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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Gustav Meyrink: Des deutschen Spießers Wunderhorn
Eingestellt am 26. 04. 2002 13:19


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Bernd
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Nur wenige Jahre nachdem ich den "Golem" von Gustav Meyrink gelesen habe, wurde mir das Glück zuteil, auch seinen Kurzgeschichtenband "Des deutschen Spießers Wunderhorn" lesen zu können - ich musste es nur in der überaus reichhaltigen Vielfalt von Büchern erst entdecken.

Die Geschichten sind kurzweilig, voll ironischer Anspielungen und genial.

Auch heute noch wären sie aktuell.

So trainierten die Ruderer einer Mannschaft in einer der Geschichten und gewannen doch tatsächlich. Die unterlegene Mannschaft (bzw. Sportnation) fand des Rätsels Lösung: Unlauterer Wettbewerb, die andere Mannschaft hatte in "schwerem Wasser" trainiert.

Faszinierender noch ist die Geschichte, wie unsere Welt unweigerlich zugrunde geht in die andere Seite des Seins: "Die schwarze Kugel". Natürlich gibt es Dinge zwischen Himmel und Erde, deren Anwesenheit die Schulweisheit stets negiert.

Dazu gehören die morgenländischen Weisheiten. Eines Tages aber kam ein Mann, der hatte es geschafft, Gedanken auf magische Weise zu materialisieren. Es war eine Art Theater.
Die Gedanken eines Arztes waren wirklich so, dass ich was entstand hier nicht wiedergeben kann.

Andere Gedanken schufen eine gar wundersame Pagode in einem zauberhaften Garten.

Doch es geschah: Ein (preußischer?) Unteroffizier kam und dachte. Es entstand eine kleine schwarze Kugel, die langsam wuchs und alles ringsum in sich einsaugte.
Sie wuchs, und der Luftzug wurde stärker, und sie begann, alles zu verschlingen. Das Ende des Alls begann.
Gefragt, was er sich dabei gedacht hatte, gab er die bemerkenswerte Antwort: "Was man halt so denkt ..."

Nie wieder kann ich diesen Satz hören, ohne an die schwarze Kugel zu denken.

Eine SF-Version der Geschichte gab Erik Simon in einer seiner Geschichtensammlungen.

Zusammen mit "Des Knaben Wunderhorn" inspirierte mich die Sammlung zu "Des Kyborgs Wunderhorn" (von dem Auszüge in der Leselupe sind).


__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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