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Leselupe.de > Horror und Psycho
Herr Rosenzweig
Eingestellt am 04. 01. 2008 16:44


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Catweazle
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Herr Rosenzweig

Herr Rosenzweig stand in seinem Gesch√§ft und starrte durch die Schaufensterscheibe auf die Stra√üe. Der Dauerregen des Oktobers lie√ü langsam alles grau werden. Er sp√ľrte, dass der Winter aufzog, denn die K√§lte zog ihm bis in die Knochen. Er blickte in die Scheibe und sah sein Spiegelbild. Um die sechzig. Faltiges Gesicht. Leicht spitze Nase. Graue Haare, die gut frisiert liegen. Ein brauner Anzug aus einem dicken Stoff. Bequem, warm, robust.
Herr Rosenzweig blickt wieder in den Regen. Plötzlich erschienen aus dem grauen Vorhang des Nebels zwei bunte Punkte. Zwei Regenschirme drängten sich gegen den Wind und schoben sich unaufhaltsam die Straße hinauf.
Endlich, dachte Herr Rosenzweig. Kundschaft.
Er ging gem√§chlich hinter seinen Tresen und stellte sich in Position. Er betrieb den Laden bereits in zweiter Generation. Doch so wie es im Moment aussah, w√ľrde dies auch die letzte werden. Seine T√∂chter hatten geheiratet und waren weggezogen. Seine Frau war vor wenigen Jahren gestorben. Der Laden und seine Stammkundschaft hielten ihn am Leben.
Dann flatterten die Regenschirme vor seiner T√ľre auf. Die Ladenglocke l√§utete, als sich die T√ľre √∂ffnete und die zwei √§lteren Damen in den Laden schoben.
"Guten Abend, die Damen", eröffnete Herr Rosenzweig mit einem Lächeln und fuhr dann fort persönlicher zu werden.
"Guten Abend, Frau Melcher, guten Abend Frau Braun."
Die so angesprochenen nickten freundlich und Frau Braun antwortete mit einem "Guten Abend, Egidius."
Die beidenkramten ihn ihren Taschen und fischten aus diesen Tiefen jeweils einen Einkaufszettel hervor und gaben ihre Bestellungen auf.

"Ich bekomme heute abend Besuch", begann Frau Melcher, mit einem Lächeln au den Lippen. Es war klar, dass sie mit der Bekanntgabe dieses Geheimnisses auf den besten Augenblick gewartet hatte.
Frau Melcher und Frau Braun geh√∂rten dem Witwenzirkel an. Eine handvoll Damen im fortgeschrittenen Alter, allesamt verwitwet und von m√§chtiger Gestalt. Frau Melcher hatte von allen am meisten Gewicht auf den Rippen. Wie ein kleines Schlachtschiff wogte sie im k√ľnstlichen Licht des Verkaufsraumes und genoss die neugierigen Blicke.
Um die Spannung noch zu steigern, ließ sie sich zu einem weiteren Informationsfetzen hinreissen.
"Ein Herr. Nein, ein Gentleman. Ich habe ihn k√ľrzlich kennen gelernt und zu mir eingeladen."
Frau Braun gingen die Augen √ľber. Man konnte ihr ansehen, dass Frau Melcher ihr den ganzen Tag noch nichts davon erz√§hlt hatte.
"Nun, es wird Steak geben, nach Melcher Art, ja das Familienrezept. Und danach meine Sahnetorte. Die Zutaten, die ich benötige, stehen auf diesem Zettel."
Mit diesen Worten reichte sie Herrn Rosenzweig eine lange, kleinbeschriebene Liste.
W√§hrend sich Herr Rosenzweig umdrehte, um die ben√∂tigten Zutaten und Waren aus den Regalen und dem Lager zusammenzusuchen, h√∂rte er wie Frau Braun ihre Zirkelschwester mit Fragen √ľberh√§ufte

