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Leselupe.de > Horror und Psycho
Glaswuerfel, ein Experiment.
Eingestellt am 16. 02. 2004 12:24


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Lillia
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Hallo!

Horror ist es wohl nicht, aber ich hab die Befuerchtung, es koennte was sein, was man nicht zum essen lesen will und poste es vorsichtshalber hier rein.


Frau im Glaswuerfel, ein Experiment.

Ein leuchtend weisser quadratischer Raum, die gekachelten Waende glaenzen vor Weiss und Helligkeit. Aus der Mitte der Decke bricht eine Stahlkette, an der ein etwa fuenf Kubikmeter grosser Glaswuerfel haengt.
Darin sitzt eine Frau mit rasiertem Schaedel. Ihr Alter ist schwer schaetzbar, sie ist etwa 25 bis 35 Jahre alt. Sie ist nackt. Ihre Haut ist bleich und schlaff. Die Lippen sind dunkelrot geschminkt, ihre Wimpern schwarz getuscht. Sie zittert.
Durch eine Luke einer Ecke des Raumes kommen etwa 40 Menschen in weissen Anzuegen. Einige tragen Lampen mit sich, manche haben eine Leiter ueber ihre Schulter gelegt, alle tragen Kameras mit sich. Einige beginnen sofort, zu fotografieren, als sie den Raum betreten. Sie fotografieren die anderen weiss gekleideten Menschen, die glaenzenden Kacheln an den Waenden und vor allem die Frau im Glaswuerfel. Andere filmen, wie die Frau im Glaswuerfel fotografiert wird.
Das Zittern der Frau wird heftiger. Sie dreht der Tuer den Ruecken zu und umschlingt ihren Oberkoerper mit den Armen um ihn vor den einfrierenden Blicken zu schuetzen. Die Fotografen gehen fotografierend unter dem Wuerfel durch und zoomen auf ihr Gesicht. Sie vergraebt es zwischen ihren angewinkelten Knien. Sie stellen ihre Kameras auf ihre Ritze scharf. Sie schuetzt sich mit ihrer Hand, gibt ihre linke Brust frei. Die Kameras greifen zu. Waehrend sich die einen an der Brust erregen, bauen die anderen Fotografen ihre Leitern und Lampen auf. Die ersten sind ihr schon auf Augenhoehe, fotografieren die nackte bleiche Frau, wie sie in der einen Ecke des Glaswuerfels kauert, die eine Hand zwischen ihren Beinen, die andere auf ihren Bruesten. Ein anderer Fotograf schiebt die Leiter naeher heran.
Die Oberlippe der Frau kraeuselt sich. Ihr Blick jagt hin und her. Ploetzlich reisst sie sich aus ihrer Hockstarre, fluechtet in die andere Ecke des Wuerfels, prallt gegen die Scheibe und sinkt daran herab. Ihre Brueste, ihre Oberschenkel, ihr Arsch zittern. Ihr Fleisch schwimmt wie langsame Wellen in Zitronenpudding.
Sie schwitzt. Sie friert. Drueckt ihre Brueste voller Wut gegen die Scheibe und kauert sich sofort danach zusammen, versucht, sich zu schuetzen. Die Blicke der Fotografen zerren ihr die Arme von den Bruesten, reissen ihr Gesicht in die Scheinwerfer, dringen ihr in jede Falte, jede Pore, spreizen ihre Beine und druecken ihre Backen auseinander, suchen jede Oeffnung, wollen jeden Eingang, wollen rein, eindringen in sie ohne Ziel, nur tief tief eindringen.
Es blitzt und klickt, es ist ein Sturm.
Die Frau beginnt, das Licht zu hassen. Sie beginnt, die Augen der Fotografen zu hassen, sie hasst die Kameras. Sie schlaegt gegen die Scheibe, immer wieder. Sie schlaegt mit den Faeusten gegen die Scheibe bis ihre Knoechel dick werden und schmerzen. Ihre Brueste wackeln dabei, die Fotografen und Filmer freuen sich. Als ihre ein Fotograf grinsend zuzwinkert schlaegt sie mit aller Kraft gegen die Scheibe. Der naechste Schlag, schwaecher, verschmiert das Blut. Sie sieht das Grinsen des Fotografen im Rot verschwimmen. Verwischt es. Drueckt die Hand gegen die Scheibe und verwischt es weiter. Das Rot schuetzt sie. Die Frau blutet ihren Kaefig voll. Die Fotografen draengen sich um den besonderen Effekt. Sie lachen jetzt, rufen ihr Sachen zu. Die Frau schwitzt ihren blutigen Kaefig voll. Die Fotografen haben Leitern uebereinander gestellt, fotografieren von oben, wie die anderen von unten in sie eindringen wollen.
Die Frau scheisst aus ihren aufgerissenen Backen den Glasboden voll. Verschmiert rot und braun. Dunkler Boden schuetzt die Ritze. Sie kauert sich hin und haelt still. Die Fotografen rufen ihr etwas zu, aber sie haelt still.
Einer auf der Leiter schubst den Kaefig an. Einer auf der anderen Seite lacht und schubst den Kaefig zurueck. Die Frau rutscht in die andere Ecke des Wuerfels. Mit ihrem Koerper wischt sie ihre Scheisse auf, gibt den Blick frei. Sie rutscht auf die andere Seite. Versucht, sich festzuhalten, rutscht ab. Wenn sie rutscht, verrenkt sie sich, die Fotografen klatschen und lachen. Schubsen immer weiter an. Die Frau fliegt von einer Ecke in die andere. Ihre Nase blutet. In dem weissen Raum mit den weissen Fotografen schwingt ein braunroter Wuerfel mit der braunroten Frau darin hin und her.
Die Filmer freuen sich besonders ob der Bewegung, die Fotografen freuen sich ob der Verrenkungen.
Der Koerper der Frau klatscht von einer Ecke in die andere. Sie wimmert.
Die Fotografen groelen und lachen zu laut, niemand hoert das Knarren. Die Glieder der Kette springen auseinander.
Als der Glaswuerfel auf dem weiss gefliesten Boden aufkommt und tausend braunrote Scherben auseinanderknallen, schuetzen die Kameras die Augen der Fotografen.
Die rotbraunen Spritzer auf den Linsen sind besondere Effekte, als sie die zerfetzte Frau von innen fotografieren koennen. Sie alle treten so lange in dem rotbraunen Haufen herum und fotografieren, bis die rotbraunen Reste der Frau endgueltig unter ihren Fusssohlen kleben und nichts mehr uebrig ist ausser Scherben, die im Blitzlicht farbig glitzern.

