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Leselupe.de > Gereimtes
Herbstgrau
Eingestellt am 18. 09. 2011 18:18


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anbas
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Herbstgrau

BlÀtter krachen laut
auf AutodÀcher
Wolken schaben schrill
am Himmelsblau
Sonne zĂŒngelt grell
an langen Schatten
Ich bin herbstlich trĂŒb
in dunkelgrau

Deine Stimme nagt
an meiner Seele
Deine Worte sind
wie heißes Blei
Meine Liebe lÀuft
durch Dornenhecken
Schwermut fÀrbt das Laub
zum letzten Schrei

__________________
Wenn der Weg das Ziel ist, kann man nicht falsch abbiegen. (anbas)

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presque_rien
???
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Nee, Donkys Freund, das geht nicht nur dir so - ich verweise mal auf das geniale Gedicht "Sabberdichter" von Viktor, wo koestlich beschrieben wird, was uns bei Herbstgedichten so auf den Sack geht. Und dennoch hat vermutlich jeder das eine oder andere Herbstgedicht in der Schublade. Es geht halt nicht anders!

Und bei diesem hier gebe ich dir Recht, ich werde auch nicht so richtig warm damit..

Hi anbas,

Die grelle Sonne gefaellt mir! Es ist tatsaechlich so, dass Sonne im Herbst manchmal ganz unerwartet hervorkommt und dann richtig knallt, wohl gerade weil das im Kontrast zur allgemeinen Herbststimmung ist.

Gut finde ich auch die ungewoehnlichen "lauten" Herbstbilder, und das Konzept, dass "Herbstgrau" nicht von der Natur auf den Menschen abfaerbt, sondern nur im Menschen selbst ist und mit der Natur kontrastiert, ist relativ ungewoenlich fuer ein Herbstgedicht.

Aber dann verlaeuft sich die zweite Strophe in Klischees, und das Konzept "Herbst" wird liegengelassen - stattdessen reihst du relativ beliebige Formulierungen aneinander: "nagen", "Blei", "Dornenhecken" - wie fuehrt das dein Herbstbild weiter? Ich finde, du haettest in dem einen Konzeptfeld bleiben und die beiden Strophen deutlicher Verknuepfen sollen.

Z.B. Koenntest du ein Bild aus jedem Zweizeiler der ersten Strophe im jeweils entsprechenden Zweizeiler der zweiten Strophe wieder aufnehmen und umkehren bzw. verzerren indem du es auf das Lyri anwendest.

Aber das Gedicht hat auf jeden Fall Potential, es wuerde sich lohnen, dran zu arbeiten!

LG,
presque

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anbas
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Hallo Ihr beiden,

ich danke Euch fĂŒr Eure RĂŒckmeldungen. Ich finde auch, dass die Sonne durchaus in ein Herbstgedicht passt.

Nun zu der zweiten Strophe, mit der Ihr Euch ja beide etwas schwer tut. Einerseits kann ich die Kritik nachvollziehen, allerdings mehr vor dem Hintergrund, dass es mir wohl nicht so gut gelungen ist, meine Intention, die ich beim Schreiben hatte, deutlich genug rĂŒberzubringen. Ich wollte den Bogen vom Herbst als Jahreszeit zu einer inneren Herbststimmung schlagen, die von der Jahreszeit unabhĂ€ngig ist (Melancholie, Abschied usw.). Ein Grund dafĂŒr, dass das nicht so gelungen ist, liegt vielleicht darin, dass ich wĂ€hrend des Schreibens von meiner Grundidee abgewichen bin. ZunĂ€chst wollte ich mit den ĂŒberzogenen Bildern des ersten Verses in Richtung eines Anti-Herbstgedichtes schreiben, kam dann auf die Idee dieses "inneren Herbstes", wollte diese Idee nicht fallen lassen und habe dann - versucht - eben diesen Bogen zu schlagen mit Ă€hnlich ĂŒberzeichneten Bildern.

Im Moment stehe ich etwas auf dem Schlauch, ob und wie ich das Gedicht ĂŒberarbeiten kann und will. Legt aber vielleicht auch an der besch... ErkĂ€ltung, die mich derzeit fest im Griff hat, und auch Grund fĂŒr meine recht spĂ€te Antwort ist.

Liebe GrĂŒĂŸe

Andreas
__________________
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Trasla
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Also mir gefÀllt es super!

Ich kann zwar die kritik, die geĂ€ußert wurde, nachvollziehen, aber beim Lesen habe ich das nicht gedacht, da bin ich wie intendiert vom Herbstwetter in die Herbstmelancholie gerutscht, und in mir haben die Verse noch traurig nachgeschwungen.

Hat mich berĂŒhrt!

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