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Leselupe.de > Gereimtes
Hausfrauenweihnacht
Eingestellt am 24. 12. 2003 22:26


Autor
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Intonia
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2001

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Hausfrauenweihnacht
(gilt auch f├╝r Hausm├Ąnner)

Nun senkt sich Stille ├╝ber's Land,
denn heilig wird die Nacht genannt,
in der Frau m├╝de und gestresst,
herniedersinkt zum Weihnachtsfest.

Doch kaum sitzt sie im Lichterglanz,
springt sie schon auf - die Weihnachtsgans
hat sie vergessen abzutauen.
Es ├╝berkommt sie kaltes Grauen.

Die Kinder n├Ârgeln nur und zanken,
anstatt der Gabenflut zu danken.
Der Gatte will zu Abend speisen,
die Oma Gott und Engel preisen.

Das Herz der Mutter schl├Ągt zu schnelle,
sie k├Ąmpft mit Gans und Mikrowelle.
Das Vieh will einfach nicht hinein,
die Mikrowelle ist zu klein.

Der Vater ruft schon ungehalten:
ÔÇśmein Magen h├Ąngt in lose Falten'
und 'hast den Wein du kalt gestellt?'
Worauf die Gans zu Boden f├Ąllt.

Doch f├Ąllt sie nicht direkt auf diesen,
denn Mutters Fu├č steht auf den Fliesen
genau dort, wo die Gans einschl├Ągt,
was Mutters Fu├č nicht gut vertr├Ągt.

Sechs Kilo Fleisch, so hart wie Stein,
bohrt sich ins H├╝hnerauge rein,
was fortan keine Pein mehr macht,
weil auch der Knochen drunter kracht.

Gar furchtbar schrill der Schmerzschrei schallt,
im Fallen sucht die Mutter Halt
und findet diesen auf der Stelle
an der T├╝r der Mikrowelle.

Deshalb gehen nun auf Reisen
dreizehn Kilo Blech und Eisen,
fallen, mit der Hand verbunden,
auf den Fu├č, den noch gesunden.

Mutter h├Ârt die Engel singen:
ÔÇśS├╝├čer nie die Glocken klingen
Stille Nacht, O Tannenbaum'
Frohe Weihnacht? Aus der Traum!
__________________
"Liebe kostet nichts und ist doch das Teuerste auf der Welt."

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Heidrun
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Nov 2002

Werke: 6
Kommentare: 29
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Hallo Intonia

Ich habe mich sehr am├╝siert obwohl vielleicht nicht ganz so wild aber gen├╝gend Wahrheit darin steckt.
Toll ist aber, wenn man der etwas stressigen Angelegenheit Weihnachten Humor abgewinnen kann.
Ich finde das hast Du gut gekonnt.
Noch ein frohes Fest
w├╝nscht Heidrun


"Das Universum ist erf├╝llt von grenzenloser Kreativit├Ąt.
Ich ziehe sie an wie ein Magnet.
Mein Geist und meine Tr├Ąume ├Âffnen sich ihr.
Sie flie├čt in mich wie ein Strom klaren Wassers."

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, Intonia
ich sehe hier endlich wieder einen Dichter, der nicht
nur dichten kann, sondern genau so viel zu sagen hat,
wie all die anderen

Liebe Gr├╝├če
von Klopfstock

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Intonia
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2001

Werke: 85
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Gut verpackt

Klopfstock, das hast Du wirklich sehr dezent zum Ausdruck gebracht. Sozusagen in Seidenpapier eingewickelt, was zum Weihnachtsfest nat├╝rlich angemessen ist.

Dir noch einen sch├Ânen zweiten Feiertag und liebe Gr├╝├če
Intonia
PS! Wenn jeder genauso viel zu sagen hat, wie jeder andere, warum machen so wenige davon Gebrauch?



__________________
"Liebe kostet nichts und ist doch das Teuerste auf der Welt."

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Intonia
ich zitiere aus Deinem Kommentar unter Gareths Gedicht
"Ein Rat":
original Intonia:
"Endlich mal wieder ein Dichter, der nicht nur dichten kann,
sondern auch was zu sagen hat."

Da ich diesem Kommentar entnommen habe, da├č die meisten hier
zwar dichten k├Ânnen, jedoch "nichts zu sagen haben" bin ich mal probeweise zu Intonia geschl├╝pft, weil ich dachte, jemand der so die Backen voll nimmt, der hat auch viel zu sagen - aber siehe da, der liebe Intonia, hat auch nicht mehr zu sagen, als die anderen

In diesem Sinne
w├╝nsche ich Dir noch
einen sch├Ânen, zweiten
Weihnachtstag -
und nimm es mir nicht ├╝bel
hier spricht nur eine
die eh nichts zu sagen hat

Klopfstock


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Intonia
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2001

Werke: 85
Kommentare: 226
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ohne Seidenpapier

Liebe Irene,

ich stimme Dir voll zu, dass ich auch nicht mehr zu sagen habe, als die meisten anderen. Das habe ich auch nie behauptet. Das ├Ąndert aber nichts an der Tatsache, dass Gareth meiner subjektiven Meinung nach etwas zu sagen hat. Mehr habe ich nicht damit sagen wollen, auch nicht mit vollen Backen..
Du hast wahrscheinlich mehr daraus gelesen als geschrieben steht und bist beleidigt. Trotz der . Wenn das so ist, tut es mir Leid (ehrlich!). Ich will niemand vor den Kopf sto├čen oder seine Leistungen herabw├╝rdigen.

Ich war eben nur spontan erfreut, dass jemand der Leselupe beigetreten ist, der es versteht, die Erfahrung und Weisheit seiner Jahre so herzerfrischend in seinen Texten zu verarbeiten. Das ist ja wohl die Ausnahme - bei allem Respekt und aller Objektivit├Ąt gegen├╝ber den meisten anderen Dichtern. "Alter" zeigt sich hier eben als positiver Faktor. Ich habe auch schon anderen Dichtern Lob ausgesprochen. Wenn ich mich richtig erinnere, auch Dir. Also nimm es mir nicht ├╝bel, wenn ich Gareth gro├čes Lob zolle, wenn auch mit Worten, die vielleicht besser h├Ątten gew├Ąhlt werden k├Ânnen.

Nat├╝rlich nehme ich Dir Deine Meinung nicht ├╝bel, auch wenn sie etwas mit h├Ąmischem Unterton verfasst ist (jetzt habe ich's ihm gegeben! - ohne Seidenpapier ) Ebenso w├╝rde ich auch nie Kritik ├╝bel nehmen, sondern immer versuchen daraus etwas zu lernen.

Ein lieber, kollegialer Gru├č von Lothar


__________________
"Liebe kostet nichts und ist doch das Teuerste auf der Welt."

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