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Leselupe.de > Horror und Psycho
Good Bye Hanky Boy
Eingestellt am 10. 08. 2006 16:28


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scrittore
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Kleine Anmerkung vor Beginn: Das sind zwei Teile einer Serie, die noch im Entstehen begriffen ist. Interpunktion wird ├╝berarbeitet

Goodbye Hankieboy

"Verdammt, war das n├Âtig? Eine Leiche ist das letzte, was wir jetzt brauchen k├Ânnen. Schaff ihn weg. Lass ihn verschwinden. Mir ist schei├čegal, wie du das anstellst. Lass dir was einfallen, aber sei vorsichtig. Mach mit ihm, was du willst. Ich lass dir freie Hand. Stell dich nur etwas intelligenter an, als damals mit Harry. Nichts darf uns damit in Verbindung bringen, wenn Hank wieder auftauchen sollte" w├╝tend polterte Sid los.
"Ne Boss, keine Bange. Ich hab auch schon eine Idee" kicherte Louis.
"Und denk dran, heute Abend kommt alles was Rang und Namen hat. Wenn die Party ein Erfolg wird, sind wir top. Nimm dir Joey, Clarissa und ein paar von den Mexikanern, die k├Ânnen bei der Dekoration helfen. Aber zuerst schaffst du den auf die Seite, der hat genug ├ärger gemacht." Immer noch w├╝tend trat er der Leiche in die Seite.
Mit schnellen Schritten eilte Sid Ewing zum Auto, riss die T├╝r auf, schraubte seine einmeterf├╝nfundachtzig lange Gestalt hinters Lenkrad, lie├č den Motor seines TransAmerica an und der Wagen schoss mit quietschenden Reifen die Einfahrt hinunter.
Louis beugte sich ├╝ber den mausetoten, untersetzten K├Ârper der Leiche, kicherte vor sich hin, und zerrte sie dann mit angestrengtem Gesicht ├╝ber den Asphalt bis vor die verschlossene T├╝r des Wirtschaftsraumes.
Hier lie├č er sie kurz fallen. "Nichts f├╝r ungut alter Kumpel, aber du bist sauschwer. Ich brauch beide H├Ąnde um die vermaledeite T├╝r aufzumachen."
├ächzend erhob er sich wieder aus seiner geb├╝ckten Stellung, wischte sich mit seinen schmutzigen H├Ąnden den Schwei├č von der Stirn, r├╝ckte seinen Hut nach hinten und bugsierte den gro├čen Bartschl├╝ssel ins Schloss. Erstaunlich leicht lie├č sich die T├╝r ├Âffnen. Dann packte er den K├Ârper wieder bei den Schultern und zerrte ihn ├╝ber die Schwelle ins Dunkle. Neugierig strichen ein paar Katzen um den Eingang herum, sie schienen das Blut zu wittern.
Die Party war in vollem Gange, der Alkohol floss in Str├Âmen, die Steaks brutzelten auf dem Grill und die Stimmung war auf dem H├Âhepunkt. Alles was Rang und Namen hatte war zu Sid`s Party erschienen. Sogar der zweite B├╝rgermeister hatte sich mit seiner Begleitung, einer langbeinigen, knusprigen Blondine die Ehre gegeben. Er hatte sich sogar dazu herabgelassen, Sid das Du anzubieten. Ja, es war noch was dran an der alten Weisheit, "Eine Hand w├Ąscht die Andere".
Immerhin besserte der B├╝rgermeisterstellvertreter seine kargen gemeindlichen Eink├╝nfte durch ein paar Scheinchen, die Sid ihm regelm├Ą├čig zukommen lie├č, auf. Daf├╝r hatte Sid`s Firma aber auch den Zuschlag f├╝r ein lukratives Bauprojekt bekommen. Man verstand sich.
Langsam lichteten sich die Reihen, es war weit nach Mitternacht. Einzelne P├Ąrchen tauchten aus verschwiegenen Winkeln wieder auf, st├Ąrkten sich mit gro├čen saftigen Steaks, sp├╝lten mit reichlich Schampus hinterher, klopften Sid zum Abschied auf die Schulter und versicherten selten einen so sch├Ânen Abend genossen zu haben. Sid bem├╝hte sich merklich ein zu breites Grinsen zur├╝ckzuhalten und murmelte nur:
"Jawohl, Herr Staatsanwalt, oder gewiss Herr Polizeipr├Ąsident, meine Empfehlung an die Frau Gemahlin, lieber Senator"
