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Leselupe.de > Feste Formen
Ghasel über das Biertrinken
Eingestellt am 22. 03. 2008 09:30


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Gurke
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Ich hab jetzt richtig Lust, ein Bier zu trinken.
Entspannend wär´s, so denk ich mir, zu trinken.

Nur Stress hat´s heute im Betrieb gegeben
und Zoff mit Chef von acht bis vier. Zu trinken

löst kein Problem, ich weiß es wohl und ich
versprech dir heilig, ohne Gier zu trinken.

Und weil ich dabei nicht allein sein möchte,
zieh ich entschieden vor, bei dir zu trinken.

Ob dir das auch gefällt, ist mir egal -
ich komme gleich vorbei, um hier zu trinken.

Version vom 22. 03. 2008 09:30

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ENachtigall
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???

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Hallo Gurke, (Jürgen?)

danke, dass Du uns mit diesem Gedicht eine seltene lyrische Form nahebringst. Für alle, die sehr niedrig gewertet haben, stelle ich mal einen informativen link ein Hier klicken

Auch mir war diese Form nicht gegenwärtig. Mir gefiel aber die Übereinstimmung zwischen dem thematischen Gewöhnungs-/Abhängigkeitsfaktor und dem Reim als reine Wiederholung. Den Begriff "Ghasel" musste ich mir auch ergooglen. Ein wenig stört mich, dass es doch im Ganzen eher unlyrisch anmutet. Dennoch finde ich es sehr eigen und bereichernd, weil es über die bestehenden gewohnten Schemata hinausweist.

Grüße von Elke

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presque_rien
???
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Hi Gurke,

ich fand's auch sehr interessant, eine neue Form kennenzulernen, musste natürlich auch erstmal Wiki bemühen. Schade, dass einige Leser einfach werten, anscheinend ohne sich mit der Form auseinanderzusetzen (ich finde es übrigens auch sehr schön, wie du den "langweiligen" durchgehenden Reim durch die jeweils viertletzten Silben doch noch variierst). Mich würde noch interessieren, ob du dich an irgendwelche thematischen Vorgaben für die einzelnen Strophen gehalten hast, so wie's ursprünglich für diese Form vorgesehen war (ich hab' nur keine Einzelheiten dazu gefunden).

Lg presque

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Gurke
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Hallo ENachtigall,
Hallo presque-rien,

erstmal vielen Dank für Eure Antworten.

quote:
Mich würde noch interessieren, ob du dich an irgendwelche thematischen Vorgaben für die einzelnen Strophen gehalten hast, so wie's ursprünglich für diese Form vorgesehen war (ich hab' nur keine Einzelheiten dazu gefunden).

Ich habe das Ghasel in einem anderen Forum kennengelernt und denke, es ist eine spannende Lyrikform, gerade weil sie etwas ausgefallen ist. Kenne mich aber auch nur oberflächlich aus. Ein Ghasel beschreibt die Schönheiten des Lebens, preist den Lebensgenuss. Das passt ja schon irgendwie mit ganz großen Anführungsstrichen. Die erste Strophe ist das Königshaus, der Grundstein für den Text. Das halte ich schon nicht mehr ein, denn ich schreibe daraufhin eher eine Geschichte mit der "Drohung" gleich vorbeizukommen.


quote:
Schade, dass einige Leser einfach werten, anscheinend ohne sich mit der Form auseinanderzusetzen

Ja, den Eindruck hatte ich auch. Aber letztendlich muß ich es akzeptieren, denn ein Text muß auch wirken, ohne dass der Leser die Form kennt oder versteht. Da hat es ein Ghasel natürlich schwer.

quote:
Ein wenig stört mich, dass es doch im Ganzen eher unlyrisch anmutet.

Das liegt sicher auch am Thema und an der Alltagssprache. Ich wollte es eher humoristischer halten. Ich mag sowas, z. B. auch gerade bei einem Sonett. Eine Herabwürdigung des Ghasels oder persisch/arabisch/indischer Lyrik sollte das trotz des Themas aber nicht sein. Eher ein humorvoller Umgang damit.

Schönen Abend wünsch ich Euch

Jürgen



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Wittgenstein
Routinierter Autor
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Liebe Gurke,

Asche auf mein Haupt.

Die zwei Punkte kommen von mir - und ich würde sie gerne zurücknehmen.

Ich habe mich total vom ersten Eindruck leiten lassen, da fand ich das Versmaß einfach nur irre nervig.

Einmal unter dem Stichwort "Ghasel" gegoogelt, hätte mir die Augen geöffnet.

Der Ansatz, eine derart exotische Reimform mit einem höchst banalen Thema zu kombinieren (siehe Robert Gernhardts: Ich find Sonette sowas von beschissen ...) ist pfiffig und der Viererreim bei den jeweiligen "A-Strophen" raffiniert und gelungen.

Kann man Wertungen bei anfänglichem Nichtdurchblick eigentlich zurücknehmen?

Peinlich, peinlich, peinlich.

Dir und allen Kommentatoren: Danke für die Nachhilfelektion.

Mit der Bitte um Verzeihung
grüßt

Wittgenstein

__________________
Wittgenstein

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Gurke
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Hallo Wittgenstein,

macht doch nichts. Und danke für Deinen Kommentar.

Hallo Joh,

ja, probier es mal. Man kann auch mit einem Endreim arbeiten. Wichtig ist die Reihenfolge der Reime aa/ba/ca/da...
Im Grunde hast Du also nur einen Reim.

Schönen Abend wünsch ich euch

Jürgen

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