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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Goldener
Eingestellt am 14. 01. 2012 05:59


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Verboholiker
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Apr 2011

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Goldener

Ich habe, liebe Frau, Gold geschluckt.
Himmel.

Im Himmel brennt eine Spitze!
Im winterHauch
Am Morgen Zeigt Sichsich
Des Sohnes Himmeldacht
TĂĽrmend ĂĽber den fernen
Sucht.
Haizzitoma
Im Brennen zeigt er sich
Emblece emblece
Zu einem Himmel nlässet er.
Deswegen
Im Morgen bläst eine
Stirnflut. Ist.
Im Morgen Eine Sturmflut
Im Himmel und am MorgenHauch
Dreisam lässt, lässt, lässet.
Du bist mein, Du bist mein,
Mein Himmel, Sag es mir nicht im Detail.
Aber Du bist mein, Du bist mein…
Um den Kirchtum weht ein kalter graus. Schwebestoffe schlucke ich.
Und ich schlucke Gold
Schlucke Gold.
Morgentlich auferwacht.
Undsss schmecket mir.
Sschmeckt gut,

im Himmel auch.


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AchterZwerg
Guest
Registriert: Not Yet

Halle Verboholiker,
ein schräges und schwieriges Werk, was mich aber fasziniert - es regt zum Nachdenken an.
Ich konnte mir Haizzi nur ergooglen (schreibt wohl bei facebook ) und lese "emblece" als "Sinnbild", aber ob ich damit richtig liege? Wer weiĂź ...
LyrI sieht ein Brennen am Himmel (Sonnenaufgang?) Im Licht zeigt sich seines (Lebens-) sinn. Die Gefährtin an seiner Seite? Vielleicht ein Kind? Oder ein Zugang zur Religion (Dreisamkeit?)
Das alles bleibt offen. Dennoch wirken die Verse auf mich in sich rund. Das leise Stottern fĂĽhre ich auf das Erstaunen des Sehenden zurĂĽck.
Wenn du jetzt noch "morgendlich" mit d schreibst, wird alles, alles gut.
Schöne Grüße
der 8.Zwerg

Selbst um einen Alchimisten könnte es sich handeln ... oder einen Wortsucher, einen Verseschmied


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Verboholiker
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Registriert: Apr 2011

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Danke, lieber Zwerg, für Deine Kritik. Du hast es offenbar gelesen. Ist man sonst nicht gewohnt, möchte ich hier mal leise sagen. Dafür werde ich mir auch mal Deine Veröffentlichungen gerne ansehen.

Doch möchte ich noch ergänzend hinzufügen, dass "Haizzitoma" keine Person ist, mit der ich irgendwas zu tun habe(n) (möchte). Ich glaube, es geht nur um die Phonetik an sich, die mir ganz gut in den Kram gepasst hat an jenem Zeitpunkt. Dieser Begriff kann belegt werden, wie man es gerade wünscht. Ich mache das oft so, dass ich phonetisch prägnante, aber nicht direkt in den Kontext passende Wörter suche. Eine Variable ist das, wenn man es wie eine Gleichung anschaut. Und das macht es natürlich schwierig, wie Du es auch ausdrückst. Aber warum schreiben wir? Es wäre doch langweilig und prinzipiell ohne starke Aussage, etwas – und das richtet sich an alle Leser, die sich über „Unzugänglichkeit“ jeglicher, nicht nur meiner, Lyrik beklagen sollten – zu schreiben, das sich sofort und ohne großes Nachdenken verstehen lässt. Wie der Zwerg es schon sagt: Es soll natürlich zum Denken anregen, das tut es auch, indem es „schräg“ ist, indem es verklausuliert ist, aber doch immer alle Türen für Interpretationen offen lässt.

Das "Emblece", denke ich, hast Du ganz gut getroffen, siehe es als Bild an. Da habe ich das „Emblem“ mit „to embrace“ gekreuzt. Wird soviel bedeuten wie: „Umarme es, das Bild, umarme es!“.
Das „d“ bleibt dort, wo es hingehört. Natürlich ist das ein Tippfehler, aber ich möchte es nur ungerne ändern, es geht ja nicht um Orthographie, der Fehlentwurf summiert sich quasi zu den anderen „Fehlern“ des Gedichtes.
„Am Morgen zeigt sich´s Ich“.

Danke, danke, lieber Zwerg, ich schaue mir Dein Werk mal an. Aber rechne nicht mit solch milder Gabe.

GruĂź,

Verboholiker

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