Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92211
Momentan online:
76 Gäste und 3 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Grauer Morgen
Eingestellt am 11. 03. 2003 10:08


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
marthe
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Mar 2003

Werke: 3
Kommentare: 2
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

GRAUER MORGEN

Gedankenversunken gehe ich so vor mich hin und zucke zusammen, als sich zwei von mir unachtsam aufgeschreckte Tauben auf meinen Schultern niederlassen. Leise gurrend kraulen sie mit den Schn├Ąbeln meinen Haaransatz. Bin ich noch nicht wach, oder was!?! Sie bleiben einfach sitzen! Was mache ich jetzt!? Ich gehe, wie jeden Tag zum Sp├Ątst├╝cken, in das Stehkaffee, in dem die Studenten um diese Zeit Ihre Mittagspause machen. Margarete wartet schon auf mich.:
„Hast Du keine Angst, da├č du dir was holst von den Viechern?“ sagt sie zur Begr├╝├čung. Der Laden ist rappelvoll, doch kaum jemand schaut hoch. Durch die offene T├╝r kommt eine Taube geflogen und setzt sich auf meinen Kopf. Ich sage zu Margarete: „Ich habe nur Angst, da├č mir die Piepm├Ątze auf den Mantel kacken. Aber die scheinen wohlerzogen zu sein; noch bin ich sauber. Ich sehe mich schon in Fernsehshows.:
„Die Zeitungen werden ├╝ber mich berichten. Der weibliche Dr. Doolitle!“
sage ich zu Margarete, als ein paar Meisen und ein Rotkehlchen hereinfliegen und auf meinen ├ärmeln herumkraxeln. Die Stimmung im Caf├ę wird unruhig. „Jetzt merken sie endlich was.“ denke ich gl├╝cklich. Die Stimmen werden laut:
„Das ist ja ekelhaft! Diese Viecher hier, wo Menschen essen!“
Der Chef, sonst immer charmant und h├Âflich, kommt und sagt mit energischer Stimme zu mir:
“W├╝rdest du bitte sofort mit den Flatterm├Ąnnern verschwinden! Ich riskiere doch meine Konzession nicht f├╝r diesen Quatsch!“ Ich gehe vor die T├╝r und Margarete folgt mir. „Jetzt hast du uns das Fr├╝hst├╝ck versaut.“
sagt sie beleidigt und l├Ą├čt mich einfach stehen. Die Tauben gurren noch einmal bedauernd, und die kleinen Pieper zwitschern zum Abschied heftig, bevor sie ihrem Tagwerk nachfliegen. Ich stehe noch eine Weile leicht bekleckert vor dem Caf├ę und denke: ..............GRAUER MORGEN


(├ťbrigens. W├╝rde mir mal jemand erkl├Ąren, wie ich selber Kommentare eingeben kann? Habe mich hier noch nicht zurecht gefunden, und aus Versehen einen Kommentar f├╝r SZ als "Beitrag" wiedergefunden. Tja, und ich w├╝sste auch gern, wie ich eigene, bereits ausgef├╝hrte Beitr├Ągez.B. einen falschen B. wieder bearbeiten oder l├Âschen kann. Ich komme da nicht rein. Danke!)


__________________
mf

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Arno1808
Guest
Registriert: Not Yet

Kommentare

Liebe marthe,

am Ende eines Beitrages findest Du auf der rechten Seite einen Button 'Antworten'.
Direkt dar├╝ber gibt es kleine Icons, unter anderem einen mit der Beschriftung 'edit/delete'.

F├╝r beides musst Du allerdings eingelogged sein.

Lieben Gru├č

Arno

Bearbeiten/Löschen    


kuschelmuschel
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo marthe,

irgendwie fehlt mir was bei deiner Geschichte. Sie ist so ...zu ende auf einmal.

Kurzgeschichten k├Ânnen ja auch ein bisschen l├Ąnger sein. Damit man wenigstens so ein bisschen Motivation der Protagonisten mitbekommt. Ich glaube, dann w├╝rde sie mir sehr viel besser gefallen, denn irgendwie gef├Ąllt sie mir schon, besonders die Studentenmittagspause.

Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Taube unbemerkt in irgendein Cafe etc. reinfliegen kann. Es sei denn es ist leer, wovon man hier aber nicht ausgehen kann. Also w├Ąren die kleinen Spatzen oder so glaubw├╝rdiger. Die fallen nicht so auf.

Viele Gr├╝├če

Michael

Bearbeiten/Löschen    


marthe
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Mar 2003

Werke: 3
Kommentare: 2
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Grauer Morgen

Oh, Oh, was soll ich darauf antworten? Mit der Realit├Ąt hat meine Geschichte doch nun wirklich nichts zu tun.Ich habe die Metaphorik nur verwendet, um die Abgekl├Ąrtheit und Ich-Bezogenheit der breiten Masse zu verdeutlichen, die so nichts mehr vom Hocker rei├čt. Aber wenn man das erst erkl├Ąren mu├č, ist es wohl nicht deutlich genug r├╝bergekommen.Au├čerdem la├č ich meine Fantasie gerne skurrile Purzelb├Ąume schlagen, siehe auch Monsoeur D...
marthe
__________________
mf

Bearbeiten/Löschen    


flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 278
Kommentare: 8208
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um flammarion eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
hm,

deine geschichte gef├Ąllt mir. sie k├Ânnte durchaus l├Ąnger sein. ganz lieb gr├╝├čt
__________________
Old Icke

Bearbeiten/Löschen    


kuschelmuschel
Guest
Registriert: Not Yet

Moin marthe,

ne sorry, darauf bin ich nun irgendwie nicht gekommen, obwohl, es f├Ąllt mir auch mit Erkl├Ąrung schwer die Ich-bezogenheit der Masse zu erkennen, aber als Norddeutscher ist man auch nicht pr├Ądestiniert f├╝r Metamophorik oder son kraahhms . Es gibt hier andere die dazu mehr sagen k├Ânnen.

Viele Gr├╝├če

Michael

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!