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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Herzschwach
Eingestellt am 03. 04. 2010 19:54


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Rhea_Gift
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Herzschwach

Herzschwach zitternd
d├╝nnh├Ąutig
trifft mich heute
Fremdscham
dreht mir
den Magen um

Mitleiden
sch├╝ttelt mich
dr├╝ckt mich zusammen
in mir

entl├Ądt sich
in endlosen
Wassern -
brechen, zerflie├čen

angesichts
ewiger Wiederholung
unmenschlichen Grauens
so menschlicher Schande

Weltenroutine -
unm├Âglich
Anpassung -
ausgeschlossen

die Augen niemals blind

Fremdgef├╝hl im
Tagesgesch├Ąft
- isolierend -
kein Bedauern

nie wieder das Haus verlassen
denke ich heute -
beim blo├čen Gedanken
an buntes Treiben
wird mir schlecht

heute sterbe ich
mit an der Menschheit
gebrochenem Herzen

morgen gehe ich
wie immer
hinaus -

das Grabmal von gestern
und anderer Tage
schlurfend im Schlepptau
schwergewichtig
sch├Ąrft meinen Blick

f├╝r die Chance
zur Tat
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

Version vom 03. 04. 2010 19:54

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Rhea_Gift
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W├╝rde sich dieser Teil:
___

schwergewichtig

heute sterbe ich
mit an der menschheit
gebrochenem Herzen

morgen gehe ich
wie immer
hinaus -

das Grabmal von gestern
und anderer Tage
schlurfend im Schlepptau

schwergewichtig

sch├Ąrft meinen Blick
f├╝r die Chance
zur Tat
___

so auch f├╝rs Ungereimte bei Lyrik eignen? Was meint ihr?

LG, Rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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jon
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├ľh ÔÇŽ ja. Das obere aber auch. Das zweite ist mir nur deshalb lieber, weil es kompakter ist und mir (Prosa-Typ) f├╝r die gleiche Aussage (?) weniger "Bruch" "zumutet".
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dal├Ąsst (Klaus Klages)

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Karl Feldkamp
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Liebe Rhea,
dein erster Text ist ein "Steinbruch" gleich f├╝r mehrere Gedichte.
Ich w├╝rde so Worte wie "herzschwach" und "unmenschliches Grauen" oder "menschliche Schande" vermeiden und durch ein f├╝r viele Situationen stehendes Beispiel oder durch ein Bild/eine Metapher ersetzen.
├ťbrigens, die Stimmung, die du beschreibst, die ├╝berkommt mich auch ab und zu. Dann k├Ânnte ich mich vergraben. Aber schlie├člich komme ich auch immer wieder aus meiner Gruft heraus...
Also dann: Ich bin auf deine n├Ąchsten Gedichte in "Ungereimtes" sehr gespannt.
Herzliche Gr├╝├če
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Rhea_Gift
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Sich selbst im Visier

Ja, neben der Kurzfassung hab ich schonmehrere Varianten und Spritzer daraus im Kopf... wenn ich wieder darf, wirds auch erscheinen, bis dahin mal wieder in Kellern:

Sich selbst im Visier

Kr├Ânende Sch├Âpfung
ich breche dir die Zacken
mit Wollust
aus dem Golde
schaufle mit eigenen H├Ąnden
dein Grab
betoniere
das schwarzwei├č
deiner Augen grau
da du die Br├╝cke
vetraut bunter Farben
die dich tragen
die dich f├╝hren sollte
blind verputzt
mit deiner Angst -

mit speerspitzigen Augen
schw├Ąrztwei├čt du dich an
den Daumen am Dr├╝cker
f├╝r Menschenzerfl├╝cker
blind f├╝r das Gold
die pr├Ąchtigen Juwelen
die unerkannt
im Herzen funkeln
in dir k├Ânnen sie nur
zu Kugeln dunkeln -

dich selbst als Feind
im Visier.

>> das hier dann eher f├╝r Lyrikforen geeignet, wa?
__________________
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Josi
One-Hit-Wonder-Autor
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Hallo Rhea_Gift,
Dein Gedicht "Sich selbst im Visier" finde ich bemerkenswert!
Aber auch "Herzschwach" spiegelt gut einen Teil der Gesellschaft wider. Auch ich erkenne mich an einigen Stellen nur zu gut!

Liebe Gr├╝├če
von Josi

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