Endlich waren alle verschwunden, auch die letzten P├Ąrchen hatten die diversen Schlafzimmer verlassen, m├╝hsam ihre Garderobe geordnet uns sich verlegen grinsend von Sid verabschiedet.
Louis hatte das Personal nach Hause geschickt und kam grinsend auf den Boss zu.
Sid schmetterte ihm seine Pranke auf die Schulter, so dass Louis erst mal leicht einknickte und dr├Âhnte ihm dann ins Ohr:
"Das hast Du wirklich hervorragend gemacht, die waren alle begeistert. Allein das hervorragend Barbecue. Jetzt haben wir freie Bahn. Mir wird hei├č und kalt, wenn ich daran denke, wie dieser Idiot uns heute fr├╝h mit seiner Story erpressen wollte. Danke, das du ihm gleich das Licht ausgeknipst hast. Und entschuldige, wenn ich etwas heftig zu dir gewesen bin."
"Ach Boss" grinste Louis und kicherte dann "du machst das schon wieder recht. War echt toll heute Abend, und diese geilen Miezen...."
"├ťbrigens Louis, was hast du eigentlich mit diesem Schn├╝ffler gemacht. Ordentlich mit Betonschuhen versehen, das der uns nicht irgendwo wieder auftaucht?" grinsend schnappte Sid sich das letzte saftige Steak und mampfte schmatzend daran herum.
"Was ist eigentlich mit dir, Louis? Du hast den ganzen Abend kein St├╝ck Fleisch gegessen, du lebst doch sonst nur von Steaks und Hamburgern. Tut mir leid, das ich das letzte St├╝ck genommen habe"
"Ach Boss, das muss mir heute morgen doch irgendwie auf den Magen geschlagen sein, das mit diesem Schn├╝ffler. Ich hab Hank wirklich gemocht, irgendwie."
"Ich hab Wasser und Blut geschwitzt, das einer von denen etwas merkt. Der Inspektor hat ein paar merkw├╝rdige Fragen gestellt nach ihm. Hoffentlich hast du auch alle Spuren beseitigt" gen├╝sslich schluckte er das letzte St├╝ckchen Fleisch herunter und leckte sich die Fingerspitzen ab.
"Jetzt ist er wirklich f├╝r alle Zeiten verschwunden, Boss" grinste Louis "wei├čt du, es war zuerst nicht so einfach ihn mit der S├Ąge kleinzukriegen. Aber wenn man erst mal den Dreh heraushat, geht es flott."
"Ja und dann, was hast du mit der ganzen Schweinerei gemacht, doch nicht etwa in die M├╝lltonne geworfen, oder durchs Klo gesp├╝lt, oder noch schlimmer in den Bach geworfen? Das wird doch schneller gefunden ehe du piep sagen kannst" schimpfte Sid.
"Na ja Boss, ich wei├č ja nicht, ob du es wirklich wissen willst. Ich hab ihn restlos beseitigt, frag lieber nicht" entgegnete Louis kleinlaut.
"Raus mit der Sprache, ich hab einen stabilen Magen" dr├Âhnte Sid und packte ihn an den Schultern.
"Nun eine Menge haben die Hunde gekriegt. Du hast sicher gemerkt, wie wild sie vorhin waren. Da ist nicht ├╝brig geblieben." druckste Louis und verstummte.
"Louis, Hank war ein schwerer Kerl. Der wog seine neunzig Kilo, das k├Ânnen die Hunde nie geschafft haben. Was hast du mit dem Rest gemacht, und sag mir nicht, der liegt eingefroren in der K├╝hltruhe, damit die Hunde jetzt jeden Tag was gutes zum fressen haben" wieder sch├╝ttelte er Louis.
Louis trat ein paar Schritte zur├╝ck. Sein Blick glitt zur Seite und blieb am Barbecuegrill h├Ąngen.
Sid schaute ihn mit gro├čen Augen an, dann folgte er seiner Blickrichtung. Die Holzkohlen gl├╝hten noch leicht vor sich hin. Er sch├╝ttelte ungl├Ąubig seinen Kopf. Dann schien er zu begreifen, seine Gesichtsz├╝ge verzerrten sich vor aufkommendem Ekel, seine Hautfarbe wurde gr├╝nlich.
"Louis?" brachte er mit br├╝chiger Stimme hervor, "sag, das das nicht wahr ist, was ich denke" flehte er.
Louis nickte nur z├Âgernd mit dem Kopf, w├Ąhrend Sid sich vehement herumwarf und w├╝rgend und keuchend alles wieder herausw├╝rgte, was er den ganzen Abend verspeist hatte.


