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Leselupe.de > Ungereimtes
Herbstzeit
Eingestellt am 10. 09. 2002 22:18


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Ikarus
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Herbstzeit

Es zuckt der Wind im Morgengraun
Nervös durch alle Glieder
Des Eichen-, Linden-, Weidenbaums
Und schaurig sind die Lieder.

Und schaurig sind die Melodien,
Die durch die BlÀtter stieben.
Es hat der Herbst als Komponist
Die Noten selbst geschrieben.

Befiehlt dem Sturm, er flög’ herbei,
Als seinen Assistenten.
Der folget seinem Herrn und macht
Ihn selbst zum Dirigenten.

Das Blut der beiden kocht und wallt,
Schon Àchzt es in den Zweigen.
Gewaltig ist des Sturmes Drang -
Es ist so furchtbar eigen.

Und peitscht und rĂŒttelt, zupft und zerrt
Mit stilgefĂŒhrten Mitteln
Und zwingt die BĂ€ume falbes Laub
Von ihrem Haupt zu schĂŒtteln.

Wie Schuppen fallen die und rasch
Nimmt er sie auf die Schippe,
Verwirbelt und was ĂŒbrig blieb,
Ist nur noch ein Gerippe.

Das HerbstgelÀchter schallt, er schleicht
Um Eichen, Linden, Weiden.
Hebt der TrophÀe Skalp empor
Und niemand konnt’s vermeiden.

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Stern
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Hallo Ikarus,

dein Herbstgedicht spricht mich an, obwohl mir selbst ganz andere Seiten des Herbstes als erstes einfallen. Mehr die sonnnig-bunten und angenehm kĂŒhleren Seiten. Im Gegensatz zu deinem Gedicht wahrscheinlich eher der FrĂŒhherbst. Leider fehlt mir momentan Zeit und Muse, um ihn zu besingen.

"Der folgt dem seinen Herrn"
gefĂ€llt mir nicht so. Das klingt fĂŒr mich zusammengebastelt, damit die Silbenanzahl halt stimmt. Die Alternative, die mir einfĂ€llt, ist
"Der folget seinem Herrn".

Viele GrĂŒĂŸe

Natalie

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Ikarus
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Danke

Hallo Natalie,

dein Lob nehme ich gerne wahr.
Der Herbst hat fĂŒr mich ebenso 2 Seiten, die sonnig schöne
und die stĂŒrmisch raue. Habe mich fĂŒr letzteres entschieden.
Das nÀchste Herbst-Gedicht wird mit Sicherheit sonniger.

Dein Vorschlag "folget" gefÀllt mir. Es ist zwar dieses
verrĂ€terische "e", das ebenso die Metrik fĂŒllt, hört sich
aber besser an. Ich folge deinem Tip und Àndere ab, weil's
mir wirklich besser gefÀllt wie im Original.

Danke fĂŒr deine lieben Zeilen

Ikarus

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