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Leselupe.de > Feste Formen
Herbsthaiku I
Eingestellt am 30. 10. 2011 19:37


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Walther
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Die Ahornbl├Ątter
Zeigen jeden Morgen - der
Winter n├Ąhert sich
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Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 30. 10. 2011 19:37

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w├╝stenrose
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Hallo Walther,

hab mich gefragt, ob ich ├╝berhaupt kommentieren darf, da ich nur bruchst├╝ckhaft (durch das Forum hier) dies und das ├╝ber das Haiku aufgeschnappt habe.
Aber vielleicht ist es ja gar nicht so verkehrt, wenn ein "Nicht-Haiku-Vorbelasteter" sein Lese-Erlebnis schildert.

Das Sch├Âne an deinen Zeilen ist die g├Ąnzliche Unaufgeregtheit. Man k├Ânnte es auch prosaisch lesen, dann w├╝rde das richtig banal daherkommen.
Aber irgendwas ist da noch beigegeben, das das Ganze spannend macht, das Aufhorchen l├Ąsst. Das Motiv ist klar, die Ahnung liegt in der Luft bzw. wir lesen schwarz auf wei├č, was da herankommt. Trotzdem ├Âffnet sich f├╝r mich als Leser ein weiter Raum, Unausgesprochenes dr├Ąngt heran, Gedanken schwingen hin und her; die naheliegende Lesart gibt es eigentlich gar nicht, der Leser kann den entstandenen Raum individuell f├╝llen.

Ich f├╝lle ihn in erster Linie so: In der Banalit├Ąt des beschriebenen Vorgangs liegt eine Art Gl├╝ck: Ich schaue, ich nehme wahr, ich begreife, bin lebendig, lasse mich an die Hand nehmen, folge der Bewegung, bin einverstanden, werde Teil eines Ganzen...

...und will damit nicht sagen: so ist es zu verstehen!, sondern: dahin f├╝hrt es mich, dahin nimmt es mich mit - und das ist ein sehr sch├Ânes, kostbares Gef├╝hl.

lg w├╝stenrose


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Walther
Routinierter Autor
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Lb. w├╝stenrose,

der Herbst ist ├ťbergang, das Winterwerden ein Proze├č. Nach meinem Verst├Ąndnis der Haikutradition ist es gerade die n├╝chterne, zur├╝ckhaltende Betrachtung dessen, was ist, um das es geht. Des Weiteren soll dem Leser und Betrachter Raum gegeben werden, das in Strichen angedeutetet Bild fertigzustellen.

Am Ende ist das Wunder die Natur selbst. Sie ist der Rahmen, in dem wir aufgehoben sind. Es steht dem bescheidenen Haijin eigentlich gar nicht zu, mehr Worte zu machen als unbedingt n├Âtig, und vor allem steht es ihm nicht zu, das Gesehene zu interpretieren und es damit um seine Vielf├Ąltigkeit und Offenheit zu bringen.

Du hast das, was ich ausl├Âsen wollte, sch├Ân beschrieben, genau das soll ein Haiku ansto├čen. Wenn das bei einem Leser gelingt, dann war der Versuch ein solcher wert.

Es ist gro├čartig, wie Du den Haikumoment beschrieben hast. Daf├╝r danke ich Dir sehr, da├č h├Ątte ich so gut nicht hinbekommen.

LG W.

Lb. Marie-Luise,

aus dem Obigen kannst Du eigentlich meine Antwort auf Deine nachvollziehbare Text├Ąnderung entnehmen. Deine Version schr├Ąnkt bereits an, Du interpretierst und verengst auf den Augenblick, in dem die Bl├Ątter gerade rot sind. Sie sind aber auch noch orange, dann gelb, schlie├člich braun und am Ende abgefallen.

Du siehst, Dein Text hat bereits Offenheit und Vielf├Ąltigkeit in seiner Beschreibung eingeb├╝├čt.

Danke und lieber Gru├č W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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