Die n√§chsten Wochen liefen ruhig f√ľr Herrn Rosenzweig. Der nasse und graue November ging langsam in einen nassen und kalten Dezember √ľber. Die Adventszeit und das bevorstehende Weihnachtsfest belebten das Gesch√§ft ein wenig. Seine Stammkundschaft kam nun h√§ufiger. Nur Frau Melcher fehlte.
An diesem Abend klingelte die T√ľrglocke und Herr Beissel betrat den Laden.
"Einen wunderschönen, guten Abend.", eröffnete Dr. Beissel gut gelaunt.
Herr Rosenzweig murmelte ein "Herr Doktor" und trat hinter seinen Tresen.
Dr. Beissel war der alteingesessene Arzt, der sich regelm√§√üig um die Alten im Dorf k√ľmmerte. Mitte f√ľnfzig, hoch gewachsen mit einem intellektuellen Anstrich.
Die Witwen mochten und vertrauten ihm. Und so erz√§hlte Doktor Beissel. Frau Melchers neuer Freund sei niemand anderes als Iwan Chertew, der letzte Begleiter der k√ľrzlich verstorbenen Frau Ross. Frau Ross war, wie Frau Melcher und Frau Braun von einer gesunden Statur gewesen. Viele Jahre hatte sie nach dem Tode ihres Mannes alleine gelebt, bis sie ihren letzten Freund kennen gelernt hatte. Herr Rosenzweig hatte ihn nie gesehen, doch er soll ein stattlicher und netter Mann gewesen sein. Sensibel und gebildet. Doch die traute Zweisamkeit w√§hrte nur kurz. Denn Frau Ross wurde immer d√ľnner.
Dokto Beissel seufzte und st√ľtzte sich auf die Theke.
‚ÄěIch wei√ü noch, wie ich hilflos mit ansehen musste, dass sich Frau Ross auch gegen jede Hilfe wehrte! Nur ihren Iwan wollte sie um sich haben. Und in dem Ma√ü, wie sie dahinschwand, schien er zu wachsen und zu gedeien. Bis sie dann eines Tages starb.‚Äú
Ihr gesamtes kleines Vermögen ging an ihre Nichten und Neffen, wusste der Dorfklatsch zu berichten. Iwan Chertow verschwand genauso leise aus dem Dorf, wie er aufgetaucht war.
‚ÄěUnd nun ist er wieder da‚Äú, schloss Dr. Beissel. ‚ÄěGerade rechtzeigtig, um Frau Melcher dahinsiechen zu sehen. Die Arme.‚Äú
Herr Rosenzweig starrte den Doktor an. ‚ÄěFrau Melcher ist krank?‚Äú kr√§chzte er?
‚ÄěOh, ja, Egidius. Wusstest Du es nicht? Wie damals bei Frau Ross. Zuf√§lle gibt‚Äôs.‚Äú Dr. Beissel sch√ľttelte den Kopf und wandte sich zur T√ľr.
Herr Rosenzweig hatte genug gehört. Zufall? Daran wollte Herr Rosenzweig nicht glauben. Seine Meinung stand fest. Er hatte es hier mit einem Vampir zu tun. Er hatte sich lange genug mit dem Mystischen und den unerklärlichen Phänomenen beschäftigt, um einen Blutsauger zu erkennen, wenn er einen sah.
Nun ja, dachte er bei sich. Gesehen habe ich ihn ja noch nicht. Es wird Zeit, dass ich ihm einen Besuch abstatte.
Kaum hatte der Doktor den Laden verlassen, drehte er das Schild in der T√ľre auf "Geschlossen" und verschloss die T√ľre. Seine Gedanken verweilten noch ein wenig bei dem Vampir. ‚ÄěChertow, Chertow....‚Äú dachte er. Der Name kam ihm bekannt vor. Aus dem Russischen. Hat irgendwas mit Teufel zu tun. Er zermarterte sich das Hirn, doch es wollte ihm nicht einfallen, woher er den Namen kannte. Komisch, dass er ihn noch nicht zu Gesicht bekommen hatte. Vielleicht f√ľrchtete er sich ja. Herr Rosenzweig war schlie√ülich weithin bekannt f√ľr seinen Kampf gegen das B√∂se und das √úbernat√ľrliche und hatte schon den ein oder anderen Sieg errungen.
Dann schnappte er sich eine Flasche Wein und eine gro√üe Packung Pralinen von der Sorte, die Frau Melcher immer kaufte. Er stutzte kurz, legte die gro√üe Packung wieder ins Regal und nahm eine kleine heraus. Diese w√ľrde es auch tun.
Dann verließ er sein Haus durch den Garten.
Es war langsam Abend geworden und der Nebel stand tief in den leeren Gassen des kleinen Dorfes. Seine Schritte hallten von den Häuserwänden, um gleichzeitig vom Nebel geschluckt zu werden. Herr Rosenzweig schlug den Kragen hoch und steckte die Nase in den Schal.
Als er in die "Kleine Gasse" einbog, in der Frau Melcher wohnte, hatte ihn bereits ein Ingrimm erfasst.
