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Leselupe.de > Gereimtes
Heldentat
Eingestellt am 02. 07. 2010 18:15


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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

Werke: 850
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Ein altgedienter Maulheld hielt,
Wer glaubt's in unserm Land,
Sein allzu gro├čes Maul und schielt
Auf eine Glashauswand.
Ihm gegen├╝ber dieser Schweiger
Der ging ihm heftig auf den Zeiger.
Doch er ertrug die gro├če Stille,
So war nun mal sein fester Wille.
Drauf dr├Ąngt es ihn, partout zu tun
Und nicht nur schweigsam auszuruhn.
Er schlug mit Wut und voller Hass
Hinein ins blanke Spiegelglas.
Als er die Faust dann bluten sah
Und Scherben vor ihm lagen
War pl├Âtzlich er den Tr├Ąnen nah
Und sp├╝rt es schwer im Magen,

Mit Gr├Â├čenwahn und selbst auch klein
Ein Maulheld kann zum Kotzen sein.

__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

Version vom 02. 07. 2010 18:15
Version vom 03. 07. 2010 16:04
Version vom 05. 07. 2010 14:25

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Die maulheldische Idee ist wirklich h├╝bsch, die Reime holpern noch ein wenig (halt nicht genug ├ťbung ... )

Mein Vorschlag:

quote:
Ein altgedienter Maulheld hielt,
Man glaubt es eigentlich nur meist nur selten,
Sein allzu gro├čes Maul und schielt
In ungewohnte Spiegelwelten.
Ihm gegen├╝ber dieser Schweiger,
Der ging ihm ganz heftig auf den Zeiger.
Doch er ertrug die gro├če Stille -
Denn so war nun einmal So war nun mal sein Wille.
DochDrauf dr├Ąngt`e es ihn, partout zu "tun"
Und nicht nur schweigsam auszuruhn.
Er schlug mit Wut und voller Hass
Vor sich hinein ins blanke Spiegelglas.
Als er die Faust dann bluten sah
Und Scherben vor ihm lagen
War er pl├Âtzlich er den Tr├Ąnen nah
Und sp├╝rte schwer den Magen,

Mit Gr├Â├čenwahn oderund selbst auch klein,
Ein Maulheld kann zum Kotzen sein.
Spornende Gr├╝├če
Heidrun



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presque_rien
???
Registriert: Feb 2003

Werke: 200
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Hey Karl,

die Idee finde ich richtig gut! Es ist vom Aufbau her eine Fabel - insbesondere wenn man den letzten Moral-Zweizeiler betrachtet. Super.

Aber ich f├Ąnd's glaub ich noch besser, wenn nicht von Anfang an klar w├Ąre, dass der Maulheld in einen Spiegel schaut!

Also hier ein paar Anmerkungen:

quote:
Ein altgedienter Maulheld hielt,
Man glaubt es meist nur selten
Sein allzu gro├čes Maul und schielt
In ungewohnte Spiegelwelten.
V2: "meist nur selten" finde ich sehr unsch├Ân. Man kann es vielleicht als Ironie auslegen, aber f├╝r mich passen "meist" und "nur selten" einfach nicht zusammen. Auch generell klingt "man glaubt es selten" eher unelegant - man glaubt nicht selten, sondern man glaubt, dass es selten vorkommt.
V3: Du musst deutlich machen, dass "schielt" Vergangenheit ist, am besten mit Apostroph.
V4: Wenn du den "Spiegel" streichst, bleibt die Spannung erhalten, UND es passt besser ins Versma├č dieses ersten Vierzeilers.

Mir fiel zum ersten Vierzeiler spontan ein:

Ein altgedienter Maulheld hielt,
Man glaubt es wirklich kaum
Sein allzu gro├čes Maul und schielt'
In ungewohnten / einen leeren / einen neuen Raum.

Aber wahrscheinlich f├Ąllt dir noch was besseres ein.
quote:
Ihm gegen├╝ber dieser Schweiger
Der ging ihm heftig auf den Zeiger.
Doch er ertrug die gro├če Stille,
So war es nun einmal sein Wille.
Drauf dr├Ąngt es ihn, partout zu tun
Und nicht nur schweigsam auszuruhn.
Er schlug mit Wut und voller Hass
Hinein ins blanke Spiegelglas.
Wenn jetzt unerwartet der Spiegel kommt, ist es eine Wucht, finde ich! Sehr sch├Ân auch das "blank" in V12!
Ich fand's gut, dass du urspr├╝nglich ein "doch" in V9 hattest - denn hier ist der Umbruch der Geschichte, und "drauf" ist nicht stark genug! Aber dann m├╝sstest du das "doch" in V7 noch ├Ąndern. Zu V10: M├╝sste es nicht "sich ausruhen" hei├čen?
(Und bei "dr├Ąngt" muss die Vergangenheit wieder deutlich gemacht werden).

Also ein Vorschlag:

Ihm gegen├╝ber dieser Schweiger
Der ging ihm heftig auf den Zeiger.
Er trug zun├Ąchst / ne Weil' die gro├če Stille,
So war es nun einmal sein Wille.
Doch dr├Ąngt' es ihn, partout zu tun,
anstatt sich / sich nicht nur schweigsam auszuruhn.
Er schlug mit Wut und voller Hass
Hinein ins blanke Spiegelglas.
quote:
Als er die Faust dann bluten sah
Und Scherben vor ihm lagen
War pl├Âtzlich er den Tr├Ąnen nah
Und sp├╝rt es schwer im Magen,
Nur eine kleine ├änderung in der Satzstellung: "War er den Tr├Ąnen pl├Âtzlich nah" - so flie├čt es besser. Ansonsten sehr sch├Âner Vierzeiler, ganz wunderbar auch der Wechsel im Versma├č an dieser Stelle!
quote:
Mit Gr├Â├čenwahn und selbst auch klein
Ein Maulheld kann zum Kotzen sein.
Ich verstehe hier das "auch" nicht. Vorschlag:

Mit Gr├Â├čenwahn, doch selber klein,
kann Maulheldsein zum Kotzen sein!

Ich hoffe, du kannst etwas damit anfangen....

Lg presque
(weiblich! Ich sag's ja nur mal prophylaktischerweise ;P)

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Liebe presque,
danke f├╝r den langen Kommentar und deine Vorschl├Ąge. Ich schau mal, was ich daraus machen kann.
Gru├č
Karl
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Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Rhea_Gift
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Feine Idee noch ne Kleinigkeit...

Doch er ertrug die gro├če Stille,
So war es nun mal sein fester Wille.

LG, Rhea

__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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