Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92238
Momentan online:
576 Gäste und 19 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Gereimtes
Herbstblues II
Eingestellt am 18. 10. 2007 21:50


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1537
Kommentare: 9781
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Herbstblues II


Es war der Tag, der sich zum Ende neigte,
Das Leben selber schien noch endlos lang.
Die Stimme hatte einen festen Klang.
Es war der Weg, der plötzlich sich verzweigte,

Und „Vorwärts, vorwärts!“ rief der starke Drang.
Es war ein Schwindeln und ein kleiner Stich,
Der warnte: "Halt, hier übernimmst Du Dich!"
Und es war Angst, die ihre Peitsche schwang.

Es strahlten herbstlich die Oktoberfarben,
So wie die Sonne hell schien das Geschick.
Ein krankes Herz stach Narben sich um Narben,

Die Sonne, lau, sie wärmte das Genick:
Da blenden, splitternd, weiße Lichtergarben
Das Auge, das sich trübt zum letzten Blick.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 18. 10. 2007 21:50

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1537
Kommentare: 9781
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo JoteS,

dieser Vers lag mir lange quer - am Ende siegte die Ansicht, diese Bewertung dürfe durchaus "rotzig" sein. Daher war das "vergeigte" dann doch akzeptabel. Es ist ein komplexes Reimgeflecht, das aber ist nur der halbe Grund und keine Entschuldigung für Deine sicherlich berechtigte Kritik.

Es gäbe eine von der Wortwahl her "schwächere/zurückhaltendere" Version, die so aussähe:

quote:
Es war der Tag, der sich zum Ende neigte,
Das Leben selber schien noch endlos lang.
Die Stimme hatte einen festen Klang.
Es war der Weg, der plötzlich sich verzweigte,

Und „Vorwärts, vorwärts!“ rief der starke Drang.
Es war ein Schwindeln und ein Stich, der zeigte,
Dass sich die Waage nach dem Ende neigte:
Es war die Angst, die ihre Peitsche schwang.

Es strahlten herbstlich die Oktoberfarben,
So wie die Sonne hell schien das Geschick.
Ein krankes Herz stach Narben sich um Narben,

Die Sonne, lau, sie wärmte das Genick:
Da blenden, splitternd, weiße Lichtergarben
Das Auge, das sich trübt zum letzten Blick.
Aber gut, vielleicht wäre sie doch die bessere gewesen.

Danke und lieber Gruß W.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Bearbeiten/Löschen    


Thys
Guest
Registriert: Not Yet

Hi Walther,

mein Kommentar zu Teil II.

Es war der Tag, der sich zum Ende neigte,
Das Leben selber schien noch endlos lang.
:
:

Das Auge, das sich trübt zum letzten Blick.


Das find ich nicht sinnig oder stimmig. Mit einem Tag, der sich zu Ende neigt, verbinde ich als Bild kein endlos lange scheinendes Leben und wenn sich am Ende dann auch noch der Blick zum Letzten trübt...

Es war ein Schwindeln und ein Stich, der zeigte,
Dass einer sinnlos sich sein Herz vergeigte:


Hier musste ich lachen. Der Auslöser war "vergeigte". Der Begriff passt nicht zur restlichen Wortwahl. Einen Lacher soll der Text ja nun nicht erzeugen.

So wie die Sonne hell <,> schien das Geschick.

Das lese ich mit Komma besser als ohne.

Gruß

Thys

Bearbeiten/Löschen    


Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1537
Kommentare: 9781
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Thys,

auch dort habe ich zur Durchbrechung des Stímmung über die Formulierung einen Widerhaken setzen wollen. Das ist offensichtlich danebengegangen. Nicht immer passen die Bilder, die man selbst für gut erarchtet.

Man könnte diese Strophe wie folgt ändern:

Und „Vorwärts, vorwärts!“ rief der starke Drang.
Es war ein Schwindeln und ein kleiner Stich,
Der warnte: "Halt, hier übernimmst Du Dich!"
Und es war Angst, die ihre Peitsche schwang.

Damit bleibt das Gedicht in seiner Aussage, vermeidet aber das "vergeigte". Was meinst Du dazu? JoteS? So besser?

Grüße W.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Bearbeiten/Löschen    


Thys
Guest
Registriert: Not Yet

Hi Walther,

den Vorschlag finde ich wesentlich besser als die vergeigte Geschichte ;-)

Gruß

Thys

Bearbeiten/Löschen    


Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1537
Kommentare: 9781
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

N'Abend, Thys,

und schon umgesetzt. Vielen Dank für Deine Hilfe!

Gruß W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Bearbeiten/Löschen    


1 ausgeblendete Kommentare sind nur für Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zurück zu:  Gereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!