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Leselupe.de > Kurzprosa
Göttin der Nacht
Eingestellt am 31. 10. 2001 11:42


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Beatifikat
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Wie immer schlich ich unerkannt
am kalten , dunklen Abend ,
träumend durch das Niemandsland -
den Blick gen Himmel ragend .

„Ich fluchte, schrie und bat,
um Wunderhand, um liebend’ Nähe .
Auf das der Himmel Einsicht hat -
ich Licht am Horizont erspähe.“

Und da - der Himmel klärte sich
und ließ ein Sternlein flimmern .
Ein buntes , zartes Nächtelicht
mit wundervollen Schimmern .

Nur kurze Zeit danach verstrich ,
als ein zauberhaftes Götterwesen
mit fabelartig Engelsgesicht ,
hervortrat aus dem Licht .

Von Venus mir erkoren sei ,
Geschöpf im schillernden Dunkel
mit Zaubermächten - allerlei ,
-aphroditisches Gefunkel -

Göttin der Nacht ward herabgesandt ,
in nackter , güldener Gestalt -
trat sie zu mir ins Niemandsland ,
indem es fröstelt - sonderkalt .

Sie küsste wach ein Blümelein
und schenkte mir es bald
und Frühling wards im Niemandsland
und bunt und wohlig ward das Kalt .

Ein Singen , Summen , Leuten
trat in mein taubes Ohr...
Die Liebe tat mich deuten
und hob mich ihr empor .

Wir schwebten übers Niemandsland ,
wie Adler über Auen !
Sie führte mich mit warmer Hand
und ließ die Pole tauen .

Die Zeit verging im fließend Strom
und riss uns Hin und Her .
Es dämmerte , es krähte schon ;
die Liebe ward noch unbeschwert .

Wir flohen vor des Tages Anbruch ,
der ihr die Kräfte raubte -
doch fehlgeschlagen der Versuch -
Göttin der Nacht verstaubte !

Des Tages Auge und erspa ,
mit Rücksichtslosigkeit
riss es mir fort die holde Maid
und nahm sie in Gewahr .

Nun warte ich im Niemandsland
auf sternenklare Nächte ;
ob sie mir nochmals hergesandt
und Blümelein mir brächte !


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La Luna
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Hallo Beatifikat,

ich mag dein Gedicht, es hat etwas Märchenhaftes an sich und das liest man leider nur noch selten.
Sei mir bitte nicht böse, wenn ich dir nun ein paar Stellen nenne, die mir nicht ganz so gut gefallen.

1.Vers: „rakend“ kenne ich nicht, meinst du ragend?
2.Vers: „schreite“ eigentlich schrie.
„Ich fluchte, schrie und bat,
um Wunderhand, um liebend’ Nähe .
Auf das der Himmel Einsicht hat -
ich Licht am Horizont erspähe.“
Besser so?
3.Vers: „wundervollem“
4.Vers: Reimbruch: Götterwesen – Licht
12.Vers: Erneuter Reimbruch. Bleib doch bei a-b-a-b.

Ansonsten klingt es recht flüssig und man erkennt auch deine Sprachgewandtheit recht deutlich.
Weiter so!

Lieber Gruß
Julia

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Beatifikat
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Dank DIR!

Liebe Julia,

Du bist meine erste Kritik, dafür bist Du für mich etwas ganz besonderes !
Ich danke Dir...habe kompromissbereit korrigiert und nehme gerne Kritik an, wie Du sie mir gabst - sehr gut !

Doch bei den "wundervollen Schimmern" möchte ich Dir nur sagen, dass ich damit den Plural "viele Schimmer" genutzt habe...also "den", denn "dem" gilt nur für Singularform des Datives...

Mit den besten Grüßen,
*Beatifikat*

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La Luna
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Lieber Beatifikat,

ich begrüße deine Kritikfähigkeit.
So klingt es doch schon wesentlich besser, findest du nicht?
Was den Plural angeht, hast du natürlich recht, obwohl ich – da es sich nur um ein Objekt handelt - den Singular gewählt hätte. Doch ich ziehe mich ungern an Nebensächlichkeiten hoch, schließlich will ein Gedicht erfühlt und nicht durchdacht werden.
Und fühlen tu ich es wirklich, ähnlich einem wunderschönen Traum.


Bis bald!
Julia

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