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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Grau in Grau
Eingestellt am 28. 07. 2014 16:28


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Bjoern
Hobbydichter
Registriert: Jul 2014

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Es war einer dieser warmen Sommertage an denen man sich nichts mehr wĂŒnschte als eine Wanne voll Eis und ein kĂŒhles GetrĂ€nk in der Hand.
Ich merkte genau. Es war Zeit sich neu zu verlieben. Wieder Schmetterlinge im Bauch zu verspĂŒren und zusammen den Sonnenuntergang auf dem Dach eines Hochhauses zu genießen. Nicht eines dieser grauen Plattenbauten, nein ein schön buntes musste es sein, genauso eines wie es sie es ganz in der NĂ€he gab.
Ich war bereit fĂŒr den Tag. Und der Tag war bereit fĂŒr mich.
WĂ€rst da nicht du gewesen.

Einen guten Freund hattest du mich immer genannt. Und das obwohl ich der Meinung war, dass wir eigentlich gar nicht so viel voneinander wussten.
Vielleicht gab es aber auch einfach nicht mehr ĂŒber dich zu erfahren.

Da ich deinen Namen an diesem Tag noch nicht auf meinem Handydisplay sah, im Normalfall gab es wenigstens mal eine SMS von dir, machte ich mir Gedanken. Ich beschloss dich aufzusuchen bevor ich den Nachmittag irgendwo zwischen DĂŒnen und einem kĂŒhlen Blonden verbringen wollte.
Ich kannte dich und deine Probleme schon sehr gut. Manchmal vielleicht etwas zu gut.

Immer wieder hattest du es geschafft mich runterzuziehen. Manchmal, leider viel zu selten gelang es mir allerdings dir auch ein lÀcheln zu entlocken.
Als ich bei dir ankam bot sich mir ein Bild an das ich auch noch lange nach allem was passiert war, nicht vergessen konnte.

Du saßt auf dem Boden zusammengekauert in einem Eck deines abgedunkelten 1 Zimmer Appartements. Die Luft war zum schneiden dick und roch abgestanden. Fast wie in einem alten Schuppen.

Man sah dir an das du einige Zeit schon nicht mehr das Tageslicht gesehen hattest.

Deine fahle Haut, wie mit Puderzucker bestÀubt. Die Augen waren rot und geschwollen.
So hatte ich dich noch nie gesehen.

Ich tat so als wĂŒrde ich das Rasiermesser, neben dir liegend, nicht sehen. Ich war der festen Überzeugung, dass du dir sowieso nie ernsthaft etwas antun könntest. Vielmehr verstand ich es als einen Hilfeschrei. HĂ€tte ich es doch nur frĂŒher gemerkt wie ernst es dir damals war. Leicht, fast gerĂ€uschlos, trat ich es beiseite und setzte mich neben dich auf den Boden.

Noch bevor ich etwas sagen konnte brach es aus dir heraus. Deine Hilflosigkeit und die innere Leere. Deine Verzweiflung und all die Trauer die du in dir gespĂŒrt hattest.
Ich weiß, du wolltest mich damit nicht belasten. Doch in diesem Moment war ich einfach da und mir wurde bewusst das, egal wie sehr ich mich auch aufopfern wĂŒrde, ich dich nie wirklich glĂŒcklich machen könnte.



Es wĂ€re schön nun darĂŒber zu Berichten das wir uns unterhielten. Das wir uns austauschten und ich Zugang zu dir gefunden hĂ€tte. Doch dem war nicht so. Wir saßen einfach nur da. Deine Hand lag in meiner und du starrtest durch mich hindurch. Gerne hĂ€tte ich dir etwas von deiner Last genommen. Dich aufgeheitert und dir ein lĂ€cheln entlockt. Doch es war einfach nicht der Tag dafĂŒr.

Die Stunden vergingen. Es wurde dunkel und Wolken zogen auf. Langsam begann es zu regnen. Erst ganz leicht. Doch nach einiger Zeit regnete es so stark das man gerade noch die Laterne vor dem Haus schimmern sehen konnte.

Ein lautes Donnergrollen lies mich aufschrecken. Ich muss wohl eingeschlafen sein. Dein Kopf lag auf meinem Schoss. Trotz des lauten Donners hattest du tief und fest weitergeschlafen. Wie lange musstest du schon wach gewesen sein? Ich nahm deinen blassen, durch den tiefen Schlaf fast leblos wirkenden Körper auf meine Arme und trug dich in dein Bett.

