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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Goldener Oktober
Eingestellt am 23. 02. 2005 04:30


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waldi44
Hobbydichter
Registriert: Oct 2002

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Goldener Oktober

Es ist noch fr├╝h!
Nebelschwaden ziehen tr├Ąge und tief durch den friedlich schlafenden Ort bis hinunter zum Fluss.
Gestern war es hei├č, ├╝ber 35 Grad, heute soll es regnen. Ich freue mich darauf. Wer kann sie schon ├╝ber l├Ąngere Zeit ertragen, diese br├╝tende Hitze.

Ich verlasse die kleine Pension durch den Hinterausgang und schlendere durch die, bei Tag, so malerischen Stra├čen des stillen Ortes.

Es ist Oktober, der hei├česte Oktober seit ich denken kann.
Wenn es heute regnet bekommen wir einen Jahrhundertwein, den Besten, den es je gegeben hat. Ich ├╝berquere die Hauptstra├če und stehe ohne ├ťbergang auf der Wiese am Ufer des Flusses.
Die Weinberge auf der anderen Seite kann ich nur erahnen. Noch herrscht absolute Dunkelheit.
Das nahe, gurgelnde Wasser vor mir, l├Ą├čt mich stehen bleiben, denn ich sehe nichts.
Es kann nicht mehr lange dauern bis zur D├Ąmmerung. Schon erklingt vom Ort her ein erster Hahnenschrei. Doch von einem Sonnenaufgang ist nichts zu sehen.
Eigenartig irgendwie.
Ich mache kehrt und gehe zur├╝ck in den Ort hinein.
Ein noch fernes Grollen empfiehlt mir meine Schritte zu beschleunigen.
Ein Gewitter, hier zwischen den Weinbergen, ist viel gef├Ąhrlicher als anderswo.
Ich schaue auf meine Armbanduhr.
Schon kurz vor acht, das kann doch nicht sein! Dann h├Ątte sich ja der Hahn vorhin in der Zeit geirrt. Aber bei dieser Schw├Ąrze? Kein Wunder.

Ich sehe grelles Licht am Horizont! Die Luft knistert! Dann dieser urzeitliche Knall, nicht mehr weit!
Ein Hund rennt, mit eingeklemmtem Schwanz, ganz dicht an mir vorbei und versteckt sich irgendwo.
Es blitzt jetzt ganz nahe schon und ich h├Âre fast gleichzeitig den f├╝rchterlichen Donner, der mir mein Trommelfell zu sprengen droht.
Ich h├Âre etwas! Es ist ein Rauschen, ein Rauschen wie das eines Wasserfalls.
Was kommt da auf uns zu? Hier wo ich stehe, vor dem einzigen Gasthauses im Ort, f├Ąllt noch kein Tropfen, aber es kommt n├Ąher, dieses Rauschen, immer n├Ąher.
Ich glaube eine noch tiefere Schw├Ąrze in der Dunkelheit zu erkennen, bekomme ein schlechtes Gef├╝hl in der Magengegend. Geht das gut?
Im n├Ąchsten Moment rei├čt es mich von den Beinen und mir stehen alle Haare zu Berge!
Unweit meines Standortes ist ein gewaltiger Blitz in ein altes Haus eingeschlagen.
Wirbelnde Tr├╝mmer fliegen mir um die Ohren. Ich liege flach auf der Erde, sch├╝tze meinen Kopf mit beiden Armen.
Und dann kommt Sie, die Wasserwand.
Ich schnappe nach Luft, werde von den Wassermassen auf den Boden gepre├čt.
Trotzdem steh ich auf und sehe gerade noch, wie das eben noch brennende Haus wieder in tiefer Dunkelheit versinkt.
Der Boden unter meinen F├╝├čen vibriert beim n├Ąchsten Donnerschlag.
Die Erde scheint sich aufzutun, oder die H├Âlle?
So schnell ich kann renne ich zu dem vom Blitz getroffenen Haus, denn jemand ruft kaum h├Ârbar um Hilfe. Eine junge Frau liegt unter zusammengebrochenem H├Ąuserschrott und streckt mir flehend ihre H├Ąnde entgegen. Ich k├Ąmpfe mir einen Weg durch die Wassermassen, r├Ąume den Schutt von ihren Beinen und schreie sie an, ob noch jemand im Hause sei, aber sie sch├╝ttelt den Kopf. Sie ist verletzt, aber kurzerhand werfe ich sie mir ├╝ber die Schulter und laufe, so schnell ich nur kann, zur├╝ck zum Gasthaus. Der Wirt steht in der offenen T├╝r und schaut mir entgegen. Er ist ein alter Mann, schlottert am ganzen K├Ârper. Dennoch nimmt er mir die Frau aus den Armen und tr├Ągt sie ins Haus.
Als ich mich umdrehe, h├Ârt der wahnsinnige Regen mit einem Mal auf, so, als w├Ąre er nie da gewesen und es wird schlagartig hell.
Es trifft mich wie ein Keulenschlag, als ich die Verw├╝stung sehe!
Die Stra├čen sind ├╝bers├Ąt mit ausgesp├╝lten Weinst├Âcken und lehmigem Matsch. Immer noch flie├čen ganze Sturzb├Ąche durch die Stra├čen, ├╝berall gurgelt es.
Am gegen├╝berliegenden Ufer liegt Berge weise der ganze Ertrag an Weintrauben f├╝r dieses Jahr, von diesem kurzen, aber gewaltigen Unwetter geerntet.

