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Leselupe.de > Kindergeschichten
Hamster, Meise und die Tiere des Feldes
Eingestellt am 11. 03. 2013 14:39


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Lyrischa
Festzeitungsschreiber
Registriert: Feb 2004

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Hamster, Meise und die Tiere des Feldes

Die Tiere aus Feld und Flur trafen sich zur Vesper. Da kamen Hase, Igel, das Wiesel, die Spitzmaus, der Sperling und auch die Meise. Und nicht zu ĂŒbersehen, der Hamster.
Ein rundes Fladenbrot hatten sie zur VerfĂŒgung.
Damit die Gerechtigkeit und der Überblick gewahrt wĂŒrden, sollten sie einzeln nacheinander ihren Anteil verzehren.
Die kleine Spitzmaus begann. Sie machte einen großen MĂ€usebiss und anschließend noch drei kleinere. Das reichte aus. Danach folgte der Maulwurf. Er genehmigte sich entsprechend seiner Gewohnheit zwei mal zwei Happen mit einer lĂ€ngeren Pause dazwischen.
Dann war die Feldmeise an der Reihe. Sie hĂŒpfte etwas schĂŒchtern zunĂ€chst nach links, wusste nicht recht, wo sie beginnen sollte. Sie pickte hier ein Körnchen heraus. Das war nicht optimal, deshalb tippelte sie nach rechts, um eine gĂŒnstigere Position zu finden. So erhaschte sie insgesamt drei SchnĂ€belchen voll. Das dauerte dem Hamster zu lange. Ungeduldig kratzte er schon mit den Vorderpfoten. Plötzlich fauchte er die Meise an:
„Du kannst wohl nicht genug kriegen? FĂ€ngst an allen Ecken an! Ich habe neulich schon gesehen, mit welcher Geschwindigkeit du alles aufpickst. Du glaubst wohl, dir gehört das Brot alleine?“
„Aber das stimmt doch gar nicht“, wagte der Vogel zu entgegnen, “ich nehme ja nur winzige KrĂŒmchen, mein Schnabel ist sehr klein. Da kommt nicht mehr zusammen, als wenn andere einen Biss machen.“
„Sei bloß still, von dir lasse ich mir nichts erzĂ€hlen!“
Alle anderen schwiegen, konnten sich nicht entscheiden oder waren zu feige.
Der Hamster keifte weiter: “Ich weiß doch, was ich sehe. Mir reicht es! Und jetzt bin ich an der Reihe!“
Damit hieb er seine Schnauze in das Brot, brach eine beachtliche Ecke heraus, stopfte zuerst seine Backentaschen voll, dann nagte und schlang er gierig und mit Ausdauer vom Brot, bis fĂŒr die anderen Tiere fast nichts mehr ĂŒbrig war.
Da fassten sich diese ein Herz, rĂŒckten zusammen und schoben sich wie ein Keil zwischen den gierigen Nager und den Brotrest.
„ Du hast gezeigt, wer hier nur an sich denkt und nichts fĂŒr andere ĂŒbrig lĂ€sst. Solche Gesellen wie dich, Hamster, brauchen wir nicht in unserer Gemeinschaft. Lass dich an unserem Tisch nicht wieder sehen!“
Und alle zusammen schoben sie ihn in den angrenzenden Wassergraben.


__________________
MaKĂŒScha

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