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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Heile, heile Gänschen
Eingestellt am 29. 06. 2002 16:26


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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

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Heile, heile Gänschen

Er saß auf ihrem Schoß. Ihre Arme schlossen sich um seinen Körper und ihre Stimme summte leise diese alte Melodie, die er schon so oft gehört hatte, wenn ihm etwas zugestoßen war und diesmal war es wieder so gewesen. Er hatte eine Stinkwut auf diese Schaukel und behauptete, dass sie ihn von ganz allein hätte fallen lassen. Seine Nase blutete und seine Knie taten höllisch weh und überhaupt! Langsam beruhigte er sich bei heile, heile Gänschen und er seufzte tief, während seine Mama ihn über den blonden Schopf streichelte. Er zog die Nase hoch und schon war Mamas Taschentuch zur Stelle und er spürte wie er ruhiger wurde. Sein Körper entspannte sich jetzt und er begann wieder gleichmäßiger zu atmen. Seine Kniee sahen noch böse aus und es standen ihm noch einige Schmerzen bevor, das wusste er und sobald Mutter sich erheben würde, um Pflaster zu holen, würde er wieder genug Kraft haben, lauthals zu protestieren.

Doch im Moment dachte Mutter noch nicht daran, ihn zu quälen und hielt ihn wie ein Kleinkind im Arm. Dabei war er doch schon 7 Jahre alt, aber jetzt fühlte er sich gerne so wie vier.
Abermals seufzte er und abermals schnäuzte Mutter ihm die blutende Nase und sah ihm in die hübschen braunen Augen, die so voller Tränen standen, dass er seine Mutter nur verschwommen erkennen konnte. Doch nun, Mutter bewegte sich! Armin nahm schon mal Lauerstellung ein und nun löste sie ihn aus ihrer Umklammerung und der Junge bekam die Kälte zu spüren. Diese grausige Kälte und der bevorstehende Schmerz riefen eine Gänsehaut an ihm hervor. Seine Augen verfolgten wachsam jeden Schritt, den sie tat und nun ging sie an den Küchenschrank, und nun nahm sie eine Schere, und nun schnitt sie einen Streifen von dieser Pflasterrolle ab: „Aber ich will eins mit einem Nashorn darauf!“ kam seine Stimme zu ihr herüber und sie schien recht stark und kein bisschen weinerlich zu sein, doch wenige Minuten später, bei der Wundbehandlung dieser ohrenbetäubende Lärm, diese Kraft, dieses Strampeln, welches es Mutter unmöglich machte, den Pflasterstreifen auf die Wunde zu kleben! „Ich will aber kein Schwein, ein Schwein schon gar nicht!“ protestierte der Junge störrisch und sah mürrisch auf das Pflaster. „Aber natürlich bekommst du ein Schwein, du hast dich an der Schaukel nicht festgehalten und bist hinuntergefallen und du hast noch richtig Schwein gehabt, dass nicht mehr passiert ist!“ Mutter gab ihm noch einen Kuss und das mit dem Laufen, das klappte dann auch schon recht gut.

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margot
???
Registriert: Mar 2002

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wieder mal schwein gehabt

ach, wie schön, daß es mütter gibt.
einfühlsam geschrieben. erinnert mich irgendwie an mich
in dem alter ...

__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

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hallo margot,

ja, mit Mädchen wird es wohl ähnlich sein, wenn sie von der Schaukel fallen oder stellen sie sich nicht so doll an? Hmm,
fragwürdig!!

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margot
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 298
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ich meine natürlich die mädchen im fortgeschrittenen alter

für mich gibt es zwischen mädchen und jungen keine
unterschiede - außer ein paar äußerlichen und, daß
ich die einen komischerweise mehr begehre als die anderen.
__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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