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Leselupe.de > Kurzprosa
Herzversagen (II)
Eingestellt am 07. 12. 2006 19:52


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Franka
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Herzversagen (II)


Nicht der Tod hat dieses tiefe Loch in mein Herz gerissen. L├╝gen waren es. Deine L├╝gen. Lange schon haben sie vor der T├╝r gekauert. Nun dr├Ąngen sie durch den Schmerz in mein Leben. Kraftvoll. Wildwucherndes Unkraut. Jeder neue Tag bringt weitere ans Licht, sorgt f├╝r Nahrung. Beschleunigte das Wachstum.
Bei jeder Umarmung, jedem Kuss, jedem z├Ąrtlichen Wort, mit jeder geschenkten Blume hast du f├╝r Nachwuchs gesorgt. Aber, du warst sorgsam. Vorsichtig. Hattest immer die richtigen Antworten, Ausreden parat. Ich konnte lieben, leben, so leicht und sorglos.

Herzversagen, sagte der Arzt.
Zu viele, zu junge Bl├╝ten gepfl├╝ckt, wei├č ich heute.

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HFleiss
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Herzversagen II

Franka, das ist mir ein bisschen zu kryptisch.
Der Vergleich mit der Wiese ist ein netter Einfall, aber es gibt auch Wiesen, auf denen das Unkraut absichtlich gez├╝chtet wird, und jeder, der sie sieht, st├Âhnt voll Wonne: Endlich Natur!
Oder gef├Ąllt dir ein perfekt gesaugter Rasen besser? Muss man beinahe glauben, wenn dich das Unkraut auf der Wiese st├Ârt. Der Vergleich, Franka, haut eben nicht ganz hin.

Gru├č
Hanna

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Franka
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Hallo Hanna,

es geht hier nicht darum, ob mir ein "perfekt gesaugter Rasen"
besser gef├Ąllt. Es geht um ein Bild. Mein Bild von einer Wiese ist gr├╝n und dicht, wie englischer Rasen, ohne Unkraut. Die Wiese soll weich unter meinen F├╝├čen sein. So kenne ich viele Wiesen und diese standen Pate f├╝r den kleinen Text.

LG Franka

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Milko
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Liebe --Krankheitstod- Betrogen

hallo
ich finde deine schrift erstaunlich in der dichte von den beinhalteten themen
daf├╝r bietet die wiese den richtigen grund ,
lebensgef├╝hl ------barfuss ├╝ber feuchtes frisches gr├╝n
aber auch vertiefungen und disteln - unkraut
einfach fast alles und
so frisch und neu
in dem gedanke
das alles finde ich hervorragend gew├Ąhlt,auch eben deine "Wort & Inhaltsdichte"
aber dann stockt mir doch ein bisschen der Atem,

dein erz├Ąhltes thema
in deiner abhandlung
nicht nur als frau

nat├╝rlich kann man damit so umgehen
doch dann ist die frau fast froh
-das erkannt
-den saftsack los
-und eine doch lohnende erkenntnis
zu haben und
sein
oder
auf dem R├╝cken eines Buches
aber
gef├Ąllt
gm
__________________
gedachtDenn die Einen sind im DunkelnUnd die Andern sind im LichtUnd man siehet dieIm LichteDie im Dunkeln sieht man nichtBerthold Brecht

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Milko
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wortzeilenfehlten

....zu haben
zu sein

aber dann

dann fehlt mir die wirklichkeit des worts
in jeder form der emotion s-
interpretations
variation
wie gleichwohl w├╝tend g├╝tig
und des vielem mehr

oder
seh dies Schriftst├╝ck

auf dem R├╝cken d eines Buches
aber

gef├Ąllt trotz alle dem

__________________
gedachtDenn die Einen sind im DunkelnUnd die Andern sind im LichtUnd man siehet dieIm LichteDie im Dunkeln sieht man nichtBerthold Brecht

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Jongleur
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Bin jetzt zu faul f├╝rs W├Ârterbuch.

Aber nach meinem Sprachgef├╝hl ist die Wiese das nat├╝rliche Grasst├╝ck - ob in der Natur oder naturnah vom Mensch angelegt im Garten, mit Wiesenblumen und Kr├Ąutern, die man dann Wildblumen und Wildkr├Ąuter nennt, seit das Wort Unkraut verp├Ânt ist.
Eine Wiese w├╝rde man nicht "zupfen" oder rupfen.

Der Rasen ist die "domistizierte" Form, weder Blumen noch (Wild-)Kr├Ąuter sind hier f├╝rgew├Âhnlich erw├╝nscht.

Was hier beschrieben und als benannte Metapher verwendet wird, ist irgendwie Mischmasch. Ungenau - weshalb es f├╝r mich nicht funktioniert.

"Gras" - w├Ąre vielleicht ein Ausweichwort. Aber es reicht nicht f├╝r die Bilder, die entstehen sollen.

"Hier hilft nur Kahlschlag. Ich ├╝berlasse ihr die Wiese und deine Beerdigung."
Ist nicht logisch. Kahlschlag w├Ąre eine aktive Handlung der erz├Ąhlenden Protagonistin an der Wiese (eigentlich im Waldbereich beheimatetes Wort). Das "├ťberlassen" an die quasi-Nachfolgerin ist nicht als "Kahlschlag" anzusehen.

Gr├╝├če vom Jongleur

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Franka
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Hallo Jongleur,

sch├Ân dich wieder bei mir zu lesen, denn dann ist konstruktive Kritik gewiss.
Ich habe versucht die Wiese durch den Rasen zu ersetzten, war aber nicht so gut und habe mich dann entschieden diese Passage ganz zu streichen. HFleis hatte ja auch schon auf den "Mischmasch" hingewiesen.
Nun habe ich gen├╝gend Abstand zum Text und sehe die Fehler inzwischen auch. Manchmal braucht man halt ein wenig Zeit und gen├╝gen Ansto├č zum ├ťberdenken.

Danke und liebe Gr├╝├če
Franka

Zum Vergleich noch einmal die alte Fassung:

Nicht der Tod hat dieses tiefe Loch in mein Herz gerissen. L├╝gen waren es. Deine L├╝gen. Lange schon haben sie vor der T├╝r gekauert. Nun dr├Ąngen sie durch den Schmerz in mein Leben. Kraftvoll. Wildwucherndes Unkraut. Jeder neue Tag bringt weitere ans Licht, sorgt f├╝r Nahrung. Beschleunigte das Wachstum.
Bei jeder Umarmung, jedem Kuss, jedem z├Ąrtlichen Wort, mit jeder geschenkten Blume hast du f├╝r Nachwuchs gesorgt. Aber, du warst sorgsam. Vorsichtig. Hast immer rechtzeitig unsere Wiese saubergezupft. Ich konnte auf ihr barfuss laufen, so leicht und sorglos.
Sie auf ihrer Wiese auch?

Herzversagen, sagte der Arzt. Zu viele, zu junge Bl├╝ten gepfl├╝ckt, wei├č ich heute.

Von dem satten Gr├╝n ist nicht mehr viel zu sehen. Disteln, so weit mein Blick reicht. Hier hilft nur Kahlschlag. Ich ├╝berlasse ihr die Wiese und deine Beerdigung.


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