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Warui
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Hallo Lillia,

Zuerst mal: Ich glaube du hast recht .... ich hab keinen Hunger mehr (Hey, so kann man Geld sparen -_- ) ....

Deine Geschichte hat mich zwar einerseits an so diversen Stellen abgestoßen, aber doch wieder fasziniert (Daraus könnte man eine interessante Studie ĂŒber die menschliche Psyche machen ... ein Experiment eben ...), ein paar Stellen sind mir aber doch aufgefallen:

4 Kubikmeter ist etwas zu kleine, als dass alles, was noch passiert, darin passieren kann (zumindest, wenn mich meine rĂ€umliche Vorstellung jetzt nicht trĂŒgt) ... 5 oder 6 Kubikmeter wĂ€re wohl eher geeignet (obwohl 6 schon fast wieder zuviel wĂ€re)

"Sie ist 25 – 35 Jahre alt."
Der Satz gefĂ€llt mir irgendwie nicht, er passt nicht rein ... Viel besser wĂŒrde etwas nach der Art "Ihr Alter ist schwer zu schĂ€tzen, es muss aber zwischen 25 und 35 sein" ...

"Ihre Haut ist (..) weich"
Das sieht man? Mal ganz davon abgesehen, passt es nicht in den Stil der restlichen Story, dieser ist beinah klinisch rein (der Inhalt ist es nicht) und beschreibend, das "weich" bricht das auf ...

"Die Kameras greifen zu" (und Àhnliche)
Das Bild gefÀllt mir, es anonymisiert die anderen Menschen noch etwas mehr .... wÀre schön, wenn du das weiter so geschrieben hÀttest

"Sie schlaegt mit den Faeusten gegen die Scheibe bis ihre Knoechel sich dick and schmerzhaft anfuehlen"
Ihre Knöchel sind dick, und fĂŒhlen sich schmerzhaft an, will ich meinen

Im Großen und Ganzen: *daumenhoch* ... hat was

Mata ne
Warui
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Ever tried? Ever failed?Try again! Fail better!(Samuel Beckett)

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Lillia
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Vielen lieben Dank fuer Deine Antwort!!



