Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5468
Themen:   92971
Momentan online:
358 Gäste und 17 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Anonymus
Heldenstadt Leipzig
Eingestellt am 17. 03. 2008 14:14


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Denk ich an Leipzig in der Nacht,
so bin ich um den Schlaf gebracht.
Kann nicht mehr schlafen, nicht mehr trÀumen
von bunten Multi-Kulti-RĂ€umen.

Ich sehe DunkelhĂ€ut’ge vor
so manchem Diskothekentor.
Wie sie nach Licht und Liebe, TĂ€nzen gieren!
Und zittern vor dem Selektieren.

Ich sehe die Security.
Gehetzte Muskelprotze, die.
Und voller Angst, Unsicherheiten.
Joblos wĂŒrdens wie jene leiden.

Die Kampfmaschinen: mauerstumm.
Die Liebesgier: schlÀgt lautlos um.
Schon fliegen FĂ€uste, Pflastersteine.
Das Volk haut sich zumeist alleine.

Das Volk schlÀgt sich um einen Teil
vom großen Kuchen, doch dieweil
fressen die Meister großer Worte
ganz ungestört die wahre Torte

und rĂŒlpsen, satt, laut: Sauerei!
Und schicken schnell die Polizei.
Die ist neurotisch und besessen:
Beim PrĂŒgeln kann man gut vergessen,

wie nah man diesen, jenen ist,
Auch wenn man nicht das Pflaster kĂŒsst.
Es zieht ein Volk durch Leipzigs Straßen,
ein „Heldenvolk“ – mit blut’gen Nasen.

Denk ich an Leipzig in der Nacht,
so bin ich um den Schlaf gebracht.
Auch hab ich Angst jetzt vor dem Schlafen,
seit Ortsfußballer sich jĂŒngst trafen...

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1554
Kommentare: 9871
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hi A.

dieser Text ist an einigen Stellen handwerklich schludrig (Metrum und Sprache), aber auch insgesamt inhaltlich mehr als bedenklich. Ich nehme an, deshalb steht er auch hier. Wer diesen Inhalt vertritt, sollte ihn dann auch der Generaldebatte stellen. Und zwar ohne die doppelte Narrenkappe. Hier wird bewußt auch der Avatar anonymisiert, weil man so herausfinden will, ob solche Inhalte publizierfĂ€hig wĂ€ren in einem Forum wie diesem. Sind sie nicht, wie man sieht.

Die schlechten Wertungen sind also sowohl sachlich als auch inhaltlich nachvollziehbar.

Mein Vorschlag: ganz schnell löschen.

Bester Gruß

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Bearbeiten/Löschen    


Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1554
Kommentare: 9871
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Lb. A.

aus den Bewertungen wird klar, wie dieser Text gesehen wird. Die von Dir beschriebene ist bei Weitem nicht die einzige Schludrigkeit.

Bei einem schlechten Text wie diesem schlage ich dem Autor vor, das Silbenbild selbst anzufertigen. Und dieses hat nicht nur was mit SilbenzÀhlen, sondern mit rhythmischer Betonung zu tun.

Ich Ă€ußere mich zur DDR deshalb sehr zurĂŒckhaltend, weil ich das GlĂŒck hatte, nicht in ihr leben zu mĂŒssen. Von draußen ist der Mut allemal leichter als von drinnen.

Daß zwischen Torso und Kopf so gut wie immer ein Wendehals sitzt, ist eine geschichtliche und allzumenschliche Erfahrung, die nichts mit der DDR und ihrem Ende (ihrer Wende?) zutun hat. Was wundert, ist allenfalls die Frechheit der Selbstgerechten und daß wir diese so leichthĂ€ndig zulassen.

GrĂŒĂŸend W.

