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Leselupe.de > Anonymus
Grabbeigaben
Eingestellt am 06. 06. 2008 16:36


Autor
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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Die Familie war sich nicht ganz einig dar├╝ber, welche Dinge man Jonny mit ins Grab geben sollte.

Der achtj├Ąhrige Benny hatte sich auf den Hubschrauber mit 8-Kanal-Fernsteuerung, Luftbildkamera und Startkit versteift. Au├čerdem m├╝sse man noch ein Paar Ersatzkufen und Rotorbl├Ątter beipacken, falls es da zu einer Bruchlandung komme. Den Segler mit E-Hilfsmotor, der mitunter stundenlang in der Luft blieb, d├╝rfe man auch nicht vergessen. Und ohne Laubs├Ąge, Leim, L├Âtkolben, L├Âtzinn, Kolophonium, ein paar Schraubenzieher, Strompr├╝fer, Hammer, Zangen usw. ginge es da in der Tiefe gewiss nicht.

Mary lie├č sich nicht von den Loks und Triebwagenz├╝gen der Modelleisenbahn abbringen. Nat├╝rlich seien auch die Nachbildung des Dorfbahnhofes, einige t├Ąuschend echt aussehende Porzellank├╝he und Teile einer Wiese aus gr├╝nem Filz, geschm├╝ckt mit winzigen G├Ąnsebl├╝mchen, sinnvoll. Vor allem die G├Ąnsebl├╝mchen: die s├Ąhen so echt aus, dass man meine, sie dufteten.

Jenny legte wortlos Fredo auf den Tisch, den Kuschelhasen. Und Mischka, den gro├čen Braunb├Ąren mit der tiefen Brummstimme. Mit wem solle er denn kuscheln? Dann holte sie Pittiplatsch, Schnatterinchen, Herrn Fuchs, Frau Elster. F├╝rs Puppentheater. Da unten sei ja viel Zeit f├╝r so was.

Jack, mit seinen vierzehn Jahren das ├Ąlteste der Kinder, dachte an ganz andere Dinge. Er deutete auf ein Regal, vor dem ein Schlagzeug stand. Eine Gitarre lehnte im St├Ąnder. Vor den vielen B├╝chern lagen Blockfl├Âten, Mundharmonikas, Kastagnietten.

Die Mutter sch├╝ttelte den Kopf. Ging zur Hausbar, nahm ein Kistchen Zigarren, eine Flasche Gin, einen Stapel Pornohefte heraus. Legte alles auf den Tisch. Sah die Kinder an. Okay, sagte sie m├╝de. Jeder darf w├Ąhlen. Aber nur eins. Losen wirÔÇÖs aus. Sie griff sich den Knobelbecher.

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