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Leselupe.de > Feste Formen
Haiku "Blaumeisen"
Eingestellt am 08. 05. 2007 19:32


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Walther
Routinierter Autor
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Kratzen im H├Ąuschen ÔÇô
Die Blaumeisen ziehen ein
Im alten Kirschbaum
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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maerchenhexe
???
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hallo Walther,

dein haiku f├Ąngt f├╝r mich den Fr├╝hling ein, sehe deutlich das Meisenp├Ąrchen vor mir, das sich im Nistkasten sein Nest baut. Der alte Kirschbaum vermittelt mir gleichzeitig das Bild eines etwas verwunschenen Gartens,der W├Ąrme und Behaglichkeit ausstrahlt. Ich interpretiere dein haiku aber auch als einen Hinweis auf den ewigen Kreislauf der Natur und des Lebens, in dem der Fr├╝hling stets den Neubeginn darstellt. Ich kann es auch kurz und knapp sagen: es gef├Ąllt mir einfach.

lieber Gru├č

maerchenhexe
__________________
Tend the garden, that you seeded,
be a friend, where a friend is needed and you won't have to look round the other way.

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Walther
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Liebe M├Ąrchenhexe,

das ist das Geheimnis eines Haiku: Er mu├č zu Deinen Ausf├╝hrungen anregen, also genug "Zwischenraum" lassen f├╝r das eigene Empfinden, sozusagen ein "Flow of Thinking" ausl├Âsen, einen Gedankenflu├č. Wenn das hier gelungen ist, dann war das Haiku nicht "vergeblich", dann hat es das erreicht, wof├╝r es geschrieben wurde: seinen Leser anzusto├čen und anzur├╝hren.

Du hast auch das "kidai" und das "kigo" entdeckt. Das Jahreszeitenwort ist im Kirschbaum versteckt, er ist ein Bild f├╝r den Fr├╝hling, verdoppelt durch den Einzug der Blaumeisen, die zugleich das "kidai" sind. In der Tat ist der Fr├╝hling schon fortgeschritten, denn der Kirschbaum ist alt und nach der Bl├╝te erst kann man sehen, wer da im Kirschbaum wohnt, wenn der Sommer schon n├Ąher kommt, wo die kleinen Meisen das Nest schlie├člich verlassen und das Fliegen lernen.

Naturhaikus wie dieser Leben von der Erkenntnis des immer Wiederkehrenden, das ebenso beruhigend wie entmutigend ist. Es reduziert den Menschen auf einen Augenblick im Ganzen. Er kommt aus der Natur und geht in ihr auf, vergi├čt nur zu gerne w├Ąhrend seines Lebens, da├č er immer ein Teil dieser Natur bleibt, auch wenn er meint, sie zu beherrschen.

Danke f├╝r Deine Gedanken und alles Gute f├╝r Dich.

Gru├č W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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