Hab in meiner word Fassung nun fast alles geaendert, vielen Dank fuer deine Vorschlaege!
Ich glaube statt 'weicher' Haut nehme ich nun 'schlaff', denn das kann man sehen. Es soll schon ein bisschen gegen das "Klinische" arbeiten, denn die Frau ist ja sozusagen der Fremdkoerper, darf also ruhig anders sein, finde ich...

bringt 'schlaff' die gleiche Verletzlichkeit mit sich wie 'weich' ?

Lieben Gruss und nochmal vielen Dank!

-lilli-
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Ich brauche keine Bequemlichkeiten. Ich will Gott. Ich will Poesie und Freiheit und Tugend. Ich will SĂŒnde.

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Inu
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Hallo Lillia

die Idee ist packend und schockierend. Es könnte ein verworrener Traum gewesen sein. Wenn Du nun noch die FĂ€kalien- und Primitiv-Sprache auf ein halbwegs Ă€sthetisches, etwas literarischeres Niveau bringen wĂŒrdest, könnte es eine SEHR gute Geschichte werden. Ich meine damit nicht, dass Du auf alle drastischen Worte verzichten sollst. Nur ein bisschen moderater bitte! So wie es jetzt ist, berĂŒhrt es eher peinlich, denke ich

Gruß
Inu

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Lillia
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dickes danke fuer deine Antwort!

Hallo Inu,

Hast du denn vielleicht konkrete Ideen dafuer, wie ich an der Sprache arbeiten koennte, also auf einzelne Stellen bezogen?
Richtig gluecklich bin ich auch nicht, weil ich sonst solche Woerter einfach nicht benutze und sie daher wohl etwas linkisch im Text auftauchen, als haette jemand die Pfefferkoerner ungemahlen in die Suppe geschmissen.

Es waere schoen, wenn Du mir einen konkreten Verbesserungstip geben koenntest...?

Liebe Gruesse
-lilli-
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JoshHalick
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Liebe Lillia,

so recht verstehen kann ich deine Geschichte nicht. Möglicherweise liegt das ja an mir, aber inhaltlich gab und sagte sie mir so rein gar nichts. Daran will ich mich jetzt aber nicht aufhalten, das mag Ansichtssache sein.
Kommen wir mal zu deiner ErzĂ€hlweise. Versteh mich nicht falsch, ich kann durchaus gute AnsĂ€tze in deiner Sprache finden aber im Großen und Ganzen wirkt der Text zu langatmig und deine Worte sehr unbewusst gewĂ€hlt. Ich vermisse die Struktur in dem Ganzen und den Schwung. Die SĂ€tze greifen nicht ineinander und treiben den Ablauf somit nicht voran. So wie der Zeiger einer Uhr sich nicht bewegt wenn die ZahnrĂ€der nicht einander greifen, so bleibt auch dein Text starr und unbeweglich weil die SĂ€tze nicht vollends miteinander harmonieren. Zum einen liegt das, meines Erachtens, an einem Problem das Inu schon angesprochen hat. Die ErzĂ€hlsprache wird nicht konsequent durchgezogen.

Meine konkreten Anmerkungen:


Ein leuchtend weisser quadratischer Raum, die gekachelten Waende glaenzen vor Weiss und Helligkeit. Aus der Mitte der Decke bricht eine Stahlkette, an der ein etwa fuenf Kubikmeter grosser
Glaswuerfel haengt.


