nur für Übersetzungen o.Ä. verwenden / Noch ist Flucht ja nicht nötig / Vorschlag: Sie versperren den Weg. . Ein Mädchen sitzt auf einem großen braunen Pferd. Sie sieht mich düster an. Was soll schon passieren? Nie zuvor wurde ich Opfer eines Angriffs. …und warum vermutest du jetzt einen kommen? Warum sollten ein paar Jugendliche mir etwas anhaben können …weil es mehrere sind. – Du meinst sicher: Warum sollten sie mir etwas tun wollen?? Aber sie sind nicht so guter Laune, wie ich es erhofft hatte hatte. Stumm stumm versuche ich mich mit gesenktem Blick an ihnen vorbei zu stehlen. Ich will nicht provozieren oder unhöflich wirken. Vielleicht werden sie ungeachtet mit ihrer Unterhaltung fortfahren? Doch nein. Das, mir unheimliche, Mädchen reitet mit dem Pferd …womit sonst? auf mich zu und versperrt mir den Weg. Mit schroffem Ton fragt sie, was ich bei mir habe. Sie behauptet, ich hätte des Putzzeug des Pferdes gestohlen. Warum wohl sonst hätte ich so eine große Tüte bei mir? Ich versichere ihr höflich, dass ich damit nichts zu tun habe. Sie glaubt mir nicht und wird wütend. Die anderen Jugendlichen kommen auf mich zu und fangen an, mich bösartig zu beschimpfen. Sie stellen sich um mich herum auf und packen mich schroff an den Armen.
Die Angst durchfährt meinen ganzen Körper. Hitzewallung unglücklich in diesem sonst schönen Absatz. Vorschlag: „Hitze steigt in mein Gesicht."steigt in mein Gesicht. Ich stehe völlig steif und schutzlos und versuche krampfhaft nachzudenken, wie ich aus dieser Situation wieder herauskommen könnte. Ausweglos.
Sie drücken mich gegen das Brückengeländer und wühlen in meinen Sachen. Immer wieder und wieder beschuldigen sie mich des Diebstahls und beschimpfen mich. Sie finden mein Taschenmesser.
Ich habe das Gefühl, mein Herz bleibe „bliebe“ oder „bleibt“ stehen. Jetzt nur keine Angst zeigen. Das würden sie schamlos ausnutzen. …wofür ausnutzen? Sie haben sie doch schon in der Mache… Sie klappen das Messer auf und fuchteln damit wirr .Meinst du: „…fuchteln wild…“ ?durch die Luft.
„Bitte nicht!“, schreie ich stumm in mich hinein. Die Angst scheint mich zu übermannen. …das hat sie doch schon! Die Angst ist doch schon da. Meinst du: "Die Angst scheint mich zu lähmen/ ersticken…"?Was, wenn sie damit auf mich losgehen …mit der Angst?? Ich bereue still meinen Ausflug und das das "das," streichen, dass ich ein Messer bei mir trage. Alle Hoffnung verlässt mich. Ich versuche meine Angst zu unterdrücken, doch es hilft nicht. Sie versuchen mich weiter anzupöbeln …und was hindert sie daran? Sie versuchen es ja nur… und wollen mir mit dem Messer Angst einjagen.
Sie haben es geschafft, PUNKT
Doch da! Einer der Jugendlichen setzt sich durch. …das würde bedeuten, dass mehrere versucht haben, dem Treiben Einhalt zu gebieten und sich jetzt dieser eine durchsetzt. Wenn das so gemeint ist, muss das auch so erwähnt werden. „Lasst sie gehen! Sie hat das Putzzeug nicht.“ Trotz das „Obwohl“ statt "Trotz dass" er einer von ihnen ist, scheint er mein erbarmungsvoller Retter zu sein. …also ist er doch keiner von ihnen…
Sie fangen an sich zu streiten und geben mir die Schuld an allem. Woran? Das wär doch interessant, wie die vom Putzzeug zur Arbeitslosigkeit der Eltern gelangen! Widerwillig geben sie mir nach einem Moment alles zurück Warum tun sie's überhaupt? Wieso lassen sie's nicht einfach fallen oder – was ich noch eher verstünde – werfen es ins Gelände? und befehlen mir zu verschwinden. Das Mädchen auf dem Pferd schreit mir hinterher, „was hinterher: "Was willst du mit den scheiß Disteln? Bist du bescheuert?“
Meine Antwort versteht sie nicht mehr.

__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂĽck zu:  Essays, Rezensionen, Kolumnen Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!