Ende Teil I

Teil II

Die Sonne sandte ihre verzehrende Glut ├╝ber das Land. Seit Wochen hatte es nicht mehr
geregnet, das ganze Tal schien verdorrt. Nur wo der Mensch mit k├╝nstlicher Bew├Ąsserung
nachhalf, blieben die B├╝sche und Str├Ąucher gr├╝n. Die kleine Fazenda am Talschlu├č war die einzige
Oase weit und breit. Ein hochbeiniges Auto qu├Ąlte sich schlingernd die Schotterpiste zum Tor des
Anwesens hinauf. Hochaufgewirbelte Staubwolken lie├čen aus der Entfernung nicht das Fabrikat
erkennen. Die Ranch schien ausgestorben. Nur einer beobachtete mit einem Feldstecher, den er
an die Augen pre├čte, den n├Ąherkommenden unerwarteten Gast.

"Schei├če, die Bullen!" entfuhr es Louis, als der Chevi n├Ąherkam und er das Polizeifahrzeug
erkannte.

Er warf das Fernglas aufs ungemachte Bett seines ansonsten sehr geschmackvoll eingerichteten
Zimmers und hastete hinaus. Die Hitze war m├Ârderisch und machte ihm zu schaffen. Sein
Hawaiihemd klebte an seinem untersetzten K├Ârper, seine Kahkihosen waren zerknittert und die
G├╝rtelschnalle scheuerte auf seinem Bauch. Louis wischte sich mit einem gro├čen blauen
Taschentuch die schwei├čnasse Stirn, w├Ąhrend er zum Pool marschierte.

Sid r├Ąkelte seine hochgewachsene Gestalt im Liegestuhl und schm├Âkerte im neuesten Grisham. Er
trug grasgr├╝ne knielange Badeshorts, nippte ab und an von seinem eisgek├╝hlten Prosecco und
warf von Zeit zu Zeit ein Auge auf das M├Ądchen neben ihm.

Sids t├Ątschelte mit seiner breiten Pranke besitzergreifend ihr pralles Hinterteil. Ihre Pobacken
vibrierten unter seiner Ber├╝hrung und Sue Ellen lie├č ein leises behagliches Schnurren ert├Ânen. Kein
Bikinih├Âschen vermochte die pr├Ąchtige F├╝lle zu b├Ąndigen, jedenfalls keines in der von ihr
bevorzugten Gr├Â├če. Sue Ellen d├Âste vor sich hin. Ihr schien die Hitze nichts auszumachen. Ihr
├╝ppiger, langbeiniger K├Ârper war tiefbraun gebrannt.
Grinsend nahm er mit spitzen Fingern einen Eisw├╝rfel aus dem Beh├Ąlter und legte ihn in die
Vertiefung zwischen ihren Pobacken. Kreischend rollte sie sich auf die Seite und scho├č empor.
Emp├Ârt rief sie:

