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Leselupe.de > Ungereimtes
Heile Welt
Eingestellt am 28. 05. 2003 23:36


Autor
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lapismont
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Das kleine St├╝ck Bett,
dieser gr├╝ne Pl├╝sch mit Schaumstoff,
ist die heile Welt.
Nur zur Schlafenszeit,
bin ich endlich allein.

In fr├╝hen, zusammengepressten Winterabenden,
vorbei an bunten Einkaufslichtern,
will ich immer wieder fliehn.

Doch wohin?

Hin und wieder setz ich aus.
Dann bricht
der ganze Hass sich Bahn,
die Wut nur immer zu erliegen.
Und hinterher
bin ich nur noch verlorener.

Da ist kein Lachen geblieben.
Ein leeres Blatt Geschichte.

Dreh niemals die Zeit zur├╝ck,
zu jenen Kindertagen.

Kein Winkel kann so still sein.

__________________
Kunst passiert.

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Vera-Lena
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traurig

Lieber lapismont,

ein sehr, sehr trauriges Gedicht. Es h├Ârt sich an, als w├Ąre dieses Kind oft geschlagen worden und h├Ątte auch fast nie die M├Âglichkeit gehabt, es selbst zu sein. Ich wei├č, da├č es auch in Wirklichkeit solche Schicksale gibt, und man fragt sich, wo soll ├╝ber die ganze Lebenszeit hinweg eine Heilung herkommen? Vielleicht empfinde ich es ja d├╝sterer, als Du es gemeint hast?
In einem Puppentheaterst├╝ck, das ich einmal aufgef├╝hrt habe, kam so ein Kind vor, und das sagte immer, wenn es ein j├╝ngeres Kind sah stereotyp:"So klein bin ich ja nie gewesen". Auf diese Art versuchte es, f├╝rs erste, mit seinen schlimmen Erfahrungen fertig zu werden. Daran erinnert mich jetzt gerade Dein Text.
Dein Text ist mutig und sehr direkt und dadurch aussagekr├Ąftig.
Liebe Gr├╝├če vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Stoffel
gesperrt
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Guten Morgen,

meine Interpretation deckt sich in etwa mit der Vera-Lenas. Und ich muss sagen, Du hast etwas, was mir nicht unbekannt ist, sehr gut beschrieben. Dazu leifert es auch noch ein passendes Gef├╝hl.
"Dreh niemals die Zeit zur├╝ck
zu jenen Kindertagen"
Da allerdings habe ich vor 3Jahren mit angefangen und habe dadurch heute..
"stille Winkel"
(mir f├Ąllt gerade das Gedicht von Klopfstock ein, es ist, als w├Ąre ihres das Gegenteil von diesem hier..sehr interessant zu lesen..)

lG
Stoffel

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lapismont
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Hallo,

es ist aus der Auseinandersetzung mit Klopfstocks "Stillem Winkel" heraus auch entstanden.
Wenn man seine Kindheit mit dem Wort "sch├Ân" belegen soll, und es nicht gelingt, fragt man sich schon - warum.
Und es ist raurig.

Dankesch├Ân f├╝r Eure Kommentare.

cu
lap
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Kunst passiert.

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