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Leselupe.de > Gereimtes
Globalisierung
Eingestellt am 12. 03. 2003 12:54


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LuMen
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Globalisierung


Dies Modewort aus j├╝ngsten Zeiten
- im Lexikon steht┬┤s meist noch nicht ÔÇô
wird uns noch viel Verdru├č bereiten,
wenn man nicht seinem Sinn entspricht.

Ein jeder Hitzkopf sollte wissen,
wogegen er denn demonstriert,
bevor er sich so hingerissen
in Stra├čenschlachten engagiert!

Das gilt besonders f├╝r Chaoten,
die weltweit auf die Stra├če geh┬┤n
und sich benehmen wie Idioten,
die nur auf Pr├╝geln sich versteh┬┤n!

ÔÇ×GlobalÔÇť- laut Brockhaus: weltumspannend ÔÇô
l├Ą├čt ahnen, was man sagen will:
Die Menschheit soll, Selbstsucht verbannend,
gemeinsam streiten f├╝r ein Ziel!

Ist daran etwas auszusetzen?
Es w├Ąr┬┤ zu sch├Ân, um wahr zu sein!
Allein, es reicht nicht, nur zu schw├Ątzen,
man tr├Ąte f├╝r den Fortschritt ein.

Wer ├╝bernimmt globales Sorgen
f├╝r Arme in der ÔÇ×Dritten WeltÔÇť?
Die Weltbank schiebt es auf bis morgen,
obwohl es ihr nicht fehlt an Geld.

Und will man uns┬┤ren Globus sch├╝tzen
vor Sonnenbrand und Wasserflut,
wird alle M├╝he nicht viel n├╝tzen,
solang Amerika nichts tut!

Wenn alle Schlote weiterrauchen
und Uncle Sam stellt das dem gleich,
als w├╝rde er sein Pfeifchen schmauchen,
liegt der Verstand im Nullbereich.

Die Weltumarmung wird nichts bringen,
wenn man den Wortsinn mi├čversteht.
Es kann im Gro├čen nicht gelingen,
was vorher nicht im Kleinen geht!


Wo bleibt konkrete Zielvorgabe?
Solang auf dem Kommandostand
die Bosse nur das Sagen haben,
reicht man sich weltweit nicht die Hand.

Doch lohnt es sich zu demonstrieren
f├╝r des Globalen Gegenteil?
Im Kleinkarierten sich verlieren
f├╝hrt sicher nicht zum Weltenheil.

Globalisierung sollte nicht
als Schlagwort und als Reizwort enden!
Wenn jeder wei├č, wovon er spricht,
kann sie vielleicht auch Segen spenden!



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Marcus Richter
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Hallo Lumen,
bin ein gro├čer Globalisierungszweifler, wenn nicht sogar Hasser. Deswegen ist mir dein Segenswunsch nat├╝rlich zuwider. Im ├╝brigen aber teile ich deine Meinung, vor allem, was das Dar├╝ber-nachdenken, hei├čt, das mit-der-selben-Sprache-sprechen angeht. Ich frage mich dann immer, was an die viertausend Jahre bekannte Philosophie eigentlich bewirkt haben, wenn man das Gef├╝hl hat, sich immernoch in einem gewaltigen Ameisenhaufen zu befinden.
Solange sich dahinter kein Sinn befindet, k├Ânnte ich das sogar akzeptieren. H├Ątte das ganze aber einen Sinn und ich denke da bei der Globalisierung sicher nicht an die, die sich von ihr eine "sch├Ânere????" Welt versprechen, dann kann mir manchmal ganz sch├Ân Angst und Bange werden.
Ich glaube, je gr├Â├čer ein System, desto gef├Ąhrlicher ist es.

Die drei Fragezeichen bezeichnen meinen eigentlichen Zweifel. Hat schlie├člich was mit Wertezuordnung zu tun.

OK, danke f├╝r diesen pol. Beitrag
Gruss Marcus
__________________
"Ein Wort aufs Papier und wir haben das Drama."
Durs Gr├╝nbein

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LuMen
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Hallo Marcus,

ich danke Dir f├╝r Deine ausf├╝hrliche und bedenkenswerte Stellungnahme! Wie Du gemerkt hast, bin ich nicht ganz so skeptisch wie Du, da ich immer noch an "das Gute im Menschen", wenigstens in Teilbereichen, glaube. Versteht man unter Globalisierung nicht nur das weltweite "Ausbeuten" der Mittel und M├Âglichkeiten durch eine Oberschicht, sondern die Einbeziehung und Beteiligung auch der Kleinen und Schwachen daran, w├╝rde das schon einen Sinn machen. Ich gebe Dir jedoch darin Recht, da├č Deine Sicht gegenw├Ąrtig der Realit├Ąt n├Ąher kommt als meine. Allerdings glaube ich, da├č, abgesehen von den Berufsrandalierern, der Gro├čteil der Demonstranten nicht wei├č, wof├╝r oder wogegen er da eigentlich demonstriert. Das liegt sicherlich nicht zuletzt daran, da├č viele Politiker selbst noch gar nicht begriffen haben, worum es geht.

Dieses komplexe Thema ist in Gedichtform wohl sehr schwer abzuhandeln, vielleicht habe ich mich auch im Eifer des Gefechts zu sehr von meiner "satirischen Linie" entfernt.

Beste Gr├╝├če
LuMen

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Marcus Richter
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Das glaube ich auch.
Politische Themen haben oft die Eigenschaft, da├č man sie gef├╝hlsm├Ą├čig abhandeln m├Âchte. Wenn man dabei an das Thema moralisches Empfinden denkt, ist das auch richtig. Ich meine, da├č man sich mal dazu hinrei├čen l├Ą├čt, seinen Gef├╝hlen Luft zu machen, dann gilt das sicherlich nicht nur f├╝r die Beschreibung einer wundersch├Ânen roten Blume, sondern auch f├╝r seine polit. ├ťberzeugungen. Es ist aber einer Gratwanderung. Politische Gef├╝hle werden in unserer pragmatistischen Welt nicht gerade akzeptiert.
Wenn man es so sieht, bist du den Berufskrawallmachern nicht un├Ąhnlich, wenn du ihnen dein eigenes Gef├╝hl der Hoffnung entgegenstellst.
Soll kein Vorwurf sein. Du stellst dich in Frage, t├Ątest du das nicht, h├Ątte ich das nicht geschrieben. Nur wer sich in Frage stellt, ist in der Lage, neue Wege zu beschreiten.
Auch neue Schl├╝sse zu ziehen, selbst wenn sie den eigenen, vorhergehenden widersprechen sollten.
Sowas nennt man dann wohl "denken".

Mit einem polit. L├Ącheln:
Gruss Marcus
__________________
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Durs Gr├╝nbein

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Waldemar Hammel
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Ich denke, man braucht -gottseidank- ├╝ber die sog. "Globalisierung" nicht mehr gro├č nachzudenken. Denn sie hat bereits im wirtschaftlichen und allgemeinplatzartig im wissenschaftlichen Bereich vor Jahrzehnten stattgefunden.
Im kommunikativen, siehe u.a. Internet, ebenfalls.

Dieser Vorgang ist jetzt historische Realit├Ąt und unumkehrbar, lediglich kann man ihn noch mitgestalten.
Die meisten Leute jedoch gestalten garnix, insbesondere keine Zukunft, sondern kleben angstvoll am Alten, und werden von den Entwicklungen dann halt an den Haaren mit in die Zukunft geschleift.

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