Ich bin bereits ĂŒber den ersten Satz gestolpert. Es ist nicht nur das doppelte Weiß sondern auch das „glĂ€nzend vor Weiß und Helligkeit“. Ich habe Probleme damit anzuerkennen, dass etwas vor Weiß und Helligkeit glĂ€nzt. Das liegt daran, dass Weiß und Helligkeit nicht selbstverstĂ€ndlich glĂ€nzen. Das GlĂ€nzen ist keine Eigenschaft dieser Beiden Dinge. Du kannst zum Beispiel den Wald vor lauter BĂ€umen nicht sehen, weil es die Eigenschaft eines Waldes ist die Sicht zu versperren. Du kannst auch sagen, du siehst vor lauter Nacht die Hand vor Augen nicht, weil die Dunkelheit eine Eigenschaft der Nacht und das „Nichtssehenkönnen“ wiederum eine Eigenschaft des Dunkels ist. Oder der Mantel kann vor Regen triefen, weil Wasser so etwas mit sich bringt. GrundsĂ€tzlich allerdings wĂŒrde ich davon abraten eine Wortkombination wie „glĂ€nzend vor Weiß“ zu wĂ€hlen. Denn zwischen „vor“ und „Weiß“ fehlt ein Wort welches das „vor“ abbremst, damit man nicht gegen das Weiß kracht wie gegen eine Wand. Ich weiß nicht ob du verstehst was ich meine aber „glĂ€nzend vor Weiß“ klingt gleich viel brutaler als ein Satz wie dieser: „vor meinem Haus“. Na gut, lĂ€nger will ich mich an diesem Wörtchen nun auch nicht mehr aufhalten.
Die Stahlkette die aus der Wand bricht gefiel mir auch nicht so besonders. Es fĂ€llt mir schwer, mir das vorzustellen, wie sie da so mir nichts dir nichts rausbricht. Hier wiederum scheint der Klang vollkommen in Ordnung und schön aber der Sinn verkehrt. NatĂŒrlich weiß ich was du meinst, und ich will auch gar nicht darauf beharren dass es falsch ist, auf den ersten Blick klingt es nur seltsam in meinen Ohren.

Darin sitzt eine Frau mit rasiertem Schaedel. Ihr Alter ist schwer schaetzbar, sie ist etwa 25 bis 35 Jahre alt. Sie ist nackt. Ihre Haut ist bleich und schlaff. Die Lippen sind dunkelrot geschminkt, ihre Wimpern schwarz getuscht. Sie zittert.

In diesen SĂ€tzen geht alles drunter und drĂŒber. Erst der rasierte SchĂ€del, dem dann ein Satz folgt der kaum umstĂ€ndlicher formuliert und nichts sagender sein könnte. Ich muß schon sagen, hier bin ich wie vor den Kopf gestoßen.
1. scheint mir ihr Alter vollkommen irrelevant
2. allein das schÀtzen ist schlimm genug aber dann auch innerhalb einer Spannweite von 10 Jahren
3. „ist schwer schĂ€tzbar“ liefert absolut kein Bild und wirkt sich deshalb negativ auf die Illustration in meinem Kopf aus.
Warum, das frage ich dich, ist es von Belang zu wissen wie alt sie ist? Langt es nicht zu schreiben, sie war jung oder sie war alt. Oder aber, noch besser, sie sah jung aus/sie sah alt aus.
Solltest du an deiner Beschreibung festhalten wollen, so wĂŒrde ich empfehlen sie etwas umzuformulieren. Den ersten Teil des Satzes wĂŒrde ich vollkommen streichen, er wirkt wie eine Bremse.
Und noch etwas: „Sie ist etwa....“ ... als ob diese 25-35 Jahre noch nicht schlimm genug wĂ€ren, relativierst du sie zusĂ€tzlich noch einmal mit dem „etwa“, was in meinen Augen so viel heißt wie: Sie könnte auch zwischen 24 und 36 Jahre alt sein.


Durch eine Luke einer Ecke des Raumes kommen etwa 40 Menschen in weissen Anzuegen. Einige tragen Lampen mit sich, manche haben eine Leiter ueber ihre Schulter gelegt, alle tragen Kameras mit sich. Einige beginnen sofort, zu fotografieren, als sie den Raum betreten. Sie fotografieren die anderen weiss gekleideten Menschen, die glaenzenden Kacheln an den Waenden und vor allem die Frau im Glaswuerfel. Andere filmen, wie die Frau im Glaswuerfel fotografiert wird.

