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Leselupe.de > Ungereimtes
Heile die Zeit
Eingestellt am 10. 12. 2005 13:50


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Zarathustra
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2003

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Heile die Zeit

Auf dem halben Weg zum Himmel riss die Zeit.
Ein Baalsmond, ganz fett und gelb
schnitt den Faden an dem die Stunden hingen
als er zwischen Regenwolken und Sternenzelt
den Göttern auf den Fersen war.

In tausend Stücke zersprang am Himmel,
was uns Aug’ und Herz und Lippen war.

Im Sturz
zogen die gefallenen Stunden das Gestern
mit sich hinab
- dorthin, wo nachts räudige Kater
schon das milchige,
von uns verlorene Morgen
aus ihren Schalen leckten.

Sie aber werden satt daran
und danken der Dezembernacht,
die den Schänder der Liebe
hinter grauen Wolken verbirgt.

Weißt du:
der halbe Himmel, die zersprungene Zeit
ist eine ganze Hölle.

Heile die Zeit

© Hans Feil. Dezember – 2005

__________________
Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt! (Bertold Brecht)

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Prosaiker
Guest
Registriert: Not Yet

deine bilder gefallen mir wie immer hervorragend.
ich habe jedoch aufgrund der interpunktion dieser strophe:

quote:
Ein Baalsmond – ganz fett und gelb,
der zwischen Regenwolken und Sternenzelt
den Göttern auf den Fersen war,
schnitt den dünnen Faden an dem sie hing.
In tausend Stücke zersprang am Himmel, - was uns
- Aug’ und Herz und Lippen war.

ein gewaltiges problem mit ihr. zuviel bindestriche, und der erste satz ist eben auch durch jene so seltsam verschachtelt, dass ich ihn kaum verstehe: "schnitt den dünnen Faden an dem sie hing", diese zeile kann ich kaum einordnen.
atmosphärisch ein dichter text. nur vielleicht kannst du die angesprochene strophe bezüglich der verständlichkeit überarbeiten. dann könnte ich auch eine entsprechende bewertung abgeben.
viele grüße,
Prosa.

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Zarathustra
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2003

Werke: 108
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@prosaiker

Recht hast du.

Unbrauchbar waren die Zusammenhänge zwischen den Zeilen.

Ich hoffe, nun ist es besser lesbar.

Bilder alleine und Assoziationen zwischen ihnen genügen einfach nicht um eine schöne Lyrik zu machen.

Danke für deine Kritik..

Grüsse aus München
Hans
__________________
Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt! (Bertold Brecht)

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Prosaiker
Guest
Registriert: Not Yet

ja, nun ist es verständlich.
ein gelungenes gedicht.
viele grüße,
Prosa.

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

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Hallo Zarathustra,

Mit Genuss gelesen,....sicher nicht zum letzten mal!

Schöne Grüße
Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Fitzberry
Guest
Registriert: Not Yet

Der Ba'alsmond war also den Göttern auf den Fersen? Gehört das zur ugaritischen Mythologie oder entspringt es ganz und gar der Schau des Dichters? Ich finde, dass der nordwestsemitische Frühlingsgott im Tanakh unverdient schlecht wegkommt, aber sei's drum:

Trotzdem ein schönes Gedicht!

Meine Lieblingsstelle:

quote:
Im Sturz
zogen die gefallenen Stunden das Gestern
mit sich hinab
- dorthin, wo nachts räudige Kater
schon das milchige,
von uns verlorene Morgen
aus ihren Schalen leckten.

Nur dass die Kater
quote:
räudig
sein müssen, misfällt meinem ailurophilen Gemüt. ;-)

Schönen Sonntag
wünscht
Robert

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