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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Habe hoffentlich daraus gelernt
Eingestellt am 22. 03. 2005 22:42


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Manwe
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Feb 2005

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Ich bin anders und die anderen sind es sowieso.
Ich glaube, man sollte sich erst erkennen bevor man sich auf die Suche nach seinem passenden Gegenst├╝ck macht. Eigentlich doch eine logische Grundvoraussetzung,
denn wenn ich kein Puzzelteil habe, kann ich auch nicht das Passende finden.
Dennoch st├╝rzen wir uns freudig in unreife Beziehungen, um in ihnen etwas von uns zu entdecken und an ihrer Unvollkommenheit zu wachsen. Hauptsache nicht allein.
Immerhin weis ich mittlerweile ziemlich genau was ich ganz bestimmt nicht will.
Um so gr├Â├čer die Probleme mit unserem Selbst, desto eher sind wir daf├╝r anf├Ąllig nicht nach Partnern, sondern nach Kr├╝cken zu suchen.

Jahre lang war ich meinem Noch-Gatten eine Kr├╝cke und
davor war es seine Mutter und dann sein ├Ąlterer Bruder. Menschliche Kr├╝cken haben ihre Grenzen, die meinen habe ich gefunden. Bin unter seiner Last zusammengebrochen und lag nun in den Scherben meiner Selbst. In seiner Suche mich verloren. Viel zu lang hat es gedauert bis ich mich hinkniete um die Scherben aufzusammeln. Als ich mein Sein in H├Ąnden hielt hatte ich die Kraft ihn fortzuschicken.

Heute kann ich sagen, ich habe jedes St├╝ck gefunden, ich habe mich Selbst wiederentdeckt. Nat├╝rlich hat diese Beziehung kleine und gro├če narben hinterlassen, aber keine Un├╝berwindbaren und das ist das Entscheidende. Er geht ohne Kr├╝cke, weil er muss. Er macht das ganz gut, denn letztendlich hatten ihn nur Unsicherheit und Bequemlichkeit davon abgehalten.

Wir haben unsere Vergangenheit hinter uns gelassen, aber eine gemeinsame Zukunft gibt es f├╝r uns nicht. Es war die richtige Entscheidung sich zu trennen, denn jetzt kann ich wieder die Luft der Freiheit schmecken und sie ist verf├╝hrerischer als je zuvor.

Lebensfazit:
Will nimmermehr ┬┤ne Kr├╝cke sein,
da bleibe ich lieber doch allein.
Nur las ich an mein Herz heran
wer nehmen und auch geben kann.

____________________________________________________________
Mein Noch-Gatte ist seit seinem 15 Lebensjahr depressiv, doch das bemerkte ich in den ersten ├╝berschw├Ąnglichen Gef├╝hlen nicht. Er hat zwar mit einer Therapie begonnen, aber nicht ernsthaft und l├Ąngerfristig mitgearbeitet.
Ich f├╝r meinen Teil hoffe, dass ich von meinem allzu eifrigen Helfersyndrom befreit bin.

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Ivy
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Mar 2005

Werke: 7
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Die Guten Geister...

Hallo Manwe!

Wunderbar - und ein hoher "Selbsterkennungswert" (bin auch ein Helferlein...)

Mir ist nur ein einziger Fl├╝chtigkeitsfehler aufgefallen: narben w├╝rde ich gro├č schreiben...

Ich danke Dir f├╝r den Mut, den Du mit deiner Geschichte machst: auch nach jahrelangem Mitmachen kann mann/frau etwas ├Ąndern und sollte es auch wagen.

Dir pers├Ânlich m├Âchte ich einen gl├╝cklichen Neuanfang ohne den Noch-Gatten w├╝nschen und Dir zur Freiheit, nicht mehr Kr├╝cke zu sein, von Herzen gratulieren.

Liebe Gr├╝├če
IVY
__________________
Der Kopf ist RUND
Damit das Denken die Richtung ├Ąndern kann...

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