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Leselupe.de > Ungereimtes
Gezeter mehr
Eingestellt am 12. 06. 2019 15:54


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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1570
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Gezeter mehr

Mag kein gezeter mehr
keine platzenden gehör
gÀnge keine end
los schleifen

Will tat & tun will
willen nicht un
willen

Sprich die losung zieh
lose nimm lösungs
mittel löse auf löse
dich auf

mich auf:
kein gezeter
mehr

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Lieber Walther,

ein verstÀndlicher Wunsch.

löse dich auf mich auf

Da muss ich ein bisschen nachdenken.

Behutsam wie ich nun mal bin, denke ich mir, dass DU soll sich in Hinblick auf das Gezeter dem stĂ€ndig Angegriffenen gegenĂŒber auflösen. Also hier wird keine Person aufgelöst, sondern das Verhalten einer Person soll sich auflösen.

So lese ich diesen Deinen Text und die schönen Wortschnörkel von Losung bis Lösung gefallen mir wie ĂŒberhaupt Deine FĂ€higkeit spielerisch mit Sprache umzugehen.

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Walther
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Hi Vera-Lena,

danke fĂŒr reinspĂŒren. es gibt eine verhakung von ich und du, die man mit allen mitteln "auflösen" will. man kann es/sich nicht mehr hören.

danke fĂŒr deine begleitung des texts und die schöne wertung!

lg W.


__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Mondnein
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Werke: 730
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quote:
diese art von dekonstruierter poesie bedeutet arbeit fĂŒr den leser


Gewiß, Walther.

Vor allem fĂŒr Leser, die noch ĂŒben, die hin- und herspringen mĂŒssen zwischen dem analytischen "Dekonstruieren" der Zeichenreihen und den synthetischen "Rekonstruktionen" in Erwartungsrichtung - und dann wird kompliziert, weil Musik und Sprachen nun mal kontrapunktisch mit den Erwartungsspannungen umgehen -
fĂŒr die bedeutet es Arbeit, die Dekonstruktionsmelodien zwischen den Re- und Versuchs-Konstruktionen im KurzzeitgedĂ€chtnis festzuhalten.

Aber andererseits - und das ist entscheidend! - kommt ein klanglich bewußt gestaltetes Gedicht der musikalischen Polyphonie von vielen Seiten entgegen, der Leser weiß gar nicht, welche der ausgestreckten HĂ€nde er zuerst schĂŒtteln soll, es ist der reinste Geburtstag.

So geht es mir mit diesem Leckerbissen-Imbiß-Satura-Teller. Schon auf der KlangoberflĂ€che schön ists, -
und, nun ja, modern ist der musikalische Umgang mit Sprache, das "Dekonstruieren" und Neuaufbauen in mehreren Dimensionen, seit ĂŒber hundert Jahren. So, wie Johann Sebastian Bach zu Mendelssohns Zeiten modern war.

Kurz: Ich liebe die feine MusikalitÀt dieses Gedichts, sehr!,

grusz, hansz


__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

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Walther
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lb Hansz,

danke, daß du auf das klangliche hingewiesen hast. das ĂŒberliest man schnell. dabei spielt der ton, der die musik macht, in der lyrik eine große rolle, die man meist erst in der deklamation erkennt. ich benutze dieses stilmittel wie du regelmĂ€ĂŸig. explizit besprochen wird es leider zu selten.

lg W.
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Walther
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Mondnein
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but
we do


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