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Leselupe.de > Gereimtes
Herbstimpressionen (schüttelgereimt)
Eingestellt am 06. 11. 2007 19:54


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Lachmalwieder
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Mit kaltem Atem schreckt der Herbst die Zecken.
Du nahst mit Macht und färbst in Zerbst die Hecken,
auch Wald und Flur. Ob deine Farbe hält
bis mich durch dich ein graues Haar befällt?

Dein Wind zerzaust im Nieselwetter Blüten,
lässt allerorts die Eichenblätter wüten.
Selbst Felder gleichen nassen, trüben Sümpfen.
Die Fäulnis nagt an Futterrübenstümpfen.

Ich schlingere auf Pfaden, weiter sinnend,
(seh Spinnen manchen Faden weiter spinnend):
Noch bergen eure leichten Weben Leichen.
Wann wird aus euch das Spinnenleben weichen?

Noch fängt im Teich ein letzter Reiher Fisch.
Ach, würden ihm allein die Eier frisch!
Wie letzten Herbst erwarten viele Knochen
jetzt Schlaf von mir, sie knarrten viele Wochen.

Die Nacht war feucht und ebenso der Morgen.
Oh Herbst, mir macht im Bett schon Moder Sorgen.
Wie könnte ich mich nachts aufs Töpfchen trauen,
wenn mir am Po vereiste Tröpfchen tauen?

__________________
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Lachmalwieder
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Hallo Thomas,
ich danke dir für dein Lob und freu mich natürlich darüber. Allerdings ist das kein Echoreim sondern schüttelgereimt
Schüttelreimer gab und gibt es einige, Heinz Erhardt oder auch G. Nehm, der tolle Schüttelreime verfasste. Der Echoreim (wie in dem Sonett, welches Bernd hervorkramte) ist leider viel seltener. Selbst die Definition ist hier nicht 100% ig beschrieben. Mein Verständnis ist: Man kann Homophone (z.B. Mutter) und Homonyme (bete-Beete) benutzen oder Worte trennen und neu zusammenbauen (z.B. seh gerade-See gerade), um sie in einen anderen Sinnzusammenhang zu bekommen. Am Ende müssen sie aber unbedingt gleich klingen und, wie gesagt, einen neuen Sinn ergeben.

VG
Steffen
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Sta.tor
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Hallo Steffen,

Schüttelreime kenn ich, hatte auch schon welche reingestellt. Aber diese Echos waren mir neu. Musste ich gleich mal ausprobieren, sind aber ganz schön schwer. Das kam bisher dabei raus:

Ich frag, wer spielt schön Mundharmonika?
Die Antwort, mit Haut und Haar – Monika
Die will ich besuchen zu Weihnachten
und weiß, ich muss auf guten Wein achten

Doch die Monika hat auch schon Bier gebraut
sie ist halt nur manchmal `ne schwier`ge Braut
bleibt mitten im Gemenge qualmend stehen
und lässt dabei jede Menge Qualm entstehen.

Ist zwar völlig sinnfrei, aber vom Prinzip her wohl richtig, oder?

Viele Grüße
Thomas

__________________
schlimmer geht immer

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Lachmalwieder
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Hallo Thomas,
Das freut mich aber, dass ich dein Interesse geweckt habe Ja, genau so ist das Prinizip. Neben der Schwierigkeit, die Worte zu finden und ihnen einen Sinn zu verpassen, muss das ganze auch noch möglichst ungezwungen klingen und die Metrik passen… Mir persönlich macht diese Tüftelei allerdings sehr viel Spaß. Die Mundharmonika hatte ich auch schon mal am Wickel. Im Augenblick habe ich das Gedicht nicht parat, deshalb spontan mal ein Siebenzeiler dazu:

Angenervt

Ach spielte endlich Monika
harmonisch Mundharmonika!
Ich sprach zu ihr: "Mensch, übe leis
und iss, das wär nicht übel, Eis!
Drauf drehte sich die Moni um,
erspähte das Harmonium.
Ich bringe gleich die Moni um!


Hallo Norbert,
danke Ich habe dich hier auch schon mitbekommen , kamen mir doch einige Überschriften sehr bekannt vor...

VG Steffen
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dissidentin
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Mir gefällt das Gedicht, sind gute Einfälle mit drin.

quote:
Ich schlingere auf Pfaden, weiter sinnend,
(seh Spinnen manchen Faden weiter spinnend):
Noch bergen eure leichten Weben Leichen.
Wann wird aus euch das Spinnenleben weichen?

Der Abschnitt gefällt mir sogar sehr gut, hat nen schönen Silbenklang und klingt verträumt.

quote:
Du nahst mit Macht und färbst in Zerbst die Hecken,
quote:
Oh Herbst, mir macht im Bett schon Moder Sorgen.

Die klingen etwas gezwungen, finde ich.





__________________
Der Hohn ist nur dann berechtigt,
wenn er dem edlen Zorne eines überlegenden Geistes entspringt.
myspace.com/dissidentin

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