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Leselupe.de > Humor und Satire
Gott verkauft Weltfrieden
Eingestellt am 01. 06. 2002 18:28


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Kaiser Nero
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Gott verkauft Weltfrieden

Gott verkauft Weltfrieden

"Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten! Verkauft an den Herren neben der Ground Zero Flagge.", schallte es durch das Auktionshaus, als US-Pr├Ąsident Bush vor wenigen Tagen den Weltfrieden zu einem Preis von 2.465 Billionen Dollar ersteigerte.
Da die fortschreitende Liberalisierung auch vor dem Jenseits nicht halt macht, beschloss Gott den Weltfrieden an den meistbietenden Erdenb├╝rger zu verkaufen.
Zu der Auktion waren s├Ąmtliche G8-Staaten, die 50 gr├Â├čten Unternehmen der Welt und ein Gremium von Hilfsorganisationen eingeladen. Die US-Regierung und das Rote Kreuz ├╝berboten sich im Sekundentakt. Schlie├člich siegte aber ein erfreuter Bush:"Ha, das w├Ąr ja noch besser, wenn diese Alt-Hippies gewonnen h├Ątten. Die w├╝rden wahrscheinlich auch noch auf die Idee kommen, den Weltfrieden zu vergeuden und alle am gro├čen Kuchen mitessen lassen, sogar die Schurkenstaaten. Aber zum Gl├╝ck hat die Gerechtigkeit gesiegt. Gob bless America."
Der Weltfrieden wurde von den Amis sogleich in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, an welcher die US-Regierung 51% h├Ąlt. Die restlichen 49% sicherten sich die EU mit 20% ("Eigentlich nur, um den Amis zu zeigen, dass wir auch noch da sind.") , Schweiz ("Einfach so! RuckZuck. Unser Geld muss ja auch mal weg" und Japan je 10%, McDonalds mit 8% und Greenpeace mit 1% ("1% Weltfrieden. Immer noch besser als gar nichts; oder illegale Walf├Ąnger."). Da jetzt nur noch die USA ├╝ber Krieg und Frieden entscheiden d├╝rfen, f├╝rchten viele ein zunehmendes Chaos. Kolumbianische Rebellen zB, m├╝ssen nun im wei├čen Haus anrufen und eine Bewilligung beantragen, bevor sie einen Polizeikonvoi in die Luft sprengen. Ein somalischer Terroristenf├╝hrer bef├╝rchtet eine Monopolisierung des Kriegswesens:"Es ist ein Wahnsinn. Diese ganzen Formulare. Fr├╝her nahmen wir unsere Waffen, schossen mal schnell einige Zivilisten ab und hofften auf die Erf├╝llung unserer Forderungen. Aber heute, heute m├╝ssen wir zuerst diesen verdammten Bush fragen. Au├čerdem, wenn das so weitergeht k├Ânnte bald eine f├╝rchterliche Rezession im Kriegs- und Friedenswesen eintreten. Das ganze System erstickt in der B├╝rokratie. Der Spa├č an der ganzen Sache geht verloren."
Wie es aussieht d├╝rften also in Zukunft die USA bestimmen, wo wei├če Tauben in die Luft steigen oder aber sich Jugendliche in Einkaufszentren in die Luft sprengen, damit der Weltfrieden AG - Kurs steigt. Bush selbst werden die K├Ąmpfe nicht viel st├Âren, denn schlie├člich ist sein Land mit 51% beteiligt, und hat das Recht auf Frieden im eigenen Land, auch wenn sich der Rest untereinander bekriegt. Ganz will er diese Vorw├╝rfe aber nicht auf sich sitzen lassen:"Ab und zu greifen wir schon noch ein, wenn uns wo was nicht passt oder wenn wir unsere Wirtschaft mit R├╝stungsausgaben ankurbeln m├╝ssen. Aber eines sag ich euch: Wer nicht f├╝r uns ist, der ist gegen uns."
__________________

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Zeder
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Hallo, Kaiser Nero,

und wenn es nicht so traurig wahr w├Ąre, k├Ânnte man tats├Ąchlich lachen...

Wieder einmal sehr treffend geschildert, trocken und hintersinnig.

Ich w├╝rde an Deiner Stelle die Schlusss├Ątze von
"Das traurige daran..." bis " schon bisher der Fall" streichen:

Zum einen hast Du diese Satire ja geschrieben, um genau das Auszudr├╝cken, was in diesen S├Ątzen steht (also: Doppelt gemoppelt!), zum anderen ist die Aussage von Bush: "Wer nicht f├╝r uns ist, der ist gegen uns." ein hervorragender Schlussakkord und spricht f├╝r sich (├Ąhm: f├╝r ihn) selbst.

Viele Gr├╝├če,
__________________
"Die Ceder ist ein hoher Baum, oft schmeckt man die Citrone kaum" (Wilhelm Busch)

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Kaiser Nero
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@zeder

...dein Wunsch sei Befehl...
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Zeder
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...ich hoffe nicht, weil ich Admin bin...

:-)

Oder anders gesagt: er gef├Ąllt MIR, Dein Text.

Gru├č,

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"Die Ceder ist ein hoher Baum, oft schmeckt man die Citrone kaum" (Wilhelm Busch)

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