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Leselupe.de > Ungereimtes
Heimweh nach Unwissenheit
Eingestellt am 24. 05. 2011 21:54


Autor
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Ralf Langer
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Heimweh nach Unwissenheit

Wo ist der Ölberg,
der Ort an dem wir schwiegen,
wachten, an dem die Kindheit
sternbeschienen
an einem Baume lehnte?

Ach, einmal wieder sehen
ohne zu verstehen.

Einmal nur das Wahre sprechen
ohne zu erklären
kein wenn,
kein

aber,
wo bist du mein Gethsemane?

Wer kennt den Weg nach Ithaka?



__________________
RL

Version vom 24. 05. 2011 21:54
Version vom 25. 05. 2011 14:59

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Es gibt ein sehr schönes Gedicht zu Ithaka, das mir bei deinen Versen in den Sinn kam:

quote:
Konstantinos Kavafis
Ithaka

Brichst du auf gen Ithaka,
wünsch dir eine lange Fahrt.
...
Immer halte Ithaka im Sinn.
Dort anzukommen ist dir vorbestimmt.
Doch beeile nur nicht deine Reise.
Besser ist, sie dauere viele Jahre;
Und alt geworden lege auf der Insel an.
...
Jetzt fragst du dich bestimmt warum.
Die Auseinandersetzung Jesu mit seinem Schicksal im Kreise seiner Freunde, noch vor dem erlittenen Verrat, die Einsamkeit des Wissenden und sein Hadern hast du verhalten und gut in Worte gekleidet.
Sicherlich gab es auch den Wunsch, dass diese letzte Nacht nicht enden möge ...
Dir einen herzlichen Gruß
Heidrun

P.S.: Mit deinem Schluss bin ich etwas unzufrieden Vielleicht solltest du keine Leerzeile zu Gethsemane setzten? - So wirkt der Vers etwas willkürlich:
quote:
Heimweh nach Unwissenheit

Wo ist der Ölberg
der Ort an dem wir schwiegen
wachten, an dem die Kindheit
sternbeschienen
an einem Baume lehnte

ach, einmal wieder sehen
ohne zu begreifen

einmal nur das Wahre sprechen
ohne zu erklären
kein wenn
kein
aber

wo bist du mein Gethsemane
wer kennt den Weg nach Ithaka
Zum Heulen schön finde ich:
quote:
der Ort an dem wir schwiegen
wachten, an dem die Kindheit
sternbeschienen
an einem Baume lehnte

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Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

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hallo heidrun,

danke für das schöne gedicht, das ich noch gar nicht kannte.

wegen der letzten zeile:
ich überlege, ob ich daraus nicht was eigenes machen sollte.

ich habe mit getsemane und ithaka noch eine andere idee gehabt,
die ich hier nicht unterbrinegen konnte.

letztlich finde ich aber den satz:

"wer kennt den weg nach ithaka" sehr schön.

für mich verweben sich in den bildern von gethsemane und ithaka
zwei hoffnungen die unterschiedlicher nicht sein können.

zum einen die nach geborgeheit jenseits des lebens, und zum anderen die geborgeheit des mythos, erfüllt voller diesseitigkeit.
lg
ralf
__________________
RL

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Marlene M.
Guest
Registriert: Not Yet

erste Strophe sehr stark, auch in der Formulierung.Sehr bildhaft.
Dann wir die sprache realer, ein Absturz irgendwie.

Dann erwartet man mehr als Fragen in gehäufter Form.
So sehe ich es subjektiv.
Schade.
LG von Marlene

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Ralf Langer
Routinierter Autor
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hallo marlene,
es mag sein das du recht hast.

irgendwie korrelieren hier zwei verschiedene
ideen miteinander und eine davon will wohl oberhand behalten.

ich werde versuchen den einen gedanken hier klarer herauszuarbeiten...
hm ..

auf bald
ralf
__________________
RL

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revilo
Häufig gelesener Autor
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erwachsene frage


Wo ist der Ort
an dem wir schweigen

an dem die Kindheit am Baume lehnt

sternenbeschienen?

Lg revilo

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