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Leselupe.de > Ungereimtes
Glimpflich
Eingestellt am 15. 05. 2009 14:01


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lapismont
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Glimpflich

Im Heckengewirr regt sich
ein T├╝tenst├╝ckchen.
Flog dahin vor Tagen schon -
ich sah zuerst
lag's auf der Stra├če gleich beim Gartentor.
Davor, im ├Âffentlichen Land!
Der Wind jedoch
mag das Private mehr,
drum flattert das Geschnipsel nun
im Fliederbusch
den ich gepflanzt und brav gehegt,
ein stolzer Gartenschmuck
dem Heim und Hof.
Doch seh' ich Unrat hier
nicht gern -
fast treibt es mich zu reagieren,
den fremden Zelluloserest
mit eigner Hand zu bannen.
Schon gestern h├Ątt' ich's nahezu vollbracht -
auch justameng reizt mich
das wei├če Blinken so,
als sei's ein h├Âhnisches Gesicht,
ein Werk des elendigen Teufels,
der des Nachts die Wand beschmiert
und grinsend in der Bahn
den Platz besetzt, der mir geb├╝hrt.
Er soll zur├╝ck der Dreck,
zur├╝ck zu seiner Sippschaft Bande,
die bestimmt von ausw├Ąrts kam
und hier den M├╝ll
in unsere G├Ąrten wirft.
Kaum noch kann ich mich beherrschen -
aber, da!, ein Husch!
Ein kleiner Luftzug nur -
und fort fegt jener Fetzen.
Ha, was leuchtet er so lustig da
in Nachbars neckisch Elfenbl├╝melein?
Gl├╝ck gehabt -
ein froher Gru├č noch
├╝ber Zaun und Hecke -
und schon bin ich fort.

Version vom 15. 05. 2009 14:01

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Vera-Lena
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Lieber lapsi,

wenn Du so einfache und direkte Worte f├╝r einen Text findest, dann steckt etwas dahinter.

"Gl├╝ck ist, wenn der Pfeil den andern trifft" (unbekannter Verfasser)

Und zudem noch die sch├Âne Verschw├Ârungstheorie, dass diesen Unrat doch nur Leute von ausw├Ąrts hinterlassen haben
k├Ânnen. Ja, und der Teufel muss auch noch herhalten, den braucht man doch immer kurz bevor einem der Kragen platzt.

Wie sch├Ân, dass der Unrat auf demselben Wege wieder veschwand, wie er gekommen ist!

So w├╝nsche ich mir das immer, wenn mir jemand von einer Krankheit erz├Ąhlt, dass sie doch einfach wieder den R├╝ckzug antreten sollte.

Wenn man aus einer M├╝cke keinen Elefanten macht, verschwinden die Dinge h├Ąufig einfach so, wie sie gekommen sind.

Ich will es jetzt mal mit einem zwinkernden Auge hochstilisieren:

Sch├Âner Beitrag zum Weltfrieden.

Von der Machart her biedermeierlich, aber bestimmt so von Dir beabsichtigt.

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Der Mutter Theresa ist alles friedensstiftend ...

ich dagegen (?) sehe ein ziemlich boshaftes Machwerk, das aber (hoffentlich) einen hohen Wahrheitsgehalt aufweist, rein elfennachbarschaftlich ...



P.S.: Eben sehe ich, dass es nicht allen Lesern gef├Ąllt ... das kann ich irgendwie verstehen.

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Franke
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Ja, auch ich bin hin und her gerissen bei diesem Gedicht.
Die oberfl├Ąchlich gelesene Aussage ist sicher banal, aber man sollte hier sich die M├╝he machen und zwischen den Zeilen lesen. Du hast es nat├╝rlich durch die Sprache noch auf die Spitze getrieben.
Ist auf jeden Fall aber eine tiefere Betrachtung wert.

Liebe Gr├╝├če
Manfred
__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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lapismont
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Hallo Franke, danke f├╝r Deine Erkl├Ąrung.

Da das ja ein Spottgedicht sein sollte, ist das schon ok, wenn es l├Ącherlich wirkt.
Am Samstag wird dieses Gedicht hoffentlich seine Schreibaufgabenpflicht erf├╝llen.

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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Milko
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schlu├č:

- mein wort dazu......

erstaunlich welche Offenbarung
schlechtes Gewissen
verbirgt,
welche rechenschaft
sich nach.. zieht
im Verborgenen
das Aufbegehren herrscht

ein text immer nur ein text ist
ein jeder das nur sieht
was nach sich. ...zieht

zu guter letzt:- Bewertung

ein Nur an guten "Bewertungen"
hie├če
Hans

w├Ąre
jede weitere Entwicklungstufe
in Ferne kaum zu sehen

alle w├Ąren gut & gl├╝cklich
dick und doof
ohne angst und fremdlich

anonym und h├Ąsslich
scheinbar
menschlich
irren wir uns sehr.
( Warum nur )
sieht man keine guten anonymen "Werter"
hier?
Gebauchpinselt geschmeichelt gehuldigt
beschw├Ârt verbessert Besseres
den Sinn von ach dem tiefen Sinn und Geist
der in Euch allen wohnt
verbalisiert getauscht im Rausch der eigenen
"Begabung"
namentlich gezeichnet
doch auch da zumeist
als Pseudonym, warum wohl.........ist doch klar
hinterlasst ihr nicht mal schatten
in Augenh├Âhe mit der sonne blinzelt der kleine mog
sein blick zum grunde trieft sein gl├╝ck
wenn keiner ihm
sein arschgesicht sorry ANGSTGESICHT
zum kennen lernen
gab
so

das wars

(zum text lap...da ich ihn f├╝r gut befinde,
entf├Ąllt weitere Lobhudelei oder Erkenntnisschleicherei,
danke )
gruss
milko



__________________
gedachtDenn die Einen sind im DunkelnUnd die Andern sind im LichtUnd man siehet dieIm LichteDie im Dunkeln sieht man nichtBerthold Brecht

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