"Bist du verr├╝ckt geworden Sid? Igitt ist das kalt. Ich h├Ątte einen Herzschlag kriegen k├Ânnen. Ich
hab gerade so was sch├Ânes getr├Ąumt. Wir zwei waren ganz allein an einem einsamen Stand, die
Palmen rauschten und du wolltest gerade..."

Schmollend verzog sich ihr Mund, als Sid laut lachte.

"Da trink einen Schluck auf den Schrecken. Anschlie├čend drehen wir noch ein paar Runden im Pool
und dann...." grinsend kniff er ihr in den Po und reichte ihr ein Glas Prosecco.

"He Bo├č, verdammt die Schn├╝ffler kommen. Was sollen wir tun?" rief Louis, der pl├Âtzlich in ihre
Idylle hineinplatzte.

Schlagartig wurde Sid ernst. Er stand auf, schnappte sich seinen Bademantel, warf ihn ├╝ber und
meinte zu Sue Ellen:

"Du gehst ins Haus und ziehst dir was an. Dein Aufzug ist nicht jugendfrei, au├čerdem geht das die
Bullen nichts an, denen fallen sonst nur die Augen aus dem Kopf. Louis du h├Ârst auch auf Sue
Ellen so gierig anzustarren. Mein Gott rei├č dich zusammen. Geh vor, la├č sie rein und bring sie
hierher. Ach ja, bleib in der N├Ąhe."

"Ob die wegen Hank kommen? Soll ich Dr. Kendall anrufen, vorsichtshalber? Was meinst Du Bo├č?"
fl├╝sterte Louis heiser.

"Was wollen die ohne Leiche beweisen, denk doch mal ein bi├čchen. Oder hast du etwa noch..."
schluckte Sid, w├Ąhrend sich sein Gesicht, im Gedenken an die Ereignisse vom Wochenende, leicht
gr├╝nlich verf├Ąrbte.

"Ne Bo├č, wei├čt du doch, ehrlich. Der Zwinger ist gr├╝ndlich geputzt. Und, naja, du hast doch das
letzte...." brachte Louis, ein Grinsen m├╝hsam verbergend, heraus. Vorsichtshalber zog er seinen
Kopf etwas ein, und trabte dann ums Haus zum Eingang.

Doch Sid hatte sich schon wieder gefangen, seine Gesichtsfarbe wechselte wieder von leicht
gr├╝nlich nach bronzebraun. Er fuhr sich mit der Hand durchs Haar, zog seinen Bademantel
zurecht, go├č sich ein Glas Prosecco ein, und setzte sich auf die komfortable Gartenbank, die im
Schatten an der Hauswand stand. Er nahm sich seinen Roman vor, bl├Ątterte etwas darin und las
dann scheinbar unbeeindruckt.

"Du Bo├č, das sind zwei Bul...., eh ich meine nat├╝rlich die beiden sind von der Polizei" stammelte
Louis und schaute schuldbewu├čt zu Boden.

"Na wenn das nicht mein alter Freund Sidney Ewing ist. Welche Bank hast du den ausgeraubt,
damit du dir dieses pr├Ąchtige Anwesen leisten kannst. Davon alten Omas die Handtaschen zu
klauen, l├Ą├čt sich das nicht finanzieren. Und mein ganz spezieller Kunde, Louis Alvarez, der Boxer.
Da kann doch der dritte im Bunde, Hank Kaczmarek, nicht weit sein?" dr├Âhnte der eine der beiden
Polizisten mit tiefer rauher Stimme hervor.

