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Leselupe.de > Kurzprosa
Gurat
Eingestellt am 27. 04. 2004 08:15


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paisible
AutorenanwÀrter
Registriert: Apr 2004

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Ich hĂ€tte gar nie aufstehen sollen. Echt nicht. Was es zu bedeuten hatte, verschlafen auf den Zug zu gehen, war mir nie ganz klar. Trotzdem jeden Tag die gleiche Strecke. Die gleichen Leute. Gleich lang und höchst selten VerspĂ€tung. Wie es mir geht. Wie es mir geht? Wie es mir geht hat sie gefragt! Drecksschlampe ich wurde von meiner Frau verlassen, habe die Nacht durchgesoffen und mindestens 2/3 vorne und 1/3 hinten rausgelassen. Gut, antworte ich. Ehrlichkeit bei Fragen um mein Wohlbefinden wĂ€hren in der heutigen Gesellschaft nicht sehr angebracht. Hat ja niemand mehr Zeit. Wie es mir geht. Welche Gottverdammte Nonne sagt jemals die Wahrheit auf diese Frage. Gut. Gut. Super gut. Ultimativ super mega gut. Und ich geh gleich kotzen. Damals. Als ich noch ganz klein war irgendwo zwischen Spielgruppe und Kindergarten. In der kleinen Legoburg versunken. Da sollte ich jetzt sein. Ich hĂ€tte das Leben ablehnen sollen. HĂ€tte einfach sagen sollen: Nein ich geh nicht in die Schule, ich bleibe hier und baue Lego. Ich hĂ€tte mit dem Schnuller im Maul sagen mĂŒssen: Fick dich Bastard und lass mich meine Welt selber bauen! SimCity2004 fĂŒr Neugeborene. Wissen zu erlangen ist Dummheit. Weil die wenigsten die Verantwortung tragen können. Wie es mir geht? Hatte gestern superhightech Genfood. Von daher kann ichs jetzt nicht recht beurteilen, ob es die mutierte Gurat (Mischung zwischen Gurke und Kopfsalat) ist, die mich lĂ€cheln lĂ€sst oder die Tatsache dass du einen solch schönen Ausschnitt hast. Ficken? Sie redet nicht mehr mit mir. Dabei wollte sie mich schon immer haben. Nur wollte sie das platonische Drumherum natĂŒrlich auch. Bei ihrer Fettleibigkeit gilt der Begriff „Drumherum“ aber nicht. Ficken und weg. Und Wegficken. Du weisst? Genau. Doch wo waren wir. Ich war also auf dem Weg zur Arbeit, hatte mich konform den Fragen gestellt die einem gestellt wurden. Habe alles unterdrĂŒckt. Nur das meine GegenĂŒber nicht auch noch anfĂ€ngt zu denken. Wohin kĂ€men wir denn noch. Wenn alle denken wĂŒrden.

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Schakim

Wird mal Schriftsteller

Registriert: Jan 2002

Werke: 3
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Hallo, paisible!

quote:
Wohin kĂ€men wir denn noch. Wenn alle denken wĂŒrden.


... einen Schritt weiter!

Sei willkommen unter den Schreibenden hier in der Lupe!
LG
Schakim
__________________
§§§> In jeder Knospe zeigt sich ein kleines Wunder beim AufblĂŒhen <§§§

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El Lobo
Guest
Registriert: Not Yet

Servus,

Was bedeutet der Titel "GURAT" ??

Habe die Ehre, schönen Tag, El Lobo

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paisible
AutorenanwÀrter
Registriert: Apr 2004

Werke: 2
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Mischung zwischen Gurke und Kopfsalat

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Alexander Rahm
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: May 2004

Werke: 5
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Hmm, ich weiß nicht:
NatĂŒrlich gibt es in Deiner Prosaskizze wieder herrlich deftige Formulierungen wie:

quote:
[Ich] habe die Nacht durchgesoffen und mindestens 2/3 vorne und 1/3 hinten rausgelassen.
Wunderbar. Toll. Absolut zitierfĂ€hig. AussprĂŒche, die es sich lohnt zu merken. Aber dann gibt es auch Stellen, deren Sinn sich mir nicht erschließen wollen, wie z.B.:
quote:
Dabei wollte sie mich schon immer haben. Nur wollte sie das platonische Drumherum natĂŒrlich auch. Bei ihrer Fettleibigkeit gilt der Begriff "Drumherum" aber nicht. Ficken und weg. Und Wegficken. Du weisst?
Willst Du damit sagen, dass dicke Menschen im Grunde genommen zur platonischen Liebe nicht fĂ€hig sind (weil fĂŒr sie das "Drumherum" nicht gilt)?!? Ich jedenfalls weiß nicht.

Best regards,
Alexander
__________________
www.alexanderrahm.de

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Alex Anderson
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jun 2004

Werke: 8
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Hallo paisible,

finde der Text lĂ€sst sich sehr gut lesen, und drĂŒckt wohl starke GefĂŒhle aus. Am Besten fand ich:

quote:
Hatte gestern superhightech Genfood. Von daher kann ichs jetzt nicht recht beurteilen, ob es die mutierte Gurat (Mischung zwischen Gurke und Kopfsalat) ist, die mich lÀcheln lÀsst oder die Tatsache dass ...


Ich finde, dass dieser Part die Gedanken des Ich-ErzĂ€hlers einfach super in GemĂŒse ĂŒbersetzt. Oder deute ich da zuviel hinein, denn lese ich weiter, sehe ich, dass er vielleicht deswegen lĂ€chelt?

MfG
Alex Anderson

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