Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92255
Momentan online:
263 Gäste und 8 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Gereimtes
Gott belehrt den Teufel
Eingestellt am 11. 10. 2009 20:10


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
viktor
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2007

Werke: 117
Kommentare: 309
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um viktor eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Gott belehrt den Teufel

Der Teufel und der liebe Gott
gerieten ins Gew├Âlle.
Der Teufel meinte voller Spott:
"Du schufst doch nur den Himmel
mit Weihrauch und Gebimmel,
ich aber schuf die H├Âlle!"

"Gemach, Gevatter Hinkefu├č,
dein hei├čer H├Âllenofen
versengt die S├╝nder gleich zu Ru├č
und - schwupps - schon naht das Ende
ganz ohne Widerst├Ąnde -
das ist was f├╝r die Doofen.

Zum Teufel fehlt dir das Format,
du miese Zirkusnummer.
Ich regelte das l├Ąngst privat
und hab das ERDENleben
der H├Âlle preisgegeben:
der Angst, dem Krieg, dem Kummer."

"Hach", sprach der Teufel, "welch ein Mist,
das ist ja kaum zu steigern!
Das zeigt, dass DU der St├╝mper bist -
ein Leben voller Leiden
will jedes Wesen meiden:
der Mensch wird sich verweigern!"

"Und dennoch funktioniert mein Plan:
Um dieses zu verhindern,
schuf ich das Sexualorgan -
mit ungeheurem Triebe
(der sogenannten "Liebe")
verhelf ich ihm zu Kindern!"

"Doch wo ist dann der tiefre Sinn
von diesem, deinem Himmel?"
"Der ist f├╝r dich - flieg endlich hin,
da kannst du Wolken wringen
und Hallelujah singen,
bei Weihrauch und Gebimmel!"

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

O Bruder im Herzen,

welch ein sch├Ânes Reimschema! Wie ich sehe, bin ich nicht die Einzige, die Spa├č an solchen Spielereien hat.

Auch der Inhalt spricht mich an: witzig & geistreich, ganz wie ich das von dir kenne (g├Ąbe es doch mehr von deiner Art ...)

Diabolische Gr├╝├če
Heidrun


Bearbeiten/Löschen    


Sta.tor
Foren-Redakteur
H├Ąufig gelesener Autor

Registriert: Feb 2002

Werke: 152
Kommentare: 2221
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Sta.tor eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Nun ja, da stehen aber immerhin noch Spott, Ru├č, privat, bist, Sexualorgan und hin ohne Beziehung zueinander da. Obwohl das ja wohl keine Meisterpr├╝fung f├╝r einen wie viktor darstellen sollte. Die hat er ja m.E. schon. Bspw.:

quote:
Der Teufel und der liebe Gott
gerieten ins Gew├Âlle.
Der Teufel meinte voller Spott:
"Du schufst doch nur den Himmel
mit Weihrauch und Gebimmel,
ich aber schuf die H├Âlle!"

"Gemach, Gevatter Hinkefu├č,
dein hei├čer H├Âllenofen
bringt manchen S├╝nder aufs Schafott
und - schwupps - schon naht das Ende
ganz ohne Widerst├Ąnde -
das ist was f├╝r die Doofen.

usw...
Da wird sich f├╝r den Rest ja wohl auch noch was Vern├╝nftiges finden. (H├Âllenofen und Doofen ist ├╝brigens auch doof).

Viele Gr├╝├če
Sta.tor


__________________
schlimmer geht immer

Bearbeiten/Löschen    


viktor
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2007

Werke: 117
Kommentare: 309
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um viktor eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

...ich danke dir, heidrun!

lieber stator,
deine kritik versteh ich nicht so recht, das reimschema ist durchg├Ąngig:
abaccb, von daher funktioniert dein vorschlag mit "schafott" nicht...
zur n├Ąheren erkl├Ąrung des textes: ich bin ja eigentlich schon seit l├Ąngerem eigentlich kein richtiger dichter mehr, sondern eher ein philosophisch interessierter mensch, der das kunstHANDWERK bem├╝ht, um seine gedanken in eine m├Âglichst kurze und unterhaltsame form zu bringen.
nach wenig angenehmen erfahrungen der letzten jahre ist mir der gesamtplan der natur immer suspekter geworden.
ich lese gerade einen seri├Âsen philosophischen 800s-schinken mit dem herrlichen titel "nichts"(http://www.inkultura-online.de/nichts.htm), aus dem ich lerne, dass die frage "ist es gut, das etwas ist oder w├Ąre es besser, wenn nichts w├Ąre" (...to be or not to be...) eine uralte ist, die schon in der indischen philosophie (buddha!), in der griechischen und bis heidegger und sartre gestellt wurde. man bedenke, dass das leiden am leben f├╝r die menschen in der zeit vor antibiotika und moderner narkose oder zahntechnik viel pr├Ąsenter war, als heute - und ein leben voller leiden und schmerzen ist ja nicht sonderlich "motivierend" (von kriegszeiten und ihren folgeerscheinungen will ich hier garnicht erst anfangen...).
da der mensch nun eine vern├╝nftige antwort auf die sinnfrage haben will, entstand einerseits die eher komplizierte philosophie f├╝r dieanspruchsvolleren hirne, die religionen (a.sch.: "philosophie f├╝rs volk") mit ihren plakativen ikonen und personalisierungen anfererseits f├╝r das eher "kindliche gem├╝t".
teufel, gott, engel, maria, himmel, h├Âlle, paradies geh├Âren dazu.
sinddie philosophischen begriffe oft schon fragw├╝rdig, so sind es die religi├Âsen eigentlich umso mehr.
in meinem text spiele ich ein bisschen damit...
liebe gr├╝├če
viktor

Bearbeiten/Löschen    


5 ausgeblendete Kommentare sind nur f├╝r Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zur├╝ck zu:  Gereimtes Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!