Es war ein regnerischer Tag an dem wir uns das letzte mal gesehen hatten. Schon fast ironisch.

Du hast mich angerufen und mich zur Bank bestellt. Die Bank. Das war der Ort an dem wir uns damals kennengelernt hatten. Du hattest einfach auf der Bank gesessen. Ganz still, klein und alleine. Ich setzte mich zu dir und sprach dich an. Ich weiß nicht mehr warum, aber du sahst so aus als hĂ€ttest du auf mich gewartet.

Schon von weitem sah ich dich auf der Bank sitzen. Wie damals.

In der Hand hattest du eine halbe Tafel meiner Lieblingsschokolade.

„Wo ist denn die andere HĂ€lfte?“ fragte ich.
„Henkersmahlzeit!“ erwidertest du kauend und versuchtest dabei dir ein gequĂ€ltes LĂ€cheln ĂŒber die Lippen zu pressen.
„Lass die dummen scherze!“ gab ich zurĂŒck.

Ich setzte mich zu dir und fragte dich wie es dir geht. „Hmmm!“ gabst du mir zu verstehen. „Hmmm!“ erwiderte ich. Minuten des Schweigens vergingen. Es war so ruhig das ich erschrocken bin als du zu sprechen begannst. Du sagtest, dass du eine Therapie machen wĂŒrdest. Du wolltest ein neues Leben beginnen. Und versuchen wieder fröhlich zu werden.

Die SĂ€tze klangen wenig vertrauenerweckend, denn deine Gestik und Mimik war wie erstarrt. Deine Stimme leise und Monoton. Dennoch gaben sie mir in diesem Moment ein wenig Halt.

Ich nahm dich in meinen Arm und du lehntest deinen Kopf an meine Schulter.
20 Minuten spÀter gabst du mir einen Kuss auf die backe und entschwandest aus meinem Leben.

Zum sterben hattest du dir einen grauen Sonntag ausgesucht. Du wolltest von dieser Welt gehen wie du sie erlebt hast. Denn selbst wenn die Sonne schien war sie fĂŒr dich grau in grau.
Musstest du wirklich sterben um ein neues Leben zu beginnen?

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Ciconia
Routinierter Autor
Registriert: Jul 2012

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Hallo Bjoern,

ich glaube, ich bin die Erste, die einen Kommentar zu Deinen Geschichten abgibt, deshalb: Willkommen bei der Leselupe!

Ich will nicht behaupten, dass mir diese Geschichte nicht gefÀllt. Sie nimmt einen als Leser durchaus mit in die traurige Welt einer problematischen Freundschaft. Es ist nur so: Der Text weist viel zu viele Fehler auf, vor allem Kommafehler, und das macht das Lesen nicht unbedingt zum Genuss.

Ich möchte Dir hier nicht den gesamten Text korrigieren, nur einige Beispiele:

quote:
Es wĂ€re schön Komma nun darĂŒber zu Berichten berichten, Komma das dass wir uns unterhielten. Das dass wir uns austauschten und ich Zugang zu dir gefunden hĂ€tte. Doch dem war nicht so. Wir saßen einfach nur da. Deine Hand lag in meiner und du starrtest durch mich hindurch. Gerne hĂ€tte ich dir etwas von deiner Last genommen. Dich aufgeheitert und dir ein lĂ€cheln LĂ€cheln entlockt. Doch es war einfach nicht der Tag dafĂŒr.
In diesem Absatz beginnen gleich zwei SĂ€tze mit „Doch“, zweimal schreibst du „einfach“. Solche Wortdoppelungen sollte man möglichst vermeiden, und wenn nur ein einfaches „Aber“ das „Doch“ ersetzt.

Einige Male kommt Du auch mit den Zeiten durcheinander, zum Beispiel
quote:
Es war ein regnerischer Tag Komma an dem wir uns das letzte mal Mal gesehen hatten sahen. Schon fast ironisch.
Du hast mich angerufen riefst mich an und bestelltest mich zur Bank
ZunÀchst hatte ich auch Schwierigkeiten, hier zu erkennen, dass ab
quote:
Es war ein regnerischer Tag
ein spÀterer Zeitpunkt beschrieben wird. Vielleicht kannst Du das noch etwas deutlicher herausstellen.

Schau mal, ob Du die Fehler beseitigen und noch ein wenig an der Geschichte feilen kannst. Ich finde, sie wÀre es wert.

Gruß Ciconia

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