„Durch eine Luke in einer Ecke des Raumes“... Warum nicht. Durch eine Luke in der Ecke des Raumes? Warum eine Wortwiderholung benutzen wenn man sie so leicht umgehen kann?
Dem folgt schon wieder ein „etwa“. Ich denke selbst wenn man sich auf keine Zahl festlegen möchte/kann lĂ€sst sich das schöner ausdrĂŒcken.
„tragen Kameras mit sich“... klingt in meinen Ohren grauenvoll. Können sie sich nicht bei sich tragen? Na gut, was du schriebst ist nicht wirklich ein Fehler, letzten Endes kommt es natĂŒrlich darauf an, was dir lieber ist. Allerdings könntest du so auch hier eine Wortwiederholung vermeiden.
Mir fĂ€llt auf das es in diesem Absatz nun endlich die Kacheln sind die glĂ€nzen und nicht mehr das Weiß. Obwohl, um ehrlich zu sein klingen mir glĂ€nzende Kacheln zu sehr nach Putzmittelwerbung. Das heißt nicht, dass man das glĂ€nzend ganz streichen muss aber man könnte es, so meine ich zumindest, noch wesentlich geistvoller beschreiben.
„sie fotografieren die anderen weiß gekleideten Menschen“... hm! Na ja... ich lasse das jetzt einfach mal schweigend so da stehen, aber es geht weiter mit „und vor allem die Frau im GlaswĂŒrfel“. Ach!... nein, nein ich weiß nicht! Die Wortwahl hier scheint mir dem Geschehen doch absolut unangemessen. Wenn mir nun jemand sagt: Ich mag GummibĂ€rchen, vor allem die Roten.... ok, damit bin ich einverstanden aber.... Nun ja. Denk einfach noch mal darĂŒber nach. Den letzten Satz lasse ich dann auch mal unter den Tisch fallen. Vielleicht aber ĂŒberdenkst du auch diesen noch mal.


Das Zittern der Frau wird heftiger. Sie dreht der Tuer den Ruecken zu und umschlingt ihren Oberkoerper mit den Armen um ihn vor den einfrierenden Blicken zu schuetzen. Die Fotografen gehen fotografierend unter dem Wuerfel durch und zoomen auf ihr Gesicht. Sie vergraebt es zwischen ihren angewinkelten Knien. Sie stellen ihre Kameras auf ihre Ritze scharf. Sie schuetzt sich mit ihrer Hand, gibt ihre linke Brust frei. Die Kameras greifen zu. Waehrend sich die einen an der Brust erregen, bauen die anderen Fotografen ihre Leitern und Lampen auf. Die ersten sind ihr schon auf Augenhoehe, fotografieren die nackte bleiche Frau, wie sie in der einen Ecke des Glaswuerfels kauert, die eine Hand zwischen ihren Beinen, die andere auf ihren Bruesten. Ein anderer Fotograf schiebt die Leiter naeher heran.

„Die Fotografen gehen fotografierend unter dem WĂŒrfel durch und zoomen auf ihr Gesicht“ . Zum einen weiß ich nicht wie man auf etwas zoomen kann.... Ich bin zwar kein Fotograf aber nein ich kann mir nicht vorstellen dass das so rechtens ist. Vielmehr wohl zoomen sie ihr Gesicht ran. Genauso bezweifle ich das man eine Kamera auf etwas scharf stellen kann. NatĂŒrlich weiß jeder was und wie du es meinst aber schöner wird es durch diese Tatsache auch nicht. Es ist ganz einfach nicht die Kamera an sich die man scharf stellt....
„Die Fotografen gehen fotografierend unter dem WĂŒrfel durch....“ Der erste Teil dieses Satz ist allein vom Klang her.... wie soll ich sagen.... seltsam! Fotografen gehen fotografierend....
„Die Kameras greifen zu“.... das finde ich absolut nicht treffend. Ich glaube man könnte fĂŒr das Fotografieren einen Vergleich finden der angemessener wĂ€re als „zugreifen“. Damit werde ich persönlich absolut nicht warm. Na gut, muß ich auch nicht, anderen mag das gefallen.

Das war es soweit. Im restlichen Text geht es dann immer so weiter. Was mich wirklich am meisten gestört hat war das du zu umstĂ€ndlich schriebst und wie oben schon erwĂ€hnt deine Worte ganz willkĂŒrlich gewĂ€hlt, statt durchdacht, erscheinen.

Beste GrĂŒĂŸe
Josh

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