Breitbeinig stand er da, die Daumen hinter dem G├╝rtel seiner Jeans verhakt, w├Ąhrend sich sein
Bauch oberhalb des G├╝rtels hervorw├Âlbte. Seinen breiten, speckigen Hut hatte er weit nach
hinten geschoben, die obersten Kn├Âpfe seines Jeanshemdes standen offen, wie dunkler Pelz
lugten die Brusthaare hervor.
Ein fettiges Grinsen verzog seine Mundwinkel. Der Stern gl├Ąnzte matt auf seiner Brust.

"Hank Kaczmarek war vor einer guten Woche, genauer gesagt am Freitag fr├╝h unten in Alamo,
ganz genau gesagt war er schon im Revier. Dummerweise waren wir gerade im Einsatz, und dem
Deputy wollte er nichts verraten. Der Deputy sagte, Hank war ganz aufgeregt. Er hatte den
Eindruck, das V├Âgelchen wollte ein wenig singen" l├Ąchelte seine Begleiterin, eine herbe,
mittelgro├če Br├╝nette, in Jeans und einer Uniformbluse.

"Ja und jetzt fragen wir uns nat├╝rlich, was Hankieboy so in Angst und Schrecken versetzt hat,
das er bei uns auspacken wollte. Ihr habt nat├╝rlich keinen blassen Schimmer, wo er sich so
rumtreibt, oder?" grinste der Sheriff.

"Ich glaube Hank wollte in den Osten zu seiner Schwester, Cincinatti oder so mu├č sie wohnen. Ja,
zugegeben, er hat fr├╝her mal f├╝r mich gearbeitet. Aber sone dicke Freundschaft war das nie,
stimmts Louis?" l├Ąchelte Hank, der sich eisern in der Gewalt hatte, mit einem schiefen Grinsen.

"Ne Officer, der Bo├č hat recht. Hank hab ich schon lange nicht mehr gesehen. Ihm wird doch
nichts zugesto├čen sein?" gab sich Louis besorgt.

Unterdessen war Sue Ellen heraus geschlendert. Ihre langen Beine steckten in hautengen blauen
Jeans, und oben herum trug sie eine bla├čblaue Bluse, die unter dem Busen verknotet war und
tiefe Einsichten gew├Ąhrte.

Mit unverhohlen breitem Grinsen musterte der Sheriff ihre Erscheinung.

"Aber Sid, Hank war doch am Freitag mittag noch da, oder etwa nicht?" brach sie
eingesch├╝chtert ab, als sie Sids Miene bemerkte, die sich bei ihren Worten j├Ąh verd├╝sterte.

"Da hast du dich get├Ąuscht Su Ellen. Das war, ├Ąh, das war jemand vom, ├Ąh.... Partyservice,"
pre├čte er m├╝hsam heraus und grinsend erg├Ąnzte Sid

"du wei├čt doch Louis. Ist dir doch auch aufgefallen, diese ├ähnlichkeit. Hast du Hank nicht sogar
mal damit aufgezogen, das sein Vater wohl..... Mann war der damals sauer auf dich. Mu├čt dich
doch noch dran erinnern, Louis!"

"Ja, ja, jetzt wo du es sagst, erinnere ich mich. War ganz sch├Ân beleidigt damals der gute alte
Hank. Ne, ne Officer, Hank war schon mindestens drei Wochen nicht mehr in der N├Ąhe. Wei├č ich
genau, hatte n├Ąmlich noch Schulden bei mir, hat sich einfach verdr├╝ckt." fabulierte Louis mit
unschuldiger Miene.

"Schlu├č mit der M├Ąrchenstunde!" bellte der Sheriff und l├Âste seine Blicke von Sue Ellens
wohlgeformten Aussichten.

