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Leselupe.de > Anonymus
Herbsterben
Eingestellt am 01. 10. 2004 12:08


Autor
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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Im dunklen Wald verlassen
lass ich BlÀtter ballen
sich zu Hauf und Berg
bis die BĂ€ume kahl sich sorgen.

Sonnenblume scheine heil,
der Herbst stahl das Gestirn.
Oh Wolkenbruch!
ErtrÀnk den Dieb und mich!

Bin ich Nebel oder Rosenduft,
ich stopf mir Sommerlöcher in die Taschen
plane Spiele, ein Tor den Toren!

Das Korn im Feld fÀllt als Mehl
lang und kohlig.
Verschnupftes Federfieh am Firmament,
der JÀger lÀsst die Enten fliehen,
und pfeffert Kuchen mit Gehörn.

Herb sterben Herbsterben in langen Weilern,
hinterlassen nichts.
Steuern bloß
vom Über- in den Untergang.

Ergiebig endlos sÀuselt Schilf am See
und blub -
betrachte mich:
Mein Bild bedroht den Grund,
Schundmund, Stille ist gesund!

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Lotte Werther
Guest
Registriert: Not Yet

An Anonymous

Lieber Freund der Alliteration,

„Herb sterben Herbsterben“ – die Lust am Spielen mit dem Wort springt mich an beim Lesen der letzten beiden Strophen deines Textes. Nur ist es eindeutig zuviel und hier fehl am Platz.

Vielleicht hast du auch nur ĂŒbersehen, dass es zwei Gedichte sind. Trenne unbedingt die alliterierende Persiflage der letzten zwei Vierzeiler vom Rest.

Die anderen Strophen sind ebenfalls heiter ironisch verfasst, jedoch ohne die Überfrachtung des Gleichklangs.

Ich habe Bilder genossen wie die von den Sommerlöchern in den Taschen, der Sonneblume als Ersatz fĂŒr das Gestirn.

Fast mutet es an wie das Lied eines BohĂšme, Rimbaud lĂ€sst grĂŒĂŸen.

Lotte Werther

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Hallo Lotte,

sei bedankt!
Da ist tatsĂ€chlich der Wortspaß mit mir durchgegangen, ich habe den Mittelteil entschĂ€rft und den Stab entfernt.
Zwei Gedichte sind es fĂŒr mich jedoch nicht.
Vielleicht war die reimliche Übertreibung zu arg und zerriß den Text.
Der kĂŒhne Selbstdarsteller liegt ja auch zum Schluss ertrĂ€nkt im See, wenn die Stimmung ironisch ist, gelang den Worten Wut zu wenden in friedliche Fröhlichkeit.
Darf ich Deinen Blick noch auf das WortrÀtsel richten?
Da ist noch Melancholie im Text!

LG von A.

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freifrau von löwe
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2004

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gefĂ€llt mir ausgezeichnet und die herb sterbenden herbsterben stören mich ĂŒberhaupt nicht, mag man mir ahnung unterstellen oder auch nicht :-)

ich entdecke auch keine 2 gedichte.

die melancholie, ich hab sie gefunden....

(c:


__________________
Freifrau von Löwe

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Danke, werte Freifrau,

ich hatte in der ersten, von Lotte Werther bemÀngelten Version, noch zwei weitere Verse mit StÀben darinnen.
Ich glaube etwas wie
dampfend durchdringt Dunst das Dach
oder so.

Liebe GrĂŒĂŸe an die Erben wĂŒnscht A.

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jon
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WortrĂ€tsel – das Federfieh etwa?
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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalÀsst (Klaus Klages)

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