Er w√ľrde sich nicht einfach seine Kundschaft wegnehmen lassen! Er w√ľrde den Kerl zur Strecke bringen, das war klar!
Als das kleine Fachwerkhaus aus dem Nebel auftauchte, verlangsamte er seinen Schritt. Was sollte er tun, wenn er ihm gegen√ľber stand?
Ihm in die Augen blicken und entscheiden, dass er ein Vampir sei? Einen Holzpflock nehmen und ihn ihm durch das Herz rammen?
Na ja, dachte er sich, es w√ľrde ihm schon etwas einfallen. Mit diesem Gedanken beschleunigte er wieder seine Schritte. In diesem Augenblick √∂ffnete sich die Haust√ľre des gesuchten Hauses und warmes Licht erstrahlte auf die kalte und graue Stra√üe. Herr Rosenzweig fl√ľchtete in den Schatten eines Hauseingangs und hoffte, dass ihn weder jemand aus dem Haus, noch jemand sonst gesehen hatte.
Ein gro√üer Mann verlie√ü den hell erleuchteten Eingang und zog die T√ľre hinter sich zu.
Er blickte kurz in beide Richtungen der Gasse und ging dann schnellen Schrittes in die andere Richtung.
Herr Rosenzweig atmete tief durch. Das musste er sein. Er sah aus wie ein typischer Vampir, dachte er.
Groß, schlank, kräftig. Um die sechzig schien er zu sein. Doch das genaue Alter kannte man bei Vampiren ja nie. Kein Wunder, dass beide Frauen auf ihn reingefallen waren. Er fluchte. Er hatte keine Waffe dabei. Kein Kreuz, kein Holzpflock. Er war wie immer vollkommen gedankenlos aufgebrochen. Dies war ein Grund, warum die Anzahl seiner Siege im Kampf gegen die Mächte der Dunkelheit nicht größer waren.
Er trat auf die Straße und lief dem Mann vorsichtig hinterher. Er wollte unbedingt wissen, was er tat. Wo er hinging. Wer weiß, vielleicht hatte er ja schon mit einer anderen Witwe angebandelt, jetzt wo auch die nächste Quelle zu versiegen anfing.
Sich immer an den H√§userw√§nden entlang dr√ľckend, folgte Herr Rosenzweig dem Vampir. Die Fenster waren dunkel und die Stra√üen leer.
Der Nebel wurde dichter, als sie an den Rand des Dorfes kamen. Die Kirche mit dem Friedhof tauchten aus dem Dunst auf. Herr Rosenzweig fr√∂stelte. Konnte das sein? W√ľrde er jetzt auf den Friedhof gehen? Ganz klassisch in eine Gruft steigen und seinen Leckerbissen verdauen? Kalt lief es Herrn Rosenzweig den R√ľcken herunter.
Der Mann hob sich schwarz im Nebel ab. Zielstrebig schritt er √ľber den Kies am Eingang der Kirche und machte einen Bogen um das gro√üe Kreuz, dass neben dem Portal aufgestellt war. Jedenfalls schien es Herrn Rosenzweig so.
Dann schob sich eine Nebelwand zwischen den Vampir und seinen Verfolger. Graue Schwaden h√ľllten Herrn Rosenzweig ein. Alles wurde wei√ü um ihn. Er konnte keine zwei Schritte weit mehr sehen. √úber ihm erklang ein Kr√§chzen. Kraah, krahhh, krahhh!!!
Herr Rosenzweig fuhr zusammen und blickte in den Himmel. Auf der alten Tanne saß in den Zweigen eine Krähe. Mit aufgeplusterten Federn schrie sie. Erbärmlich. Einsam und anklagend krächzte sie in den Abendhimmel.
Herr Rosenzweig fasste sich und ging weiter. Doch der Vampir war verschwunden.
Das konnte doch nicht sein, dachte er. Eben war er doch noch hier. Er lief √ľber den Friedhof und blickte verzweifelt alle G√§nge hinab. Doch nirgendwo eine Spur von ihm. Im Dunkeln sah er nun nur doch die Lichter des Hauses von Dr. Beissel, der in den Feldern hinter dem Friedhof wohnte.
Herr Rosenzweig blickte auf den Grabstein. Adah Rosenzweig, las er den Inschrift auf dem Grab seiner Frau. Und pl√∂tzlich wusste er wieder, woher er den Namen Chertow kannte. Seine Frau hatte damals einen Chertow f√ľr ihn verlassen. Er konnte sich noch an das zornige Gesicht erinnern, als Iwan Chertow Rache geschworen hatte. Das war vor √ľber vierzig Jahren gewesen, in der alten Heimat. Er hatte ihn niemals wieder gesehen.
Er blickte in die Bäume und sah die einzelne Krähe. Sie beobachtete ihn.
Herr Rosenzweig wusste, dass sich Vampire verwandeln können. In Fledermäuse, dachte er. Aber in Krähen?

