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Leselupe.de > Gereimtes
Herausforderung (an Jutta) zum Lyrikwettleid
Eingestellt am 21. 08. 2001 13:22


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Bernd
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Liebe Jutta, hiermit rufe ich Dich (und die anderen) auf zu einem Lyrikwettleid.

Das kaffeewasser fauchte, da war mir schon klar,
da├č der kessel, wo es drin war, am platzen war,
und ich rannte in die k├╝che und schlo├č das gas,
und da spritze hei├čer Dampf umher, die k├╝che war na├č.

ich k├╝hlte rote flecken, die taten so weh,
da ging ich zum k├╝hlschrank, nahm heraus all den schnee
aus dem tiefk├╝hlfach und k├╝lte meine h├Ąnde und das bein,
es juckte und brannte und es war ja so gemein.

Kaffee konnte ich nicht trinken, denn das wasser war ja weg,
und das streichholz war feucht, es hatte keinen zweck,
also hin zur wasserleitung und den kopf darunterhalten
und das wasser andrehen, und der herr wirds schon walten.

Da scho├č braune br├╝he aus der wasserleitung raus
so ein pech ---- ----- so ein graus.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Jutta
Hobbydichter
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Hallo mein Lieblingsbernd :)

Ich versuch┬┤s also mal:

Die ├Ątzend, braune Br├╝he, heiss war sie noch dazu,
die floss mir ├╝ber mein Gesicht, bis hin zu meinem Schuh.
Ich wollt┬┤den Kopf wegziehen, doch ging das leider nicht,
mein Haar hatt┬┤sich verwurschtelt, mir brannte mein Gesicht.

Ich zog und zerrt┬┤am Kranen, was der jedoch nicht mochte,
schrie wie am Spiess ganz f├╝rchterlich, das Wasser derweil kochte.
Der Kranen brach in St├╝cke, das Wasser spritze sehr,
dort lag ich in der Pf├╝tze und konnte garnicht mehr.

Bespritz war┬┤n alle W├Ąnde, von Dusche bis zum Klo,
das Becken es war demoliert, es war halt eben so.
Durch┬┤s Wasser schwammen Asseln und Silberfischchen fein,
und wieder mal kein Kaffee, das Leben ist gemein.

Es klingelt┬┤ an der Haust├╝r, jetzt nicht, so dacht┬┤ich noch,
als irgendwas, weiss nicht woher, ganz brenzlig pl├Âtzlich roch.................................................................................................

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Bernd
Foren-Redakteur
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Das Haus, es brach zusammen, doch ich hatte gro├čes Gl├╝ck,
├╝ber mir hat sich verfangen von Beton ein St├╝ck,
und ich zog aus meiner Hosentasche gleich mein Handy raus,
ja wie war doch gleich die Nummer, ich probier halt eine aus.

Drau├čen, da kommt in der Zwischenzeit die Feuerwehr und spritzt
mit der ├╝blich gro├čen Spritze und das Wasser flitzt
gleich hindurch durch all die L├╝cken und der Keller unter mir
ist gef├╝llt mit Schlamm und Br├╝he, und jetzt klingelt es hier.

"Sag wo bist du? Zu Hause? das ist wirklich gut,
denn ich machte mir schon Sorgen, was mein Junge wieder tut ..."
"Mutti, bitte sag den Leuten, sie solln aufh├Ârn mit dem Wasser,
denn es reicht mir bis zum Hals und selbst die Haare werden nasser..:"

"Sag was redest du? Ich mu├č jetzt, will ins Kino gehn,
Tsch├╝├č, wir werden uns schon bald --- wiedersehn."

__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Bernd
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Es schneite leise drau├čen, ich zur T├╝re hinaus,
da waren zwei Schneeflocken, die lagen vor dem Haus,
ich trat versehentlich darauf und rutschte gleich aus
und lag da - da, da da.

Da nahm ich mich zusammen und die Knochen auch
und stand in meinen Schuhen auf nach altem Brauch
und wollte weitergehen und das sollte ich auch
und stand da - da, da, da.

Die Ampel war auf gr├╝n, und da ging ich eben los,
doch da blieb ich pl├Âtzlich stehen und fragte mich blo├č:
soll ich wirklich jetzt hier stehen wie ein Trauerklo├č?
Und ich lief - das ging schief.

Denn der Traktor, der ganz langsam um die Ecke fuhr,
kam mir vor, als br├Ąchte er mich gleich zur├╝ck zur Natur,
und ich dachte, soll er machen, und ich schaute auf die Uhr:
F├╝nf nach Zw├Âlf - holn's die W├Âlf.

Und dann war ich breitgequetscht, etwa zwei Meter breit,
sagt der Traktorfahrer schulterzuckend: Tut mir leid!
und der Sensenmann kam an und sagte komm, es ist soweit,
wir sind nah: da da da.

da da da
da da da
__________________
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Sternentr├Ąumer
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2001

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Die Versuchung...

war gro├č, ich konnts nicht verkneifen,
Den Lyrikwettleid sofort aufzugreifen,
Bernd bin gespannt, wie sehr Du noch leidest,
und Dein tiefes Leid in Worte einkleidest!


Ach was seid ihr f├╝r Pinser und leidet so sehr,
ja meine B├╝rde, die ist vielleicht schwer,
um diese Zeilen zu schreiben braucht zehn Tage ich,
ein Krampf in der Zunge, ganz f├╝rchterlich.

Doch will ich nicht jammern wie ihr beide zwei,
Mitleid von andern ist mir einerlei,
ach h├Ątt ich doch Finger, die k├Ânnt brechen ich,
oder Haut zum verbrennen, was w├Ąr ich gl├╝cklich!

Ihr jammert als w├╝rdet ihr schrecklich gar leiden.
Ihr seid halt so, wills euch nicht ankreiden,
meine Zunge macht schlapp, mu├č grad mal pausieren,
na ja, vielleicht werde ich auch zwischendurch mal krepieren.

Macht euch nichts daraus, das kann mal geschehn,
manch armer Dichter musst wirklich schnell gehn,
und gehts euch mal dreckig, so dreckig wie mir,
dann br├Ąchtet ihr auch so ein Schei├č aufs Papier.

Ich mu├č jetzt aufh├Ârn, die Schritt h├Âr ich schon,
da kommen sie rein, sch├Ân wei├č Ton in Ton,
nein, ich will, nicht, lassen sieÔÇÖs sein,
stecken sie doch ihre Spritze jetzt ein...

Hallo, ihr da drau├čen, glaubt ihm blo├č kein Wort,
er ist hier an einem ganz sicheren Ort,
wir w├╝rden ihn in Wahrheit doch niemals qu├Ąlen.
Und seine Haut von ihm ganz absch├Ąlen.

Auch dass wir ihm seine Finger amputierten,
und seine Leber f├╝r andre einfrierten,
ist alles nur ein b├Âses Ger├╝cht,
noch hat er die Zunge, die ganz schrecklich l├╝gt.

Seine inneren Werte sind das was wir sch├Ątzen,
sein bl├Âdes rumjammern k├Ânnt alles vergr├Ątzen,
doch wer will schon so eine Zunge denn haben?
Na, denn, guts N├Ąchtle, w├╝nsch euch einÔÇÖ gutÔÇÖ Abend.


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