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Leselupe.de > Ungereimtes
Gobelingewebtes
Eingestellt am 29. 07. 2007 10:04


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erbsenrot
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Gobelingewebtes

~~~~~~~~~~~~~~

Als
ich noch neugierig und jung
sah ich mit geöffneten Augen
nichts
von der schönen Welt

Doch nun
wo das Alter
unausweichlich
den Mantel aus
grob gewebtem
Gobelin ĂŒber
mich ausbreitet

will ich mich
von schwerem Tuch
befreien

und
noch geschwind
mit wachen Augen
die heitere Schönheit der Welt

mit einweben

~~~~~~~~~~~~~~






©Hilda Röder
__________________
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Franka
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Hallo erbsenrot,

nun möchte ich aber noch einige Worte ĂŒber dein Werk sagen. Ich bin zwar nicht der Anonymus, aber auch meine Wertung fĂ€llt ebenso aus.
Schau mal:
Als ich noch neugierig und jung, sah ich mit geöffneten Augen
nichts von der schönen Welt. Doch nun, wo das Alter unausweichlich den Mantel aus grob gewebtem Gobelin ĂŒber mich ausbreitet, will ich mich von schwerem Tuch befreien und
noch geschwind mit wachen Augen die heitere Schönheit der Welt
mit einweben.

FĂŒr mich ist dies Prosa, auch dort wird ja mit Bilder und Metapher gearbeitet, wobei sich deine Bilder mir als Leser nicht wirklich erschließen, sie teilweise nicht stimmig sind. FĂŒr mich sieht z.B. ein neugieriger Mensch seine Welt, erkundet sie, entdeckt sie tĂ€glich neu.

LG Franka



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erbsenrot
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Liebe Franka,

ich freue mich, dass du Kritik abgibst und ich will sie gerne annehmen.

quote:
„Als ich noch neugierig und jung, sah ich mit geöffneten Augen
nichts von der schönen Welt. Doch nun, wo das Alter unausweichlich den Mantel aus grob gewebtem Gobelin ĂŒber mich ausbreitet, will ich mich von schwerem Tuch befreien und
noch geschwind mit wachen Augen die heitere Schönheit der Welt
mit einweben.
FĂŒr mich ist dies Prosa, auch dort wird ja mit Bilder und Metapher gearbeitet,“

Da magst du Recht haben. Das habe ich so noch nicht gesehen. Man kann viele Lyriktexte, wenn man sie hintereinander schreibt, als Prosa bezeichnen. Das wird mir jetzt klar und ich nehme an, dass du meinst, dass der Text verdichtet werden soll?
Vielleicht in etwa so?



Ich war jung
und neugierig
doch offenen Auges
blieb mir
die Schönheit der Welt
verborgen

Ich werde alt
spĂŒre den Mantel
aus grob gewebtem
Gobelin

schwer
unausweichlich

will mich befreien

und
noch geschwind
heiteres Erwachen

mit einweben





Dein zweiter Kritikpunkt:

quote:
„wobei sich deine Bilder mir als Leser nicht wirklich erschließen, sie teilweise nicht stimmig sind. FĂŒr mich sieht z.B. ein neugieriger Mensch seine Welt, erkundet sie, entdeckt sie tĂ€glich neu.“

Das mag fĂŒr dich anders sein. FĂŒr das LyrICH war das so: Als sie „noch neugierig und jung“ war, hat sie die Welt auch tĂ€glich erkundet und neu entdeckt. Jedoch nicht die heitere Schönheit der Welt gesehen!
So konnte sie sie auch nicht in ihrem Lebensgobelin einweben.
Das macht sie erst jetzt, im reiferen Alter.
Und ich nenne es jetzt mal „heiteres Erwachen“


Was meinst du? Besser so?

Vielen Dank und liebe GrĂŒsse
erbsenrot




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Franka
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Hallo,

ja/nein, ich weiß nicht, irgendwie ist es noch nicht schlĂŒssig, sie will des Mantel abwerfen, gleichzeitig aber Leichtigkeit mit einweben. Ich bin mir mmer noch nicht sicher wofĂŒr der Mantel steht? FĂŒr das Leben, dann wĂŒrde sie ihn nicht abwerfen wollen. Hier wĂŒrde aber passen, dass sie die schönen Seiten noch genießen möchte. FĂŒr das Alter? Dann wĂ€re das Abwerfen ein Versuch es aufzuhalten, was ja nicht geht. Du siehst also, ich habe noch immer ein Problem mit dem Bild des Mantels aus grob gewebtem Gobelin, hier versagt leider meine Vorstellungskraft.
Auch wĂŒrde ich mal versuchen wie das Werk wirkt, wenn es linksbĂŒndig geschrieben ist, so mittig verliert es sich.
Ich glaube, ich bin dir keine große Hilfe. Insgesamt ist fĂŒr mich das Werk nicht stimmig.
Ich kann nur hoffen, dass vielleicht noch weitere Kommentare kommen und diese dir weiterhelfen.

Trotzden, oder gerade deshalb
noch einen schönen Abend und liebe GrĂŒĂŸe.
Franka


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erbsenrot
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Liebe Franka,

ich danke dir, dass du dich so nachhaltig mit meinem Werk beschÀftigt hast.
Es hilft mir insoweit weiter, dass ich begreife, dass es nicht so klar drĂŒberkommt, wie ich es sagen wollte.

Schwierig... schwierig... es will mir nicht gelingen, diesen schweren Mantel zu tragen, wÀhrend das heitere Erwachen noch eingewebt wird... spÀter... vielleicht... wenn das heitere Erwachen eingewebt ist, kann ich ihn wieder tragen, weil er dann leichter ist.

Nun gut, das ist das gute an Lyrik, man muss nicht herauslesen was der Autor wollte, bezweckt, be- und geschrieben hat.

Danke dir nochmal herzlich
und liebe GrĂŒsse
erbsenrot
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namaqool
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hallo erbesenrot,

deine zweite Version gefÀllt mir sehr gut.
Noch besser wĂŒrde sie mir ohne die erste Strophe gefallen:

*

Ich werde alt,

spĂŒre den Mantel
aus grob gewebtem
Gobelin.

Schwer und
unausweichlich.

Will mich befreien,

noch geschwind
heiteres Erwachen
mit einweben.

*

Gruß, namaqool.

__________________
Phönix ist ein anderer.

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