Auf dem R√ľckweg zu Frau Melcher f√ľhlte Herr Rosenzweig sich unwohl. Er hatte den Vampir verloren und irgendwie hatte er das Gef√ľhl, das Heft aus der Hand gegeben zu haben. Als er durch die Gassen schritt, blickte er sich immer wieder um.
Irgendetwas scheint seinen Nacken hinauf zu kriechen. Er fröstelte und fuhr sich mit der Hand den Hals entlang.
Sein Kopf schwirrte. Er sah Adahs Tod pl√∂tzlich in einem anderen Licht. Auch sie war pl√∂tzlich gestorben. Und die Wochen vor ihrem Tod war sie richtiggehend melancholisch gewesen, hatte von fr√ľher gesprochen und vertr√§umt aus dem Fenster geschaut. Ob dieser Chertow, dieser Blutsauger etwas damit zu tun hatte? Holte er sich jetzt langsam seine Rache, in dem er alles zerst√∂rte, was ihm, Egidius Rosenzweig lieb und teuer war? Und wozu hatte er sich hinrei√üen lassen? Welchen Pakt mit welchem Teufel hatte Iwan wohl eingehen m√ľssen, um seine Rache zu bekommen.
Herr Rosenzweig riss sich zusammen und sammelte seine Gedanken.
Er hatte ihn heute Abend nicht gesehen. Er konnte nicht sicher sein, dass er es war. Und doch hatte er das Gef√ľhl nun beobachtet zu werden.
Vor dem Haus Frau Melchers blieb er stehen.
Etwas flatterte in der Luft.
Eine Kr√§he kam aus der D√ľsternis geflogen und landete auf der Stra√üe. Sie legte den Kopf schief und starrte ihn mit einem Auge an.
Herrn Rosenzweig wurde es immer mulmiger. Wieso hatte er auch unbedingt einen Vampir verfolgen m√ľssen.
Die Kr√§he h√ľpfte auf ihn zu und schien ihn zu mustern.
Plötzlich sprang sie in die Luft und flog davon.
Herr Rosenzweig starrte ihr in die Dunkelheit hinterher. Seine Beklemmung wuchs.
Sein Hals wurde eng. Dann wurde ihm etwas bewusst. Er hatte Angst. Er wusste ja gar nicht, wozu Vampire fähig waren.
In seinen Gedanken erklang ein leises Lachen. Er hatte eigentlich gar keine Ahnung von Vampiren.
Langsam ging sein K√∂rper auf die Haust√ľre zu. Sein Geist rebellierte, doch sein Bewusstsein schien langsam die Kontrolle zu verlieren. Er musste Frau Melcher retten.
Er √∂ffnete die Haust√ľr und betrat das Haus. Alles war ruhig und still. Das Wohnzimmer und die K√ľche im Erdgeschoss lagen verlassen dar. Er ging die Treppe hinauf. Leise knarzten unter jedem vorsichtigen Schritt die Dielen.
Als er das Schlafzimmer betrat, erschrak er.
Nur durch eine kleine Kerze erleuchtet, lag Frau Melcher auf dem Bett. Sie war nur noch ein Schatten ihrer Selbst. Ihre imposante Figur war einer runzeligen und eingefallenen Frau gewichen.
Sie lag dort wie tot.
Herr Rosenzweig schritt schnell auf das Bett zu und kniete nieder. Frau Melcher schien nicht zu atmen. Vorsichtig nahm er ihr Handgelenk und f√ľhlte den Puls. Ganz schwach sp√ľrte er das Herz schlagen. Aber atmete sie noch? Vorsichtig legte er den Kopf auf ihre Brust und lauschte. Nach einer kurzen Weile war er zufrieden.
Als er den Kopf wieder hob, erblickte er ihren nackten Hals. Unber√ľhrt und wei√ü lag er in leichten Falten vor ihm. Lange war er einer Frau nicht mehr so nahe gekommen. Er sah, wie das Blut langsam durch ihre Adern schoss. Und pl√∂tzlich vermeinte er einen Duft wahrzunehmen, den er bislang gar nicht kannte. Eine schwere S√ľ√üe lag in der Luft.
Herrn Rosenzweig lief das Wasser im Mund zusammen.
Tief hinten in seinem Bewusstsein schrie etwas auf.
Und nun roch er es deutlich. Der Duft ihres Blutes stieg ihm in die Nase und kitzelte ihn, umfing und benebelte seine Gedanken. Dann war er nur noch Durst und Lust. Er √∂ffnet seinen Mund. Irgendwo, in den hinteren Regionen seines Bewusstseins schrie noch etwas, b√§umte sich auf, wehrte sich. Doch etwas anderes lachte und dr√ľckte diesen kleinen schreienden Rest von ihm zur√ľck in die Ecke. Er sah sich selbst aus seinen Augen und konnte nicht fassen, was er da tat.
Er schob seinen Kopf näher an ihren Hals. Der Duft machte ihn wahnsinnig. Er musste jetzt. Sein Geist rebellierte, sein Magen schien sich umzudrehen, doch er hatte keine Wahl. Er öffnete den Mund und biss zu.
In kr√§ftigen Z√ľgen sog er das Blut aus der verletzten Ader und dem Gewebe.
Da wurde die T√ľr zum Schlafzimmer aufgerissen.
Herr Rosenzweig hob blutverschmiert den Kopf.
In der T√ľre standen der Dorfarzt und der Polizist und starrten ihn an.
Doch dahinter stand der Vampir Iwan Chertow. Und in seinem Gesicht sah Herr Rosenzweig das selbstgefällige Lächeln des Mannes, der seine Rache bekommen hat.

