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Leselupe.de > Feste Formen
Glück (Epigramm)
Eingestellt am 08. 08. 2011 19:53


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rogathe
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Glück (Epigramm)

'Schwarze Milch' blieb mir verborgen, mein Apfel aus Eden war golden
Wohlwollend gnädiges Los gönnt mir den Frieden im Land
Freundschaft erfuhr ich beizeiten, als Falschheit und Missgunst mich drückten
Liebe umhegt mich so treu, dankbar verspür' ich dies Glück







'Schwarze Milch' Todesfuge, Paul Celan





Version vom 08. 08. 2011 19:53
Version vom 09. 08. 2011 09:23

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wüstenrose
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Hallo rogathe,
ich vermute: dein Epigramm hat was (im positiven Sinne).
Ich rede von Vermutung, da mir der Blick aufs Ganze verstellt ist. Und das liegt einzig und allein an der schwarzen Milch. Über die stolpere ich sofort. Sie ärgert mich. Sie quält mich. Ich will sie an dieser Stelle nicht haben!

Ich empfinde das Celan'sche Gedicht so: Es geht um Inhalte, Geschehnisse, bei denen die Sprache ganz massiv an ihre Grenzen stößt. Besser: Es ist klar, dass das, was gesagt werden soll, gar nicht zu versprachlichen ist.
Indessen findet über das Gedicht eine Annäherung statt an das, was vielleicht zu sagen wäre. Diese Annäherung ist ein zartes, fragiles Geschöpf. Es sind Worte, abgerungen dem äußersten Schweigen. Es sind Worte kurz vorm endgültigen Verstummen.
Wie Walther schon sagte: Lassen wir sie so stehen.

gruß wüstenrose

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wüstenrose
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hallo rogathe,
in Sachen Milch kommen wir nicht mehr zusammen, dennoch hab ich mich an einem Einstieg versucht, auf den ich mich einlassen könnte.
Wobei : Die schwarze Milch ist im Folgenden komplett gestrichen, Bitterkeiten will hier kein Ersatz sein! Die bittere Seite findet nur deshalb Erwähnung, weil Glück wohl nur dialektisch erfahrbar ist.

Bitterkeiten sah ich wohl, doch reifte mein Apfel im Schoße der Zuversicht / Wohlwollend...

Das klingt für mich zumindest schlicht, ansonsten hab ich von Epigrammen keine Ahnung...

lg wüstenrose

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