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Leselupe.de > Gereimtes
Herbstlich
Eingestellt am 22. 10. 2005 00:11


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Walther
Routinierter Autor
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Ohne Titel


Herbstlich. So schwer die Nebel liegen. Ekelhaft.
Es lichten sich. Es f├Ąrben sich. Nicht nur. Der Strauch.
B├Ąume, ungefragt, ohne ein Aber, diese auch.
Sommer, eingeschlafen ist er, sterbend hingerafft.

Sonne: ganz ermattet wie vom h├Ąufigen Gebrauch!
Dem warmen Wind gebrichts an dieser Lebenskraft.
Der Tag viel rascher schon. Erm├╝det und erschlafft.
Man atmet. So schwer. So flach. Ein feuchter Hauch.

H├Ąutend! Unterm Sonnenbraun erscheintÔÇÖs: ganz bleich.
Wie weggeschuppt ist dieses Sommers Eitelkeit.
Winter: Du wei├čer Tod! Du Schlaf. Jetzt kommt Dein Reich!

Leise Umkehr. Langsamkeit. Und diese kalte! Zeit!
Schnee: Gedeckt sind alle Fl├Ąchen. Wattig gleich.
An Fenstern stehn wir. Sehnlichst! Wartend, dass es schneit.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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NewDawnK
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Hallo Walther,

ein eindrucksvolles Stimmungsbild!
Obwohl ich pers├Ânlich den Herbst liebe, kann ich Deine Gedanken und Gef├╝hle anhand der WortBilder sehr gut nachvollziehen.

Gru├č, NDK

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Walther
Routinierter Autor
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quote:
Urspr├╝nglich ver├Âffentlicht von NewDawnK
Obwohl ich pers├Ânlich den Herbst liebe, kann ich Deine Gedanken und Gef├╝hle anhand der WortBilder sehr gut nachvollziehen...
Moinmoin, NewDawnk!

Danke f├╝r die Komplimente. Der Text beschreibt den Herbst als das, was er ist: eine Zeit des ├ťbergangs, der Vorbereitung auf Stille, Erholung, Langsamkeit. In der Tat sind die ersten kalten Herbstnebel "ekelhaft".

Ich liebe alle Jahreszeiten in ihrer besonderen Art. Natur inspiriert, sie zu beschreiben und den Dialog mit ihr zu f├╝hren. Denn unser Au├čen bedingt unser Innen mehr, als wir das gerne einr├Ąumen.

Der Stadtmensch sieht und f├╝hlt die Tageszeiten intensiver als die Jahreszeiten. Ich habe lange genug in gro├čen St├Ądten gewohnt, um den Unterschied "begreifen" zu k├Ânnen. Erst die Verarbeitung beider Pole macht dann das Gedicht. Die Sonette "Venedig", "Seemannsgarn" und jetzt dieses geh├Âren so besehen zusammen. ├ťberall ist das Spannungsfeld zwischen innen und au├čen aufgearbeitet. Das dialogische Sonett erleichtert dieses sehr. Aber es ist, man kann es sp├╝ren, ein wenig aus der Mode und deshalb weniger Gegenstand von "Lob" und "Tadel".

Ich habe irgendwann diese Form als eine mir gem├Ą├če Thematisierungsplattform f├╝r meine Gedanken angenommen. So sei es denn. Ich danke Dir f├╝r Deine Zeit, die Du in diesen kleinen Text investiert hast. Und f├╝r Deine Ermutigung. Denn Dichter "bl├╝hen" nur, wenn man sie mit etwas Lob gelegentlich "gie├čt". Oder mit Kritik daran mitwirkt, da├č die Gedichte, die ihnen "erbl├╝hen", um so sch├Âner und besser werden.

Samstagsgr├╝├če f├╝r Dich und in die Leseluperunde!

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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