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Catweazle
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Herr Rosenzweig

Hallo zusammen!

ich bin mit meiner Geschichte "Herr Rosenzweig" nicht ganz zufrieden, kann aber nicht genau sagen, warum. Vielleicht fällt dem ein oder anderen ja etwas auf, was mir weiterhelfen könnte.


LG
Catweazle

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Rumpelsstilzchen
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Sep 2003

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Inkonsistent.
Prot und Handlung wirken wie Frankensteins Labor entsprungen: aus lauter Teilen zusammengesetzt, die nicht recht zu einander passen wollen.

Am Protagonisten ein paar Beispiele aufgezeigt:
Rosenzweig wird uns zuerst als gem√ľtlicher alter Kr√§mer vorgestellt, samt allt√§glicher Familiengeschichte. Dann soll er mit einem Mal ein bekannter und gef√ľrchteter K√§mpfer gegen das B√∂se sein, was nur wenige Zeilen sp√§ter durch sein t√∂lpelhaftes Vorgehen wieder ad absurdum gef√ľhrt wird. Und schlussendlich handelt er ‚Äď f√ľr den Leser v√∂llig unmotiviert ‚Äď selbst als Vampir. Dass ihm erst so sp√§t einf√§llt, woher er den Namen Chertow kennt, mag ich auch nicht glauben. Immerhin sein einstiger Nebenbuhler, der ihm f√ľrchterliche Rache schwor!

Unbefangen abgegangen
__________________
Ich glaube
an das Gesetz
der kritischen Masse

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Catweazle
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Registriert: Aug 2007

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Danke

Hallo Rumpelstilzchen,

vielen Dank f√ľr Deine ausf√ľhrliche Antwort.
Du hast mir sehr damit geholfen.
Eigentlich hatte ich gedacht, ich w√ľrde einige Dinge ganz klar darstellen, z.B. das Herr Rosenzweig nach dem Friedhof vom Vampir besetzt wird, also der Vampir durch ihn handelt und ihn damit kompromittiert.
Aber ich werde das ganze nochmal f√ľr mich √ľberarbeiten.

Nochmals danke.

Catweazle

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