Goldener Oktober.

> Ende <


__________________
waldi44

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majissa
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Registriert: Jan 2002

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Hallo Waldi44,

das ist ist ├Ąu├čerst langweilig geschrieben. Besonders die erste H├Ąlfte pl├Ątschert vor sich hin. Ich las nur weiter, weil ich die M├╝he hinter dem Text erahnte und nicht glauben wollte, dass da so gar nichts geschieht. Die in der zweiten H├Ąlfte beschriebenen Ereignisse konnten mich auch nicht mitrei├čen. Konsequent hast du jede M├Âglichkeit, Spannung aufzubauen, ausgelassen. Da rei├čen es Wasserwand und Blitz auch nicht heraus. Leider.

LG
Majissa

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Denschie
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo waldi44,
wenn ich es recht verstehe, soll es hier um den Kontrast
zwischen der Erwartung der Jahrhundertweinernte auf der
einen Seite und dem Unwetter, das innerhalb weniger
Augenblicke alle Hoffnungen zerst├Ârt, auf der anderen
Seite gehen.
Ich stimme majissa zu: es ist streckenweise sehr m├╝├čig
geschrieben.
Im ersten Teil w├Ąre es sch├Ân, wenn sich das Unwetter
noch mehr ank├╝ndigen w├╝rde. Versuche vielleicht die
Landschaft etwas besser zu beschreiben oder den Protagoni-
ten mit allen Sinnen f├╝hlen zu lassen, dass etwas passieren
wird.

quote:
Eigenartig irgendwie.
Das ist nicht aussagekr├Ąftig! Was ist eigenartig? Dass es
noch dunkel ist? Versuche etwas mehr Spannung aufzubauen.

Die Rettungsaktion finde ich v├Âllig ├╝berfl├╝ssig.
Zu der Geschichte w├╝rde es besser passen, wenn Held und
Natur sich allein gegen├╝berstehen.
Dazu fehlen dann allerdings ein paar griffigere
Formulierungen. Der Leser muss die Geschichte mitf├╝hlen
k├Ânnen.
Mal so als Beispiel, wie du vertiefen k├Ânntest:
Ich sehe grelles Licht am Horizont! Wie sieht der Horizont aus? Die Luft knistert! Was hei├čt das? Dann dieser urzeitliche Knall, Wie hat man sich einen urzeitlichen Knall vorzustellen? nicht mehr weit! N├Ąmlich wo? Ein Hund rennt Was f├╝r ein Hund? , mit eingeklemmtem Schwanz, ganz dicht an mir vorbei und versteckt sich irgendwo. Wo denn?
Viele Gr├╝├če,
Denschie

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