"Ich glaube Betsy," wand er sich an seine etwas mi├čmutig schauende Begleiterin,
"He Betsy, was ist? Doch nicht etwa eifers├╝chtig auf dieses D├Ąmchen da? Wo hast du sie
aufgelesen Sid? Arbeitet die etwa auch f├╝r dich, oder nur zum Vergn├╝gen, ach egal" brummte er
und beobachtete die w├╝tende Miene Sids und das beleidigte Gesicht Sue Ellens.

"Komm reg dich ab, Sid. War nicht so gemeint. Ist mir wirklich schnurz, woher...Ach vergi├č es
einfach!" grinste er dann zu Sid her├╝ber.

"Ich glaube, wir sollten die ganze Bude auf den Kopf stellen, alles umgraben. Was meinen sie,
Mister, wie der Garten nachher aussieht, wenn erst mal ein Bulldozer durch ist? Ich geh zum Auto
und ruf die Jungs an. Clark, soll ich den Herrschaften ihre Rechte vorlesen?" meldete sich die, die
ganze Zeit stumme Begleiterin wieder zu Wort.

"Ach la├č mal Betsy. Ich glaube nicht, das mein Freund Sid so dumm ist und eine Leiche in seinem
sch├Ânen Garten vergraben w├╝rde. Nicht wahr Sid, aber ihr wi├čt wo Hank abgeblieben ist? Wenn
wir die zwei jetzt mitnehmen steht in einer Stunde sein Winkeladvokat auf der Matte und zehn
Minuten sp├Ąter, der zweite B├╝rgermeister und was dann? Ja, wenn man gut schmiert, hat man
viele Freunde, nicht wahr Sid?"

Sid fiel ein Stein vom Herzen und Louis schnaufte merklich auf, nur Sue Ellen schien nichts zu
begreifen, l├Ąchelte aber dann, als sie die gel├Âsten Mienen der beiden anderen sah.

"Ihr r├╝hrt euch nicht aus dem County. Morgen fr├╝h kommt ihr runter in die Stadt und wir machen
das Protokoll. Komm Betsy, wir lassen die beiden Gentlemen und die Lady jetzt wieder allein ihren
M├╝├čiggang pflegen. Ich sp├╝rs, das ihr was mit Hanks verschwinden zu tun habt. Ich komm euch
auf eure Schliche." mit einem letzten Blick streifte er Sue Ellens ├╝ppige Figur und wandte sich
dann ab, Betsy im Schlepptau.

"Mensch Bo├č, jetzt brauch ich nen Bourbon. Ogottogott, meine Knie zittern vielleicht. Meinst du
der ahnt was?" mit bleicher Miene stie├č Louis die Worte heraus.

"La├č uns allein Suziebaby! Ich hab mit Louis was gesch├Ąftliches zu besprechen. Komm beweg
deinen Arsch!" fauchte Sid, als sie nicht gleich ging. Dann rauschte sie mit beleidigter Miene ins
Haus.

"Meinst du Sue Ellen hat das geschluckt mit dem Partyservice vorhin, Louis? Was meinst du? Los
red schon" pre├čte Sid ungeduldig zwischen den Z├Ąhnen hervor.

"Ach Bo├č, wei├čt doch die Weiber. Schnell auf der Palme, schnell wieder herunter. Wirst sehen
nachher ist sie wieder ganz lieb und umg├Ąnglich. Vielleicht solltest du aber..." kicherte Louis dann.

"Bist du wahnsinnig?" kreischte Sid, "Willst du sie etwa auch..?"

"Ach Bo├č, nicht was du denkst. Ich hab nur gemeint, vielleicht ein kleines Armband oder so, na du
wei├čt doch, was den Miezen Freude macht." kicherte Louis und stie├č Sid mit einem vertraulichen
Grinsen an.

Grinsend nahm Sid die Bourbonflasche aus dem K├╝hler und schenkte beiden randvoll ein.

"Auf uns!" kicherten beide, stie├čen die Gl├Ąser aneinander und sanken in ihre Sessel.


Ende Teil II










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