PS.: Löschen wÀre ein kluger Zug. Oder ins Reimforum verschieben und dann mit dem hiesigen Avatar sich zu dieser Suppe hier bekennen. So wie hier, meine ich, geht's nicht.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Bearbeiten/Löschen    


Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Viele, viele, vielzuviele Allgemeinheiten -

meine ich. So unbestimmt, wie Walter von Schludrigkeiten bei Reim und Metrum redet, so auch Du, liebe Jeanny, von der Wendezeit und dem, was die Menschen damals bewegte. Ich war 89 nicht dabei. Aber ich lebte bis 87 im Osten, unter recht ĂŒblen Bedingungen. Freilich gab es da Helden: dummerweise nur ganz, ganz wenige. Sie vermehrten sich erst inflationĂ€r, als nicht mehr viel dazugehörte, sich aufmĂŒpfig zu geben und allerlei Parolen auf den Straßen zu rufen. Kurz gesagt: solche Begriffe wie "Heldenstadt Leipzig", "friedliche Revolution" etc. sind Mythen, die ĂŒber vierzig Jahre DuckmĂ€usertum und Charakterlosigkeit eines ĂŒberwiegenden Teiles der Bevölkerung hinweghelfen sollen.

Die aktuellen Entwicklungen in der Stadt, das, was sich vor den Diskotheken abspielt oder in den Fußballvereinsheimen, ist eine Fortsetzung. Charaktere und Einstellungen Ă€ndern sich nicht spontan.

A.

Bearbeiten/Löschen    


Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

FĂŒr jene, die nun nicht aus Leipzig kommen bzw. die Entwicklung in der Stadt nicht immer unmittelbar verfolgen konnten, hier ein Link:

Hier klicken

Das Problem halte ich, wie gesagt, fĂŒr eine Fortsetzung der DDR- und Wendeproblematik. Was schrie das "heldenhafte" Volk kurz nach der Wende..? Man erinnere sich bitte der Parolen und suhle sich nicht in irgendwelchen verklĂ€renden Mythen...

A.

Bearbeiten/Löschen    


Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Liebe Jon,

wir sind teilweise einer Meinung, was die Begriffe angeht. Aber: was stört Dich an meinem "Mehrheitsvorwurf"? Hast Du, z.B., vergessen, zu welch absurden Zahlen "Wahlen" in der DDR fĂŒhrten? Wenn 99,99 % der "Partei der Arbeiterklasse und des werktĂ€tigen Volkes" ihre Stimme gaben, dann doch wohl aus Feigheit, Opportunismus und Beqemlichkeit heraus. Oder stand hinter jedem WĂ€hler ein Stasi-BĂŒttel mit ner Kalaschnikoff?

Dein Vorwurf, ich ĂŒbertriebe und lĂ€ge mit manchem meiner SchlĂ€ge unter der GĂŒrtellinie, entbehrt einer glaubhaften BegrĂŒndung.

Weiterhin schreibst Du:

Aus derselben Überreaktion erwĂ€chst auch die bizarre Behauptung, die VorgĂ€nge in der heutigen Kneipen- und Fußball- (und wohl auch dieser und jener anderer) Szene hĂ€tte was mit dieser damaligen Verderbtheit zu tun. Es sind wenn auch benachbarte und sich am Rand leicht ĂŒberlappende, so doch verschiedene Generationen, von denen du da redest 


Was hat mit was etwas zu tun - das ist eine alte Frage, die sicher auf unterschiedliche Weise beantwortet werden kann. Das eine Extrem behauptet, alles hinge mit allem zusammen. Das ist natĂŒrlich eine primitiv-mechanistisch-deterministische Sicht. Die Sichtweise am anderen Ende der (Perspektiv-)Latte leugnet schlicht jeglichen kausalen Zusammenhang. Ist natĂŒrlich genauso dĂ€mlich. Die Wahrheit mĂŒssen wir versuchen zu finden. Ich denke, jede Generation prĂ€gt die ihr nachfolgende, genauso, wie so von der vorfolgenden geprĂ€gt wurde - und ihr widersprach, von deren Vorgaben abwich, zu ihr auf Distanz ging. Denk mal an die 68-iger, von wem wurden die wohl geprĂ€gt, und gegen was versuchten die den Aufstand. Und in welche Muster fielen sie denne, man sehe sich um...
Anders ist es auch heute nicht, selbst wenn die jungen Leute ne andere Musik hören und vermeintlich ganz anders drauf sind...

Den Hinweis zur handwerklichen SchwÀche des Textes nehme ich an. Vielleicht mach ich mal ne neue Fassung, mit bisschen mehr Hip-Hop drin...

LG

A.

Bearbeiten/Löschen    


20 ausgeblendete Kommentare sind nur fĂŒr Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
ZurĂŒck zu:  Anonymus Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!